Großstädte mit Kindern sind für uns nicht unbedingt das bevorzugte Reiseziel: Oft sind sie chaotisch, laut und unübersichtlich. Nach den ersten Minuten im Straßenverkehr vom Flughafen in die Innenstadt hatte ich deshalb große Bedenken: Was für ein verrückter Verkehr!
Doch kaum waren wir angekommen, verflogen sie wieder. Wir haben Ciudad de México, kurz CDMX, als viel entspannter erlebt als erwartet.
In diesem Blogbeitrag zeigen wir euch unsere Highlights für Mexico City mit Kindern. Wir nehmen euch mit ins Frida-Kahlo-Museum und verraten euch, welches zentral gelegene Hotel wir für euer Sightseeing-Programm empfehlen.
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Übernachten in Mexico City mit Kindern
Wie für jede andere Großstadt gilt natürlich auch hier: Es gibt Ecken, die ihr gerade mit Kindern meiden solltet und viele Viertel, die als sicher gelten.
Für eine Unterkunft kommen zum Beispiel Centro Histórico, Roma, Condesa, Coyoacán und Polanco infrage. Wir haben mit unseren Kindern zentral im Centro Historico übernachtet und können euch das perfekt gelegene und vergleichsweise günstige Hotel Ritz Ciudad de Mexico empfehlen (Booking.com-Link)*.
Zuvor waren wir gerade durch die USA gereist – und nach Motels mit fleckigen Teppichen, die in der Zeit stehen geblieben schienen und einem Frühstück, dass auf Plastiktellern aus Plastiktüten serviert wurde – fühlten wir uns im Hotel Ritz wie die Könige! Saubere, moderne Zimmer, dazu noch deutlich größer als erwartet und ein sehr leckeres Frühstück – die perfekte Base für den Städtetrip in Mexico Stadt.
Mexico City mit Kindern: Sehenswürdigkeiten und unsere Erfahrungen
Sehenswürdigkeiten im Centro Historico
1.) Palacio de Bellas Artes
Der „Palast der schönen Künste“ ist UNESCO Weltkulturerbe und gilt als wichtigstes Kulturhaus Mexikos. Im Inneren könnt ihr euch das Kunstmuseum oder das Architekturmuseum anschauen oder natürlich eine Vorführung oder Oper buchen.
Wir haben uns auf das Treiben außerhalb beschränkt: Mit seiner bunten Kuppel ist das Opernhaus sowieso schon sehr sehenswert, aber am Wochenende gibt es rund um den Palacio de Bellas Artes im Park einiges zu sehen: Streetfood aller Art, Straßenkünstler und spielende Kinder tummeln sich dann hier.
Echtes Mittendrin-Highlight für Familien in Mexico-City.
2.) Torre Latinoamericana - Aussichtsplattform über Mexico Stadt
Das 44-stöckige Hochhaus Torre Latinoamericana wird hauptsächlich als Büroturm genutzt, jedoch findet ihr in den oberen Etagen die Aussichtsplattform Mirador Torre Latino.
Wir haben uns gegen den Besuch der Aussichtsplattform entschieden, da uns die Bilder von diesem nicht ganz überzeugt haben – jedoch wird euch dort oben vermutlich erst richtig klar, wie groß CDMX ist. Vor eurem Ticketkauf solltet ihr die Sichtbedingungen checken: Mexico-Stadt ist bekannt für sein Smog-Problem, was die Sicht natürlich stark einschränken kann.
3.) Palacio de Correos de Mexico - Highlight in Mexiko-Stadt
Das historische Postamt – oft auch Palacio Postal genannt – solltet ihr unbedingt besuchen! Noch nie haben wir solch ein prächtiges Postamt gesehen: Marmorboden, verschnörkelte Treppen und vergoldete Verzierungen überall – absolut sehenswert!
Der Besuch ist mittlerweile kostenpflichtig und die geführten Touren durch das Centro Historico (GetYourGuide)* führen auch am historischen Postamt vorbei, welches schon von Außen ein Hingucker ist. Das gilt aber tatsächlich für die meisten Gebäude hier – ein Traum für Architektur-Liebhaber.
4.) Templo Mayor und die Überreste von Tenochtitlan
Tenochtitlan wurde im 14. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich im 15. Jahrhundert zum Zentrum des Aztekenreiches. Die Stadt lag – heute kaum vorstellbar – auf Inseln im Texcoco-See. Im Mittelpunkt ihres heiligen Bezirks stand der Templo Mayor, eine große Tempelpyramide. Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt entstand dann später über Teilen der früheren Stadt, die Überreste des Templo Mayor könnt ihr heute besichtigen.
Bei unserem Besuch waren einige Bereiche wegen Bauarbeiten gesperrt. Trotzdem konnten wir von einem Fußgängerweg aus gut auf die Ausgrabungen blicken. Die archäologische Zone und das Museum des Templo Mayor sind wieder geöffnet, einen Zugang zur archäologischen Zone gibt es an der Plaza Seminario.
Und wenn ihr euch jetzt fragt, wo der See geblieben ist: Nach der spanischen Eroberung begann die Entwässerung des Seensystems, die über Jahrhunderte fortgesetzt wurde. Zudem führt die starke Entnahme von Grundwasser dazu, dass sich die tonhaltigen Schichten des ehemaligen Seebodens verdichten. Deshalb sinkt der Boden in Teilen der Stadt – je nach Ort um mehrere Zentimeter pro Jahr, stellenweise deutlich stärker – dies könnt ihr an vielen Gebäuden in der Stadt sehen.
5.) Kathedrale von Mexiko-Stadt
Direkt am Zocalo liegt die Kathedrale von Mexiko Stadt. Sie ist die größte Kathedrale des amerikanischen Kontinents. Ihr könnt die Kathedrale kostenfrei besuchen, lediglich ein kleiner Teil im Inneren ist kostenpflichtig. Wer auf Reisen gerne Kirchen besucht, sollte hier auf jeden Fall vorbeischauen.
Unser Besuch in der Kathedrale von Mexico City mit unseren Kindern war sogar ziemlich abenteuerlich. Als wir gerade die vergoldeten Verzierungen bewunderten, ertönte ein Alarmsignal. Männer in Warnwesten begleiteten uns auf einen Vorplatz, spanische Anweisungen, die wir nicht verstanden, wurden durch Megaphone erteilt. Es wurde gepfiffen, von überall kamen Arbeiter und Menschen. Alle stellten sich diszipliniert in Reihen auf und über uns kreiste ein Helikopter. Während ich noch schwankte, ob das jetzt spannend oder schon gefährlich ist, fiel Mark zum Glück ein: An der Hotelrezeption hing ein Schild, dass heute eine Katastrophenübung in der Stadt stattfand. Wir landeten also mittendrin. Und scheinbar machten wir unsere Sache gut. Es wurden alle fotografiert, ein bisschen applaudiert und dann ging das Sightseeing weiter. Da es in Mexiko-Stadt immer wieder zu teils verherrenden Erdbeben kommt, macht es durchaus Sinn, dass diese Katastrophenübungen dort regelmäßig stattfinden.
6.) Chinatown / Barrio Chino in Mexico City
Chinatown in Mexiko City ist nicht sonderlich groß. Durch das typische Eingangstor – ganz in der Nähe des Opernhauses – kommt ihr in das chinesische Viertel. Ihr findet dort leckeres und günstiges chinesisches Streetfood und allerlei Krimskrams. Süß zum durchlaufen und ideal, wenn ihr statt mexikanischer Köstlichkeiten Lust auf chinesisches Essen habt.
7.) Mercado de San Juan - zwischen Kulinarik und Erlebnis
Wenn ihr bei eurem Städtetrip in Mexiko Stadt mit euren Kindern vom Palacio de Bellas Artes kommend durch China Town gelaufen seid, solltet ihr noch ein Stückchen weitergehen und den Mercado de San Juan besuchen. In dieser mexikanischen Essenshalle könnt ihr euch mit Obst und Gemüse eindecken, exotische Waren bestauen und den ein oder anderen leckeren Snack einnehmen.
Und falls ihr euch jetzt sehr angesprochen fühlt: In Mexiko-Stadt gibt es richtig viele Food-Touren (GetYourGuide)*.
8.) Frida Kahlo Museum
Wer in Mexiko ist, kommt um Frida Kahlo einfach nicht herum. Überall seht ihr das markante Gesicht der Künstlerin in den Schaufenstern und jeder Souvenirshop bietet Frida Kahlo Erinnerungsstücke an. Also war klar: Wir besuchen das Frida Kahlo Museum in Mexiko Stadt mit den Kindern.
Im Museum erfahrt ihr viel über das tragische Leben Frida Kahlos, den ihr Leben verändernden Busunfall, wie sie liegend im Bett – mit einem Spiegel über sich – anfing, ihre Eigenporträts zu malen und selbstverständlich könnt ihr auch einige ihrer Kunstwerke bestaunen.
Der Besuch im Frida Kahlo Museum ist informativ und gehört auf jeden Fall zu den Dingen, die ihr in Mexiko-Stadt machen solltet – einfach weil Frida Kahlo so ein wichtiger Teil der mexikanischen Kultur ist.
→ Wichtiger Hinweis für dieses Museum in Mexiko Stadt: Vor Ort bekommt ihr keine Tickets mehr, ihr müsst diese frühzeitig online buchen.
9.) Das Viertel Roma in Mexiko-Stadt
Da wir in so vielen Reiseblogs gelesen hatten, dass das Viertel Roma so wunderschön sei, machten wir uns mit einem Uber auf den Weg dorthin. Gemütlich schlenderten wir durch den Park, sahen Boxer und Tänzern beim Freiluft-Training zu und staunten darüber, wie viele Hundesitter hier zu sehen waren. Schließlich gingen wir über die begrünte Avenida Amsterdam zum Mercado Roma Foodmarket. In der Foodhall findet jeder etwas zu Essen, von vegan über Paella bis Burger ist alles vertreten.
Colonia Roma ist ein schönes Viertel, extrem fußgängerfreundlich und begrünt. Hier trifft entspannter Hipster-Flair auf traditionelle mexikanische Kultur. Perfekt, wenn ihr euch Treiben lassen wollt und einfach das Leben beobachten möchtet.
Weitere Empfehlungen für Mexiko-Stadt:
- Teotihuacan – Pyramiden außerhalb (GetYourGuide)*
- Bootfahren Xochimilco
- El Angel, das Monument der Revolution
- Parque Chapultec
- Schloss Chapultec
- Plaza Garibaldi – abends treten dort Mariachis auf, auch tagsüber konnten wir viele von ihnen dort treffen. Allerdings haben wir uns auf dem Platz nicht so wohlgefühlt.
- Lucha Libre – Wrestling in Mexiko. Muss zugeben, ein Besuch hätte Mark sehr gereizt.
- Papalote Museo del Niño und Parque Urbano Aztlán
Unser Fazit zu Mexiko Stadt mit Kindern:
Wir haben einige Tage in Mexiko City verbracht, da dieser Zwischenstop die günstigste Flugverbindung auf unserer Reiseroute war. Somit war dies unser erster und bisher auch einzigster Aufenthalt in Mexiko. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in Mexico-Stadt und noch mehr entspannte bis hippe Ecken. Wir waren sehr überrascht, wie relaxt die Hauptstadt trotz dem Status als riesige Metropole war.
→ Extrem happy waren wir mit unserer zentralen Unterkunft. Das Centro Historico war vom Hotel Ritz (Booking.com)* prima zu Fuß erreichbar.
Das nächste Mal würde ich auf jeden Fall die Teotihuacan Pyramiden besuchen. Bin etwas traurig, dass wir dies nicht gemacht haben.
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Transparenzhinweis
Der Reisebericht zu den Sehenswürdigkeiten in Mexiko-Stadt entstand während unserem eigenen Städtetrip. Wir haben diese Reise selbst geplant, gebucht und gezahlt. Auf dem strandfamilie-Reiseblog gibt es keine bezahlten oder beauftragten Pressereisen.
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