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Highlights auf Malta mit Kindern

Eigentlich verbringen wir den Herbst ja gerne in Deutschland. Aber mein Papa wollte in den Süden. Tja, bei Sonne und Meer vereint mit spannender Geschichte und alten Steinen, da sagt man nicht nein. Und so startete unser Air Malta Flieger zu Beginn der Herbstferien in Hessen von Frankfurt nach Malta. Hört sich einfach an bis hierher. Wenn wir denn alle in dem Flieger gesessen hätten. Da es hier aber um unsere Highlights auf Malta und nicht um unsere Erfahrungen mit einem bekannten TV-Reiseanbieter geht, lassen wir diese Geschichte mal bis auf weiteres aus.

Malta-Blick-auf-Gozo
malta britische telefonzelle

Die perfekte Reisezeit für Malta ist im September / Oktober. Dann liegen die Temperaturen bei um die 25 Grad, das Meer erfrischt bei um die 20 Grad und die Regentage halten sich in Grenzen. Während unseres Urlaubes, eine Woche Anfang Oktober, hatten wir zwei regnerische Tage, wobei es nur stundenweise regnete. Im Sommer ist es wesentlich heißer, für den Strand natürlich toll, aber für das Sightseeing von Highlights auf Malta dann nur für Hitze-liebende geeignet. Wer Malta zum Wandern besuchen möchte, kann auch die Frühlingsmonate nutzen. Dann liegen die Temperaturen bei bis zu 20 Grad.

Reisevorbereitung

Malta liegt unterhalb Siziliens, und ist grade mal 27km lang und 14,5km breit. Geeignet also, um mit dem Mietwagen umrundet zu werden. Wären da nicht zahlreiche Meinungen, die aufgrund der schlechten Straßen und des Linksverkehrs raten, lieber mit den Bussen zu fahren. Sogar die Reiseleitung im Hotel wollte keinen Kontakt zu einem Mietwagenanbieter herstellen „Autofahren in Malta – das möchten Sie nicht“. Nun denn, wir haben es gewagt. Ja, es gab viele spannende Straßen, die man in Deutschland nicht als Straße bezeichnen würde. Ja, es gab enge Gassen, die hier eher reine Fußgängergassen wären. Aber wir haben es nicht bereut. Umdrehen kann man meistens ja immer (oder zumindest laaange rückwärts fahren??). Wer lieber mit dem Bus fahren möchte: Unter https://www.publictransport.com.mt könnt Ihr euch die Busverbindungen passend raussuchen. Es gibt auch Hop on Hop off Busse mit verschiedenen Routen.

Viele Städte (Valletta, Mdina) und Bauwerke (St Agatha Tower) wurden von den Johannitern errichtet. Als die Osmanen den Orden aus Rhodos vertrieben hatten, erhielten Sie Mitte des 16 Jahrhunderts Malta zum Lehen. Überall auf der Insel finden sich Spuren dieser spannenden Epoche wieder. 

Unsere persönlichen Highlights auf Malta

Valletta

Valletta war 2018 Kulturhauptstadt des Jahres und bietet viele Sehenswürdigkeiten. Da Valletta eine Festung mit vielen engen Gassen ist, am Besten nicht in die Stadt fahren. Parken kann man in Floriana, die Parkplätze sind allerdings nicht optimal ausgeschildert. Der große Busparkplatz ist auch in Floriana, am Tritonbrunnen.

Der Trubel und das quirlige Leben in den engen Gassen der Hauptstadt ist unvergleichlich. Überall finden sich britische Überreste, wie die typischen roten Telefonzellen.

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Gasse in Valletta
Balkone in Valletta

Upper Barakka Gardens und Saluting Battery (Valletta)

Von den Upper Barrakka Gardens hat man eine tolle Aussicht auf die 3 Städte. Täglich um 12 und 16 Uhr wird von der unten den Gärten gelegenen Saluting Battery ein Salutschuss abgegeben. Wer das ganze etwas exklusiver genießen möchte, zahlt 3 Euro und erhält Zutritt zur Anlage. Die Kadetten vor Ort erklären den Abschuss einer Kanone und nehmen sich Zeit, auch auf Fragen einzugehen. Von den Upper Barraka Gardens kann man direkt weiter durch die Innenstadt gehen oder kostenfrei mit dem Aufzug zur Waterfront fahren (Hochfahren kostet 1 Euro). Dort kann man am Ufer (Fähren fahren hier auch ab), durch das Victoria Gate und die wuseligen bewohnten Straßen zurück in die Innenstadt laufen.

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St.Johns Co-Cathedral (Valletta)

Die St Johns Co-Cathedral ist von außen recht unscheinbar. Der Innenbereich wurde im 17 Jahrhundert im Barockstil durch den
Künstler Mattia Preti prächtig verziert. Die Kathedrale ist Johannes dem Täufer gewidmet. An dem Gewölbe finden sich Szenen aus seinem Leben wieder, im Oratorium findet sich das Gemälde „Enthauptung Johannes des Täufers“ von Michelangelo Merisi. Die Seitenkapellen sind den 8 „Zungen“ – den Sprachen des Ordens – gewidmet und ebenfalls, wie das Hauptschiff, reichlich golden verziert.

Die drei Städte (3 cities)

Gegenüber von Valletta liegen die 3 Städte. Wir waren in Senglea. Hier finden sich die gleichen engen Gassen mit bunten Balkonen, dafür ganz ohne Trubel. Perfekt, um einfach durch die vielen Gassen zu schlendern. Außerdem bietet sich hier ein schöner Blick auf Valetta. Wenn nicht gerade riesige Kreuzfahrtschiffe die Sicht behindern….

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Mdina

Schon bei der Anfahrt begeistert die ehemalige Hauptstadt. Sie thront fest umschlossen von Ihren dicken Mauern auf einem Hügel.

Durch das große Stadttor (Parkplätze und ein Spielplatz direkt davor) gelangt man in die „Stille Stadt“. Und das ist sie wirklich. Hat man erstmal den Hauptweg zur Kathedrale hinter sich gelassen, dringt kein Geräusch von außen herein.

Die Eintrittskarte zur Kathedrale von Mdina berechtigt gleichzeitig zum Eintritt in das Kathedralenmuseum. Wir haben uns allerdings nur die Kathedrale angeschaut. Wie in vielen Kirchen Maltas (Malta soll 365 Kirchen haben, eine für jeden Tag des Jahres), besteht der Boden aus Marmorgedenkplatten.

Game of Thrones – Fans werden einige Drehorte wiedererkennen, wie das Eingangstor zu Mdina.

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Dingli Cliffs

Mit dem Mietwagen waren wir ungefähr 10 Minuten von Mdina bis zu den Dingli Cliffs unterwegs. In der Abendsonne schimmert das Meer und hebt sich einladend von der schroffen Landschaft ab. Idealerweise kommt Ihr zum Sonnenuntergang vorbei!

Ghar Lapsi

Durch die Felsformation unter den Dingli Cliffs entstand hier ein natürlicher „Meerespool“ in einer Höhle. Das Wasser leuchtet wunderbar blau. Geschützt durch die Felsen kann man sich hier erfrischen und die Brandung genießen.

Hält man sich am Parkplatz links, bekommt man einen tollen Ausblick auf Ghar Lapsi.

Idealerweise besucht man Ghar Lapsi, wenn man die Westküste nach Marsaxlokk fährt. Auf dem Weg liegt dann ebenfalls die Blaue Grotte.

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Ghar-Lapsi-Malta-Familienurlaub

Die Blaue Grotte (Blue Grotto)

Leider hatten wir bei der Blauen Grotte kein Glück, denn weit und breit war kein Bootsfahrer zu finden. So haben wir nur Fotos vom Aussichtspunkt gemacht:

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malta-traumstraende-familienurlaub

Marsaxlokk

Puh, hier hat das Navi uns mal wieder zwischen zwei Häusern durchgelotst… Also ich wäre ausgestiegen und hätte das Auto sich selbst überlassen, aber Mark hat es souverän gemeistert😉

Marsaxlokk ist sehr touristisch – aber eben auch ein Highlight auf Malta. Am Hafen reihen sich die Lokale aneinander und man kann wunderbar frischen Fisch mit Blick auf die bunten Fischerboote (Luzzu) genießen.

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Melieha

Da unser Hotel in der Nähe von Melieha war, haben wir den St. Agatha Tower besucht. Gegen eine geringe Gebühr kann man den Turm besteigen, unten befindet sich ein kleines Museum, oben hat man einen tollen Ausblick auf den Strand von Melieha.

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In Melieha steht eine typische (wirklich tolle, aber wenn man mehrere gesehen hat, gleichen sie sich dann eben doch) maltesische Kirche. Geht man links an der Kirche entlang, vorbei am Friedhof, sieht man einen Spielplatz. Im hinteren Bereich gibt es ein kleines Lokal mit einem herrlichen Blick auf die Stadt.

In der Nähe der Kirche gibt es einen 500 Meter langen Schutzbunker. Dieser war kaum frequentiert und hat einen bleibenden, bedrückenden Eindruck hinterlassen.

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Blick vom Cafe über Melieha

Gozo

Die Fahrt mit der Fähre dauert ca. 15 Minuten. Wir haben einen Ausflug mit Reiseleitung gebucht. Auf der Insel fahren aber auch Hop on Hop off Busse.

Wallfahrtskirche Ta´Pinhu

Viele Gläubige kommen hierher und beten um Ihre eigene Genesung oder die Ihrer Angehörigen. Im Inneren gibt es einen Raum, der über und über mit Gipsen und Briefen bestückt ist. Vor der Kirche sind große Mosaiktafeln mit Bildern aus dem Leben Jesu aufgestellt.

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Ggantija Tempel

Die Megalithtempelanlage ist über 5.500 Jahre alt. Es gibt ein kleines Museum, schließlich kann man im Außenbereich in die zwei Räume der Tempelanlage hinein. Obwohl man im Ggantija Tempel direkt an die Steine heran gehen darf und sogar hinein kann, fanden wir den Besuch in Stonehenge mystischer.

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Aussichtspunkte Calypso Cave

In der Höhle unter dem Aussichtspunkt soll Odysseus 7 Jahre in Calypsos „Liebesbann“ gelebt haben.

Der Strand sah sehr verlockend aus. Wären wir auf eigene Faust unterwegs gewesen, hätten wir dort mal ein Päuschen eingelegt.

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Unser Fazit zu den Highlights auf Malta:

Unbedingt empfehlen möchten wir Euch, einfach mal los zu laufen, ins Innere der Insel. Während unserer Recherche im Vorfeld haben wir gelesen, dass es auf Malta kaum Landwirtschaft gibt. Gefunden haben wir aber unzählige bewirtschaftete Felder. Noch nie haben wir so viele Kürbisse auf einmal gesehen.

Den Kindern hat es auch viel Spaß gemacht, durch die Felder zu laufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir zwischenzeitlich durch private Anlagen liefen, aber alle grüßten uns freundlich und winkten uns zu, dass wir hier weiterlaufen könnten. Wir entdeckten Honigmelonen-Felder und kletterten über Steinberge. Abenteuerliche Wege führen dazu, dass keiner fragte „Wie lang denn noch?“.

Eine wirklich schöne Insel für einen Familienurlaub mit vielen Sehenswürdigkeiten. Für einen klassischen Badeurlaub würden wir Malta nicht empfehlen. Wer einen ruhigen Sandstrand sucht, fühlt sich bestimmt am Gnejna Bay wohl. Eine schmalte Bucht mit klarem, warmen Wasser. Nicht so voll wie der Golden Bay.

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Schnorcheln auf Malta
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Sandstrand Gnejna Beach auf Malta
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Malta-Kaktus
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