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Köln mit Kindern entdecken

Diese wundervolle Stadt am Rhein bezaubert uns immer wieder aufs neue. Spätestens seit wir Köln mit Kindern entdecken, wächst dieser Beitrag ständig weiter, da wir immer neue Ecken und Locations entdecken.

Die meisten Städtetrips machen bei schönem Wetter mehr Spaß. Wer in einem der vielen Kölner Museen seine Zeit verbringt, ist komplett wetterunabhängig (Odysseum, Römisch-germanisches Museum, Schokoladenmuseum…. Zum Glück ist es von Frankfurt aus nicht weit nach Köln!).

Reisevorbereitung Köln

Die Reihe „Eine Stadt in Biographien: Merian porträts“  hat auch eine Kölner Ausgabe. Erzählt werden kurzweilige Biographien von Menschen, welche die Stadt geprägt haben. Unbedingt lesenswert!

Wir haben zuletzt im Hotel Ibis Budget an der Messe übernachtet. Die Zimmer waren sauber und absolut ausreichend für einen kurzen Aufenthalt in Köln mit Kindern. Zu Fuß dauert es, über die Hohenzollernbrücke, ungefähr eine halbe Stunde bis zum Dom.

Kölner Dom

Der erste Weg, wie sollte es anders sein, führt uns immer wieder zum Dom. Der Kölner Dom ist das dritthöchste Kirchengebäude der Welt.

Noch beeindruckender finden wir allerdings die Geschichte der Bauzeit des Doms: Der Grundstein zum Bau wurde im 13. Jahrhundert gelegt, die Vollendung des Domes erfolgte jedoch erst im 19. Jahrhundert! Auch sehr spannend: Ein Teil der Baupläne wurde 1814 auf dem Dachboden eines Restaurants in Darmstadt, ein anderer Teil 1816 in Paris bei einem Antiquitar entdeckt.

Da der Dom nicht beheizt ist, ist es sehr kühl dort. Aber immerhin sind wir hier windgeschützt. Faszinierend sind vor Allem die Fenster. Die oberen Fenster sind modern / abstrakt (2007) und wurden von dem Maler Gerhard Richter entworfen. Angeblich soll bei einer gewissen Sonneneinstrahlung eine richtig mystische Stimmung entstehen. Da wir scheinbar nicht den passenden Sonnenschein hatten, können wir dazu nichts sagen. Uns persönlich gefielen die ursprünglichen Fenster auch viel besser. Mark war richtig gefesselt von den Farben. Wenn die Fenster im Sonnenlicht waren, leuchteten die Heiligenscheine golden, das rot glänzte rubinrot… Richtig toll!

Gerne hätten wir auch die Ausgrabung im Dom besucht, allerdings waren wir zu spät. Man kann hierfür telefonisch vorab Karten reservieren, oder Restkarten vor Ort erhalten. Uhrzeiten und Anzahl der freien Plätze findet man auf der Internetseite des Domes. Die Homepage (https://www.koelner-dom.de/home)  ist sehr zu empfehlen, um sich im Vorfeld über den Dom zu informieren! Gerade wenn Ihr Köln mit Kindern entdecken möchtet, hilft so eine Vorbereitung, damit alles stressfrei abläuft.

Groß Sankt Martin

Während wir am Rheinufer Donuts aßen, entdeckten wir ein „Türmchen“, das wir uns näher anschauen wollten.

Gelandet sind wir im Martinsviertel vor der Kirche Groß Sankt Martin. Eine schnuckelige Ecke in Köln. Die  Wandbilder der Kirche stellen Jesu Kreuzigung dar. Riesig gefreut haben wir uns, dass man für weniger als einen Euro unter der Kirche die Ausgrabung besichtigen konnte.

Kirche-Köln-Groß-St-Martin-Ausgrabung

Schokoladenmuseum Köln mit Kindern

Über die Frage „Schokoladenmuseum mit oder ohne Kinder“ muss man wohl nicht diskutieren. Selbstverständlich ist das Museum in Köln für Kinder ein absolutes Highlight.

Das Museum ist spielerisch aufgebaut. Überall gibt es Klappen und Hebel, um etwas zu entdecken. Anschaulich wird zum Beispiel erklärt, welche (positiven) Auswirkungen die verschiedenen Inhaltsstoffe auf den Körper haben. Es gibt viele Interessante Dinge vom Anbau, über die Produktion bis hin zum Verkauf zu erfahren.

Im Tropenhaus herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 70%. Hier wachsen Bananen, Vanille und viele andere nicht heimische Pflanzen. Wer an der Vielfalt der Pflanzenwelt Spaß hat, kann sich auch gerne unseren Bericht über den Palmengarten in Frankfurt anschauen!

Jonas staunte über den Schokoladenverbrauch (Deutschland ist vorne mit dabei) und gleichzeitig riefen wir beim Anblick eines großen Bottiches mit flüssiger Schokolade „Boah da drin baden wäre toll!“.

Klarer Höhepunkt des Museums war natürlich die Produktionshalle. Hier kann man Mensch und Maschine bei der Herstellung der Schokolade zusehen. Zum Glück steht hier auch der berühmte Schokoladenbrunnen! Bei so viel Schokogeruch musste endlich auch mal genascht werden!

In der späteren Ausstellung wurden unter anderem alte Münzautomaten dargestellt. Gegen Einwurf erhielt man Schokolade, Bonbons oder andere Dinge. Wer sich auch die historische Geschichte des Schokoladenmuseums anschaut, stößt auf den Namen „Stollwerck“. Ludwig Stollwerck stellte die ersten Münzautomaten auf. Bald konnte man diese sogar in New York finden. Auch wenn es heute für uns selbstverständlich ist, einen Automaten zu bedienen, 1887 standen die Menschen vermutlich mit staunenden Augen davor.

Zum Thema Nachhaltigkeit gibt es viele Infotafeln und Erläuterungen. Wer hierzu noch mehr erfahren möchte, kann sich auch auf der Lindt Homepage mal umschauen.

Uns hat der Besuch sehr gut gefallen. Kinder ab dem Kindergartenalter haben hier viel Spaß, nach oben ist keine Grenze gesetzt. Wir waren samstags vormittags im Schokoladenmuseum in Köln. Nachmittags hatte sich schon eine lange Warteschlange an der Kasse gebildet! Überlegt euch im Vorfeld, ob Ihr an einer Führung teilnehmen möchtet!

Schokobrunnen-Schokoladenmuseum-Köln-mit-Kindern

Rautenstrauch-Joest Museum in Köln mit Kindern

Da ich im Vorfeld ein wenig über den weitgereisten Wilhelm Joest gelesen hatte, war ich total gespannt auf das Völkermuseum „Rautenstrauch-Joest“. Als Enkel eines wohlhabenden Zuckerfabrikanten bereiste er die Welt. Nach seinem Tod vermachte seine Schwester, Adele Rautenstrauch, seine Sammlung der Stadt Köln.

Im Museum gibt es viele beeindruckende Ausstellungsstücke aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika. Ein großer Reisspeicher aus Indonesien steht direkt im Eingangsbereich. Leider waren wir schlecht vorbereitet, sonst hätten wir uns die Audioguides herunter geladen (es gibt sogar einen Kinder-Audioguide).

Das Museum ist thematisch aufgebaut, nicht geographisch. Dies empfanden wir als etwas ungewohnt. Die Ausstellung „Tod und Jenseits“ fanden wir am Interessantesten. Nehmt euch die Zeit und schaut euch die Videos zu den Beerdigungsriten an!

Zusammenfassend muss ich zugeben, dass wir nicht begeistert waren. Eine Führung oder der Audioguide hätten die Exponate sicher mit spannenden Geschichten gefüllt und einen anderen Eindruck hinterlassen. Wenn Ihr dort seid, also daran denken und auch Kopfhörer einpacken!

Praetorium Köln / MiQua

Das Praetorium in Köln war der Amtssitz des römischen Statthalters in Köln. Wir waren Anfang März 2019 im Praetorium. Dort konnten wir mit den Kindern den römischen Abwasserkanal und die Ausgrabungsstätte des Praetoriums besichtigen. Auf Grund der Bauarbeiten (Erweiterung) schließt die Ausgrabungsstätte Ende März 2019 und eröffnet voraussichtlich im Jahr 2021 als MiQua wieder.

Kölner-Dom-Strandfamilie
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