Auch in diesem Winter war für uns schnell klar: Wir wollen Sonne. Wir wollen raus. Und wir wollen einen Ort, an dem wir nicht nur am Strand liegen, sondern wirklich unterwegs sein können.
Im Februar ging es deshalb für uns in die Dominikanische Republik – allerdings nicht als klassischer All-Inclusive-Urlaub, sondern als Reise für Individualreisende mit Mietwagen.
Bevor wir gebucht haben, kamen kleine Zweifel auf. Die Hinweise der „Sicher Reisen“-App klangen stellenweise ernst. Im Internet fanden wir allgemeine Warnungen zur Sicherheit in der Dom Rep, aber erstaunlich wenig konkrete Erfahrungsberichte von Menschen, die das Land wirklich selbstständig mit dem Auto erkundet haben.
Also haben wir uns gefragt: Ist die Dominikanische Republik ein sicheres Reiseland für Individualreisende? Können wir in der Dom Rep problemlos ein Auto mieten und damit die Insel erkunden?
In diesem Guide teilen wir unsere ehrlichen Erfahrungen, konkrete Tipps zum Thema mit dem Mietwagen durch die Dominikanische Republik und eine realistische Einschätzung zur Sicherheit – speziell für Paare und Individualreisende, die mehr wollen als nur Hotelanlage und Strand.
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In der Dominikanischen Republik mit dem Mietwagen unterwegs
Für wen ist ein Mietwagen sinnvoll – und für wen eher nicht?
Für uns war relativ schnell klar: Wir wollen nicht an einem Ort bleiben. Wir wollten verschiedene Regionen sehen, die Unterschiede spüren, kleine Unterkünfte ausprobieren, spontan anhalten können. Genau dafür ist ein Mietwagen in der Dom Rep ideal.
Sinnvoll ist er vor allem für:
- Paare oder Familien, die flexibel unterwegs sein wollen
- Roadtrip-Fans
- Wenn ihr abgelegene Unterkünfte mögt (wie wir – unsere konkreten Unterkunftstipps findet ihr im Artikel mit unserer Route durch die Dominikanische Republik)
- alle, die bewusst nicht im All-Inclusive-Resort bleiben möchten
Ein Mietwagen ist nicht die einzige Möglichkeit für Dominikanische Republik Individualreisende. Viele Einheimische sind mit dem Roller unterwegs. Und auch ihr könnt in den meisten Orten problemlos einen Roller mieten. Wir haben unterwegs andere Individualreisende getroffen, die mit dem Bus durchs Land gefahren sind und sich vor Ort immer wieder einen Roller genommen haben, um flexibel zu bleiben.
Wenn ihr dagegen einen klassischen Strandurlaub plant, vielleicht sogar mit Transfer vom Flughafen direkt ins Hotel – dann braucht ihr keinen Mietwagen.
Wie sicher ist es wirklich, selbst zu fahren?
Wenn ihr nach „Dom Rep Sicherheit“ oder „Ist die Dominikanische Republik ein sicheres Reiseland?“ sucht, landet ihr schnell bei vielen Warnungen. Hier ein Auszug der Hinweise des Auswärtigen Amts: Die Dominikanische Republik gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Quote an Verkehrstoten. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist die größte Gefahr für ausländische Reisende.
→ Hier gehts zu den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen für die Dominikanische Republik
Im Gegenzug haben wir jedoch nur wenige echte Erfahrungsberichte zur Individualreise durch die Dominikanische Republik gefunden.
Unsere ehrliche Einschätzung zum Straßenverkehr: Es ist wuselig und ständig in Bewegung. Viele Autos, LKWs, unzählige Roller. Gefühlt passiert alles gleichzeitig.
Und trotzdem: Mark hat es sehr genossen, dort Auto zu fahren. Alles ist immer in Bewegung, aber irgendwie achten alle aufeinander. Es wirkt chaotisch – funktioniert aber erstaunlich gut. Man fährt aufmerksam, reagiert schnell und denkt für andere mit.
Das heißt nicht, dass ihr unvorbereitet losfahren sollte. Es gibt einige wichtige Dinge, die ihr wissen müsst – gerade was Nachtfahrten, Schlaglöcher oder Überholmanöver angeht. Diese Infos erklären wir euch weiter unten ganz konkret.
Auch ansonsten haben wir uns sehr sicher gefühlt. Auf der Seite des Auswärtigen Amts wird speziell vor Raubüberfallen mit Motorrädern gewarnt, Drogenschmuggel aus Unkenntnis oder vor der Beschuldigung vor Straftaten. Wir empfehlen euch, dass ihr euch diese Warnhinweise durchlest und entsprechend achtsam durch das Land reist.
Ist die Dom Rep ein gutes Roadtrip-Land?
Die Distanzen sind nicht groß für einen Roadtrip. Von Punta Cana nach Las Terrenas braucht ihr rund vier Stunden – komplett über eine gut ausgebaute Autobahn.
Spannender fanden wir allerdings die Nord-Route auf die Halbinsel Samana. Dort fahrt ihr durch kleine, authentische Dörfer, in denen gefühlt alle paar Meter ein Lotteriestand steht. Durch kleinere Städte mit riesigen Schlaglöchern, quirligem Stadtleben und Menschen überall auf der Straße. Und manchmal eben auch durch Abschnitte, die eher Schotterpiste als Straße sind.
Das Gute ist: Ihr könnt wählen.
Wollt ihr schnell und unkompliziert von A nach B, nehmt ihr die Autobahn. Wollt ihr mehr vom echten Alltag sehen, fahrt ihr bewusst die längere Strecke.
Zur Straßenqualität: Meist gut bis okay. Wirklich schlechte Abschnitte sind eher punktuell.
Worauf ihr unbedingt achten müsst, sind die sogenannten „Bumper“ – Bodenwellen oder Vertiefungen zur Verkehrsberuhigung. Sie sind nicht immer ausgeschildert und tauchen teilweise überraschend auf. Hier fahren wirklich alle langsam drüber – und das aus gutem Grund. Wer zu schnell ist, merkt es sofort.
Für uns war der Roadtrip genau richtig, weil wir so verschiedene Regionen kennenlernen konnten – nicht nur eine. Gleichzeitig verstehen wir, dass nicht jeder ständig weiterziehen möchte. Wenn ihr mit Mietwagen reist, aber in einer Ferienwohnung bleiben wollt, ist die Frage wichtig: Nordküste oder Südküste?
Genau darauf gehen wir weiter unten noch ein – mit einer ehrlichen Einschätzung, für wen sich die Atlantikküste eignet und wer an der karibischen Südküste besser aufgehoben ist.
Mietwagen in der Dominikanischen Republik buchen
Wir haben mal wieder über CHECK24* gebucht und hatten vor Ort Europcar.
Bei uns lief’s jedenfalls so, wie man es sich wünscht: freundliche Abwicklung auf Englisch, kein Versicherungs-Geschiebe, alles zügig.
Was kostet ein Mietwagen realistisch pro Tag?
Wir lagen bei unter 55 € pro Tag. (Das ist natürlich immer abhängig von Saison, Buchungszeitpunkt und Fahrzeugklasse – aber als grobe Hausnummer für eure Planung ist das hilfreich.)
Wie hoch ist die Kaution?
Bei uns wurde die Kaution über 1.350 USD sauber geblockt und nach der Rückgabe wieder freigegeben – ohne Diskussion, ohne Stress. Wichtig ist das Prinzip: Kaution = Kreditkarten-Block, nicht „ihr zahlt das mal eben bar“.
Welche Kreditkarte braucht ihr?
In der Regel braucht ihr eine „echte“ Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers, weil darüber die Kaution geblockt wird. Debitkarten, Prepaid-Karten und Karten von anderen Personen werden häufig nicht akzeptiert.
Welche Fahrzeugklasse ist sinnvoll?
Wir hatten einen Hyundai Tucson (2×4) – sauber, gut in Schuss – und sind damit super klargekommen. Obwohl einzelne Unterkünfte an wirklich schlechten Straßen lagen, hat es funktioniert.
Braucht ihr einen internationalen Führerschein?
Wollte bei uns niemand sehen – weder bei der Abholung noch bei Verkehrskontrollen. Trotzdem: Schaden tut’s nicht, wenn ihr ihn dabeihabt (gerade, wenn ihr Diskussionen vermeiden wollt).
Versicherungen für den Mietwagen in der Dom Rep
Wir hatten über CHECK24* das Gold-Paket gebucht. Enthalten waren:
- Haftpflicht
- Vollkasko mit Erstattung der Selbstbeteiligung
- Diebstahlschutz
Das bedeutet: Sollte ein Schaden entstehen, zahlt ihr zunächst die Selbstbeteiligung an den Vermieter und bekommt sie anschließend vom Versicherer zurückerstattet.
Unser zusätzlicher Tipp: Schaut auch in eure Kreditkarten-Bedingungen. Manche Premium-Kreditkarten enthalten bereits eine Mietwagen-Vollkasko. Besonders mit der Platin-American Express seit Ihr natürlich genial abgesichert. Über diesen Einladungslink* könnt Ihr Euch einen fetten Willkommensbonus sichern.
Abholung & Rückgabe
Die Station war fußläufig am Flughafen, die Übergabe lief freundlich und unkompliziert, und auch Rückgabe + Kautionsfreigabe waren einwandfrei. Kein Nachkarten, kein „neuer Kratzer“, kein Theater.
Unsere Tipps für die Mietwagen- Übernahme
Wir filmen bei der Abholung einmal komplett das Auto. Langsam. Von allen Seiten.
Zusätzlich fotografieren wir sichtbare Schäden, den Kilometerstand und die Tankanzeige.
Und ganz wichtig: Schaut euch die Scheiben genau an. Kleine Steinschläge übersieht man schnell.
Autofahren in der Dominikanischen Republik – was euch wirklich erwartet
Unsere erste Autofahrt in der Dominikanischen Republik war ehrlich gesagt kein Traumstart: Ankunft am Abend im Dunkeln und bei Regen. Wir kannten die Strecke nicht, die Sicht war schlecht – nicht ideal.
Deshalb unser erster, klarer Tipp an euch: Vermeidet – wenn möglich – Fahrten im Dunkeln.
Gerade in den Tropen wird es das ganze Jahr über früh dunkel. Und viele Straßen sind unbeleuchtet. Dazu kommen Schlaglöcher, unerwartete Bodenwellen und Roller ohne wirklich gute Beleuchtung. Tagsüber ist das alles gut machbar. Nachts fühlt es sich deutlich anstrengender an. Verwirrend sind dann auch die vielen Lichter, denn: Roller fahren gerne auch mal auf der falschen Seite – sprich auf eurer Seite und kommen euch entgegen.
Wie chaotisch ist der Verkehr wirklich?
Auf den ersten Blick: sehr.
Gerade in Städten wirkt alles wuselig. Autos, LKWs, Roller, Fußgänger – gefühlt bewegt sich alles gleichzeitig. Beschilderung ist eher sparsam. Und wir waren uns öfter nicht ganz sicher, wie schnell man eigentlich fahren darf.
Trotzdem – und das hat uns überrascht – ist der Verkehr irgendwie im Fluss. Alle achten aufeinander. Es funktioniert viel über Aufmerksamkeit und nonverbale Kommunikation.
Es gibt sogar eine Art „Umgangsregeln“:
- Wenn euch jemand überholt, hupt er meist kurz als Warnsignal.
- Muss der Überholende auf die Gegenspur ziehen, gibt er dem Gegenverkehr oft per Lichthupe ein Zeichen.
Viele rote Ampeln haben einen Countdown-Timer. Ihr seht also, wie lange es noch rot oder grün bleibt.Was wir außerdem beobachtet haben: An roten Ampeln wird häufig rechts abgebogen. Das scheint gängige Praxis zu sein.
Was wirklich wichtig ist beim Fahren
Spiegel. Spiegel. Spiegel.
Ihr müsst ständig im Blick behalten, was hinter euch und neben euch passiert. Roller tauchen schnell auf, Autos wechseln spontan die Spur. Wer aufmerksam fährt und defensiv denkt, kommt gut zurecht.
Wir würden es so beschreiben:
Der Verkehr ist weniger regelbasiert – aber sehr aufmerksamkeitsbasiert.
Welche Geschwindigkeitslimits gelten?
Als grobe Orientierung gelten:
- Innerorts: 40–60 km/h
- Auf Landstraßen: 60–80 km/h
- Auf Autobahnen: 100–120 km/h
Polizei, Checkpoints & Maut – was tun, wenn …
Wir hatten Kontakt mit zwei unterschiedlichen Arten von Kontrolleuren:
- National Police (graue Uniformen): Von ihnen wurden wir einmal angehalten. Die Frage war schlicht: „Wie geht es euch? Alles okay?“ Wir sagten ja. Sie wünschten uns eine gute Weiterfahrt. Das war’s.
- DIGESETT Officers (grüne Uniformen): Sie regeln vor allem den Verkehr. Und mit ihnen hatten wir mehrere Begegnungen.
Dreimal wurden wir an derselben Stelle angehalten.
Beim ersten Mal hieß es: zu schnell. Option: 3.000 DOP sofort zahlen – oder 5.000 DOP bei einer Polizeistelle in Santo Domingo. Eine Quittung oder ein offizielles Ticket bekamen wir nicht.
Beim zweiten Mal – wieder dieselbe Stelle – waren wir angeblich zu langsam. Wir haben ruhig erklärt, dass wir hier erst vor ein paar Tagen ein „Ticket“ bekommen hatten. Antwort: Wir sollten schneller fahren. Er gab uns nur eine „Verwahrnung“ und wir durften weiter fahren.
Beim dritten Mal – wieder zu schnell. Diesmal wussten wir aber ziemlich genau, wie schnell wir unterwegs waren. Es wurde ein Geschwindigkeitsmesser gezeigt, der beweisen sollte, dass wir zu schnell gewesen wären. Als wir ansetzten zu erklären, dass wir hier bereits zweimal kontrolliert worden waren, unterbrach er uns, gab den Führerschein zurück und wünschte eine gute Fahrt. Kein Ticket.
Alle Gespräche fanden ausschließlich auf Spanisch statt. Bei Verständigungsproblemen nutzten die Kontrolleure einen Übersetzer auf dem Handy. Unser deutscher Führerschein wurde problemlos akzeptiert.
Die Empfehlung des Auswärtigen Amts lautet: Verweigern Sie die Zahlung eines Bußgeldes nicht grundsätzlich, jedoch bestehen Sie auf der Aufnahme der Personen- und Fahrzeugdaten sowie auf einem Strafzettel, der dann bei einer Bank beglichen werden kann.
Wie funktionieren die Mautstraßen?
Mautstraßen gibt es immer wieder – vor allem auf gut ausgebauten Autobahnen.
Die Preise sind fest und stehen auf Schildern vor der Station. Es gibt mehrere Spuren – ihr wählt einfach eine für normale Autos und bezahlt bar („efectivo“).
Ablauf:
- Anfahren
- Schein übergeben
- Rückgeld bekommen
- Weiterfahren
Unkompliziert. Schnell.
Und ehrlich gesagt: eine perfekte Gelegenheit, um große Scheine klein zu machen. Gerade bei Straßenverkäufern oder kleineren Läden ist es sehr hilfreich, wenn ihr kleinere Scheine habt.
Navigation unterwegs
Wir haben ausschließlich Google Maps genutzt – in Verbindung mit Apple CarPlay. Das hat für uns sehr gut funktioniert. Die Routen waren nachvollziehbar, Staus wurden berücksichtigt und auch kleinere Straßen wurden zuverlässig angezeigt.
Ihr könnt bei Google Maps vorab eine Region als Offline-Karte herunterladen. Das hatten wir ehrlich gesagt nicht gemacht – gibt aber zusätzliche Sicherheit.
eSIM für die Dominikanische Republik
Wir haben ausschließlich mit eSIM gearbeitet, physische SIM Karten kaufen wir uns im Ausland schon länger nicht mehr. → Unsere grundsätzlichen Infos zu Internet im Ausland.
Zwei Anbieter haben wir getestet. Die deutlich bessere Wahl war Airalo*. Diese eSIM hat sich automatisch ins jeweils stärkste verfügbare Netz eingewählt und hatte spürbar stabileres Internet als unsere zweite eSIM. Mit dem Rabatt-Code „MARK50383“ bekommt Ihr sogar 3 Euro Nachlass auf Euren ersten Einkauf bei Airalo*.
Für normale Nutzung – Navigation, WhatsApp, schnelle Recherche – völlig ausreichend.
Einziger Haken: Die Hotspot-Funktion zum Arbeiten am Laptop war bei beiden eSIMs nicht ideal. Für kurze Mails ging es, aber für längeres, stabiles Arbeiten würden wir uns nicht darauf verlassen.
Tanken, Parken und Sicherheit unterwegs
Gerade beim Thema Dom Rep Mietwagen fragen sich viele: Wie kompliziert ist das eigentlich unterwegs?
Unsere Erfahrung: überraschend unkompliziert.
Gibt es genug Tankstellen?
Ja. Und zwar wirklich viele.
Wir hatten nie das Gefühl, gezielt eine Tankstelle suchen zu müssen. Überall gab es genügend Tankstellen.
Wir läuft das Tanken ab?
Getankt wird mit Service.
Ihr fahrt ran, werdet an eine freie Säule gewunken und sagt einfach, was ihr möchtet. Zum Beispiel: „Lleno, regular por favor.“ (Volltanken, normaler Kraftstoff.)
Der Mitarbeiter tankt für euch. Bezahlt wird direkt an der Säule – in bar. Wir haben immer dem Servicemitarbeiter selbst gezahlt.
Was ist ein „Parqueador“ – und muss ich zahlen?
An manchen Parkplätzen gibt es sogenannte Parqueadores. Das sind Parkeinweiser, die euch einen Platz zeigen oder ein Auge auf die Fahrzeuge haben.
Die meisten Strandparkplätze waren kostenfrei. Wenn Parkgebühren anfallen, steht der Preis normalerweise auf einem Schild.
In wenigen Fällen war das nicht eindeutig. Dann haben wir 100 DOP fürs Parken gezahlt. Eine Ausnahme war der Parkplatz am Salto El Limón.
Dort wollte der Parqueador zunächst 3.000 DOP. Wir wussten allerdings schon aus vorheriger Recherche, dass es hier häufiger Diskussionen gibt. Am Ende haben wir 300 DOP gezahlt.
Ist es sicher, mein Gepäck im Auto zu lassen?
Wir haben versucht, nichts sichtbar im Auto zu lassen.
Unser Ablauf war meistens so:
Erst Check-in in der Unterkunft, Gepäck abgeben – dann weiter. Manchmal hat das nicht geklappt. Es ist trotzdem nichts passiert. Wir haben unsere Wertsachen wie Reisepässe, Geld und Handys dann am Strand und im Wasser in diesem wasserdichten Beutel (Amazon)* dabei gehabt. Weitere Wertsachen wie der Laptop waren unter der Abdeckung des Kofferraums beim Ersatzreifen im Pacsafe (Amazon)* festgeschlossen.
Mit dem Mietwagen nach Santo Domingo – ja oder nein?
Wir selbst haben Santo Domingo ausgelassen.
Mehrere andere Reisende haben uns gesagt, es sei hektisch, anstrengend, verkehrstechnisch stressig – und mit dem Mietwagen nicht unbedingt lohnenswert.
Unsere Route durch die Dom Rep
Unsere Route brachte uns sowohl an die Atlantikküste als auch an die Karibikküste. So konnten wir beide Seiten der Insel kennenlernen.
- Gestartet sind wir bei Playa Macao mit einem Abstecher nach Bávaro – zwei Nächte. Unsere Unterkunft: Kleines, einfaches Hostel mit eigenem Schlaf- und Badezimmer und sehr nettem Gastgeber (Booking.com)*
- Danach ging es auf die Halbinsel Samaná, nach Las Terrenas – zwei Nächte. Unsere Unterkunft: Süße Bambushütten mit Blick auf den Wald (Booking.com)*.
- Zwei Nächte in einer Strandhütte an der Nordküste (Booking.com)*.
- Nochmal zwei Nächte auf der Halbinsel Samaná, diesmal ganz am Ende. In mal wieder einer schnuckeligen Unterkunft (Booking.com)* von der aus wir bequem zum Strand laufen konnten – guter Standort fürs Whale Watching.
- Zum Abschluss 4 Nächte an der Karibikküste bei Bayahibe. Unsere Unterkunft: Kleine Anlage mit Pool, die sehr liebevoll vom herzlichen Gastgeber selbst gebaut wurde (Booking.com)*.
→ Hier gehts zur ausführlichen Route mit Ausflugtipps und genaueren Infos zu den Unterkünften.
Statt eines Roadtrips lohnt es sich auch sehr, dass ihr euch für einen Standort entscheidet und euch dort eine Ferienwohnung mietet. Dann solltet ihr euch jedoch entscheiden, ob ihr an der Atlantikküste oder an der Karibikküste bleiben möchtet.
Atlantikküste – für wen lohnt sie sich?
Die Atlantikküste ist rauer. Welliger. Das Wasser und auch die Luft sind spürbar kühler als an der Karibikküste.
Hier oben sind viele Kiter unterwegs – zum Beispiel rund um Cabarete. Auch Surfer zieht es eher an diese Seite.
Optisch haben uns die Strände hier besser gefallen. Lange, offene Küstenabschnitte.
Wenn wir uns für einen festen Standort mit Ferienhaus entscheiden müssten, würden wir die Atlantikküste wählen mit einem Ferienhaus am Playa Bonita oder Playa Coson.
Karibikküste – für wen lohnt es sich?
Das Meer ist hier wärmer. Es gibt kaum Wellen. Die Strände sind oft sehr flach abfallend. Ich konnte häufig im kompletten Schwimmbereich noch stehen – das macht es als Standort für den Familienurlaub mit kleinen Kindern sehr passend.
Dazu kommt eine ausgeprägte touristische Infrastruktur. Viele Souvenirshops. Viele Restaurants. Viele All-Inclusive-Hotels.
Wenn ihr sagt:Wir möchten warmes, ruhiges Wasser. Wir möchten baden. Wir möchten Komfort. Dann ist die Karibikküste wahrscheinlich die bessere Wahl für euch.
GetYourGuide* - Ausflugstipps in der DomRep:
Anreise: Welcher Zielflughafen in der Dominikanischen Republik bietet sich an?
Wir sind direkt von Frankfurt nach Punta Cana International Airport geflogen – mit einem Sparangebot von Condor*.
Hinflug: etwa 10 Stunden.
Rückflug: knapp 8 Stunden.
Welche Flughäfen sind sinnvoll?
Wenn ihr eure Route plant, lohnt sich ein genauer Blick auf die Zielflughäfen.
Neben Punta Cana solltet ihr auch diese Optionen prüfen:
- La Romana International Airport – ideal für die Karibikküste rund um Bayahibe
- Flughafen Puerta Plata – ideal für die Atlantikküste
Direktflug oder Zwischenstopp?
Wenn euch ein Direktflug nicht so wichtig ist, kann ein Zwischenstopp deutlich günstiger sein.
Die Dominikanische Republik ist ein extrem beliebtes Reiseziel für Kanadier. Entsprechend gut sind die Flugverbindungen – vor allem mit Umstieg in Kanada.
Das hat bei uns sogar zu einer kleinen Überraschung geführt:
In Restaurants wurden wir öfter auf Französisch angesprochen. Gerade bei Gästen aus Québec scheint die Dom Rep sehr beliebt zu sein.
- Hier bietet sich der Samaná El Catey International Airport an – perfekt, wenn ihr hauptsächlich nach Las Terrenas oder auf die Halbinsel Samaná möchtet
Geld & Bezahlen in der Dominikanischen Republik
In der Dominikanischen Republik läuft sehr viel über Bargeld. In unseren zwei Wochen haben wir genau einmal mit Karte im Restaurant gezahlt. Ansonsten wurde fast alles bar bezahlt – inklusive der meisten Unterkünfte.
Oft bekommt ihr Preise zusätzlich in US-Dollar genannt. Gerade bei Unterkünften oder Tourenanbietern ist das üblich. Es wurde dann einfach mit dem aktuellen Umrechnungskurs auf einem Taschenrechner multipliziert und uns der DOP Preis genannt.
Wir haben konsequent in Dominikanischen Pesos (DOP) gezahlt.
Geld abheben – unsere Erfahrung
Wir haben bevorzugt an Automaten der Scotiabank Geld abgehoben. Ausschließlich mit der DKB-VISA-Karte*, da da zumindest keine Barabhebungsgebühren der DKB anfallen.
Auch kleinere Banken hatten die üblichen Kreditkarten-Symbole am Automaten. Trotzdem wurden wir dort vom Personal mehrfach weggeschickt. Warum genau, können wir euch nicht sagen – es war jedes Mal etwas undurchsichtig.
Wichtig zu wissen: Beim Abheben fallen Gebühren der lokalen Bank an. Deshalb haben wir immer den maximal möglichen Betrag gewählt – und darauf geachtet, eine möglichst kleine Stückelung zu bekommen.
Kleine Scheine sind Gold wert. Gerade bei:
- Obstverkäufern
- kleinen Comedores (lokale Restaurants)
- Parkeinweisern
Sprache: Ohne Spanisch wird es schwierig
Gerade außerhalb größerer Hotels oder touristischer Hotspots konnten viele Menschen kein Englisch – auch nicht in Unterkünften oder bei Kontrollen.
Spanisch ist in der Dominikanischen Republik definitiv ein großer Vorteil.
Ihr müsst nicht fließend Spanisch sprechen. Aber ein paar grundlegende Wörter und speziell die Zahlen helfen enorm – lernt nach dem Preis zu fragen: „Cuanto cuesto esto?“ und die Zahlen dann zu verstehen
Wir haben gemerkt: Selbst grammatikalisch schiefes Spanisch wird sehr positiv aufgenommen. Die Menschen waren durchweg freundlich, geduldig und hilfsbereit.
Für kompliziertere Situationen – etwa bei Polizeikontrollen oder Diskussionen – haben wir einfach einen Übersetzer auf dem Handy genutzt.
Meine Motivation meine Spanisch-Kenntnisse zu verbessern ist jetzt enorm gestiegen. Lest hier unsere Tipps fürs Sprachen lernen für den Urlaub mit unseren Lieblingsapps.
Unsere Erfahrungen: Dom Rep für Individualreisende
Während unserer zwei Wochen Rundreise in der Dominikanischen Republik mit dem Mietwagen haben wir uns sehr sicher und wohl gefühlt. Es war für uns auf jeden Fall die perfekte Variante diese karibische Insel kennenzulernen – jeden Stopp können wir empfehlen.
Der Straßenverkehr kann für ungeübte Fahrer herausfordernd sein. Insgesamt solltet ihr sehr aufmerksam am Straßenverkehr teilnehmen.
Die Einheimischen sind uns immer nett begegnet. Tut einfach den ersten Schritt und grüßt auf Spanisch! Aufdringliche Verkäufer hatten wir nirgends und bei Wanderungen haben die Einheimischen stets auf uns geachtet (obwohl wir ja nicht zusammen unterwegs waren): Als wir zu einem versteckten Strand wollten, zeigte uns jemand den Weg und da ich barfuß war, bot er mir sogar seine Schuhe an.
Lasst euch nicht täuschen: Auf den ersten Blick mag das Land nicht so voller Lächeln sein, wie es Südostasien-Urlauber gewohnt sind, aber am Ende schien uns alles immer sehr freundlich, ehrlich und offen.
Unsere weiteren Reiseberichte zur Dominikanischen Republik:
Vielen Dank für eure Unterstützung!
Wir hoffen, unsere Beiträge konnten euch bei der Reiseplanung helfen. In diesen Blog investieren wir viel Zeit und Leidenschaft, und wir stellen die Inhalte gerne kostenlos zur Verfügung. Falls ihr unsere Arbeit finanziell wertschätzen möchtet, freuen wir uns über eine kleine Unterstützung – so helft ihr uns, weiterhin nützliche Inhalte für euch zu erstellen.
Mehr als 3 Jahre Weltreise mit Kindern – einmal um die Welt. Und jetzt? Vom Freiheitsgefühl auf Reisen zurück in den Schulalltag. Im Newsletter berichte ich euch ehrlich und offen über unsere Rückkehr nach Deutschland und wie uns der Neustart gelingt. Abonniert jetzt den Newsletter, um an unserer Gedankenwelt teilzuhaben und zudem kein spannendes Reiseziel mehr zu verpassen.
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Transparenzhinweis
Bei unseren Reisetipps für die Dominikanische Republik handelt es sich – wie bei allen unseren Blogartikeln – um unsere eigenen Erlebnisse und Erfahrungen. Es handelt sich nicht um eine bezahlte oder beauftragte Kooperation, alle Ausgaben haben wir selbst finanziert.
→ Erfahrt hier mehr über unseren Wertekodex.
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