Wenn wir einen Urlaub planen, haben wir meistens ein bestimmtes Bild vor Augen. Bisons im Yellowstone. Wanderungen durch besondere Felslandschaften. Oder – wie in diesem Fall – uns auf dem Wasser.
Und im Wasser.
Wie genial ein Hausbooturlaub auf der Saône in Frankreich sein kann, war uns vorher nicht wirklich klar. Das haben wir allerdings ziemlich schnell verstanden. Deshalb erzählen wir euch jetzt von unserer Woche ab Scey-sur-Saône: von einsamen Liegeplätzen, einfachen Schleusen, Tagen, die fast ausschließlich aus Fahren, Schwimmen und Nichtstun bestanden.
Damit keine falschen Erwartungen aufkommen: Dies ist keine Hausbootroute, auf der hinter jeder Flussbiegung ein noch bezaubernderes Dorf wartet. Es gibt keine märchenhaften Schlösser, keine dramatische Landschaft aus Karstfelsen und auch keine malerischen Weinberge, die ständig um eure Aufmerksamkeit konkurrieren.
Tatsächlich gibt es auf dieser Strecke herrlich wenig zu entdecken.
Und genau deshalb war sie für uns ideal.
→ Hier gleich zu Beginn die meistgestellte Frage: Ihr benötigt für diesen Hausbooturlaub keinen Bootsführerschein.
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Hausbooturlaub auf der Saône: viel Wasser, wenig Programm
Wir waren im Sommer 2026 eine Woche lang mit dem Hausboot auf der Saône unterwegs – von Samstag bis Samstag. Unser Startpunkt war Scey-sur-Saône im Département Haute-Saône, das zur französischen Region Bourgogne-Franche-Comté gehört.
Die Petite Saône, also die Kleine Saône, verläuft hier über weite Strecken ruhig durch eine grüne, ländliche Landschaft. Auch das regionale Tourismusbüro beschreibt sie als friedlichen Fluss, der sich gut für entspannte Bootsreisen mit der Familie eignet. Entlang des Flusses gibt es Häfen und kleinere Anlegestellen, aber eben auch sehr viel Natur und überraschend wenig Betrieb.
Wir waren während der Sommerferien im Juli unterwegs und trafen tagsüber im Durchschnitt vielleicht fünf bis sieben andere Hausboote. An den Schleusen mussten wir kein einziges Mal länger warten.
Grenzend an nichts los, könnte man sagen.
Wer auf Action und ein volles Ausflugsprogramm hofft, wird damit vermutlich nicht glücklich. Für uns war diese Ruhe dagegen einer der größten Vorteile der Region.
Warum wir uns für Scey-sur-Saône entschieden haben
Unser Hausboot startete an der Locaboat-Basis in Scey-sur-Saône. Gebucht hatten wir über Riverly.
Wir suchten bewusst keine Route mit möglichst vielen Sehenswürdigkeiten. Wir wollten Hausboot fahren, gemeinsam Zeit verbringen, schwimmen und möglichst wenig müssen. Gleichzeitig war die Region im Vergleich zu anderen Revieren, die wir uns angesehen hatten, günstig.
Scey-sur-Saône liegt an der oberen Saône und ist ein etablierter Startpunkt für führerscheinfreie Hausbootreisen. Von hier könnt ihr entweder nach Norden oder in Richtung Süden nach Auxonne oder weiter fahren.
Unser Plan war deutlich weniger ehrgeizig: Wir fuhren überwiegend nach Süden, machten Pontailler-sur-Saône zu unserem Wendepunkt und nahmen anschließend dieselbe Strecke zurück.
Unsere Anreise mit Zwischenstopp in Wattwiller
Um die Anreise aus Südhessen etwas zu verkürzen, übernachteten wir vorher mit unserem Camper auf dem Campingplatz Huttopia Wattwiller im Elsass.
Das erwies sich als ziemlich gute Entscheidung. Wir waren mitten in einer extremen Hitzewoche mit mehreren Tagen über 40 Grad unterwegs. Der Campingplatz liegt im Wald und besitzt einen Pool – und diesen Pool hatten wir ziemlich dringend nötig. Die Campingplätze waren traumhaft natürlich, großzügig angelegt und unter Bäumen. Da es Mark und mir im Hochdach des Campers zu heiß war, übernachteten wir einfach mit der Matratze vor dem Van unter den Bäumen. Es gab nicht mal Moskitos!
Nach einer weiteren Schwimmrunde am nächsten Morgen fuhren wir zur Bootsübernahme nach Scey-sur-Saône.
Unsere Bootsübernahme in Scey-sur-Saône in Frankreich
Die Dame im Büro sprach zu unserem Glück Deutsch, der Techniker Englisch. Mit unserem Französisch wären detaillierte Erklärungen vermutlich etwas abenteuerlich geworden.
Von unserem ersten Hausbooturlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte kannten wir eine sehr ausführliche Übergabe. Damals hatten wir das Boot ebenfalls mittags um 14 Uhr übernommen und saßen um 18 Uhr noch immer mit dem Techniker zusammen.
In Frankreich ging alles wesentlich schneller.
Formalitäten erledigen. Boot zeigen. Motor starten. Kurz erklären, wo sich was befindet. Dann kam die Frage, ob wir eine gemeinsame Einführungsfahrt machen möchten.
Wir hatten bereits anderthalb Jahre zuvor einen Hausbooturlaub gemacht und verzichteten deshalb darauf. Vermutlich hätten wir auf Wunsch eine ausführlichere Einweisung bekommen. Unser Eindruck war trotzdem: Die Übergabe war deutlich unkomplizierter und weniger streng als in Deutschland.
Unser Boot war eine Pénichette Premium für vier bis fünf Personen.
Gegen 14 Uhr begannen wir mit den Formalitäten. Um 17 Uhr lagen wir bereits am ersten Übernachtungsplatz – und vor allem endlich im Wasser.
40 Grad, ein heißes Boot und kein Zugang zum Wasser
Die schnelle Übergabe war an diesem Tag ein großer Vorteil. Bei mehr als 40 Grad ein Hausboot einzuräumen, war nämlich kein Spaß. Ihr erhaltet Bollerwagen, mit denen ihr eure Sachen vom Auto zum Steg transportieren könnt. Aber so ein Hausboot, das in der prallen Sonne steht ist echt kein Ort, in dem man sich gerne aufhält.
Irgendwann war ich völlig erledigt, lief mit hochrotem Kopf durch den Hafen und suchte panisch nach einer Möglichkeit, mich abzukühlen. Nur darf im Hafen nicht geschwommen werden. Entsprechend gab es auch keinen vernünftigen Ein- oder – für mich in diesem Moment wichtiger – Ausstieg aus dem Wasser.
Die Reaktion an der Rezeption auf meine verzweifelte Suche war sinngemäß:
„Ach, ist es heute heiß?“
Ja. Ein bisschen. Ich glaube die Dame verstand nicht, dass ich kurz vor einem Kollaps stand.
Wir wählten deshalb für unsere erste Fahrt die kürzeste mögliche Strecke zu einem Platz, an dem wir schwimmen konnten. Wenn ihr also an einem ähnlich heißen Tag euer Hausboot übernehmt, folgt jetzt gleich der Übernachtungstipp für die erste Nacht bei der Route ab Scey-sur-Saône-et-Saint-Albin.
Unsere Hausbootroute ab Scey-sur-Saône
Ein klassischer Routenbericht wird das hier nicht. Wir können euch nicht für jeden Abend einen Hafen, ein Restaurant und drei Sehenswürdigkeiten empfehlen.
Wir legten meistens dort an, wo das Ufer passend aussah. Dann sprangen wir ins Wasser, holten das Kajak heraus oder saßen an Deck. In ein Dorf liefen wir nur, wenn Baguette, Obst und Gemüse zur Neige gingen.
Unsere grobe Route sah so aus:
Von der Basis in Scey-sur-Saône erreichten wir nach ungefähr 30 Minuten einen Bereich bei Chemilly. Dort gibt es zwei kostenlose Anlegemöglichkeiten mit Steg.
In der ersten Nacht machten wir das Boot noch am Ufer fest. Für unsere letzte Nacht kamen wir an denselben Ort zurück und nutzten diesmal einen der Stege.
Der zweite Steg liegt direkt vor einem privaten Schloss. Hausboot, Wasser, Bäume und ein Schloss im Hintergrund – romantischer muss ein letzter Abend auf der Saône eigentlich nicht aussehen.
Besonders schön fanden wir außerdem den ruhigen Seitenarm. Mit SUP oder Kajak könnt ihr dort eine kleine Runde fahren. Die Landschaft wird etwas sumpfiger, das Wasser stiller und die ganze Ecke wirkt noch einmal abgeschiedener als der Hauptfluss.
Von der nahe gelegenen Brücke sprangen an den heißen Tagen regelmäßig Jugendliche ins Wasser. Somit auch der perfekte Anlegeplatz mit älteren Kindern.
Auf der nächsten Etappe in Richtung Soing passierten wir eine Schleuse, an der ein Esel lebte. Ein sehr süßes Reisehighlight.
Später fanden wir wieder einen ruhigen Steg mitten im Nirgendwo. Mark angelte am Ufer, die Jungs und ich verbrachten den Großteil des Tages im Wasser. Abgesehen von einer kurzen Joggingrunde am Ufer verließ niemand das Boot.
So sahen viele unserer Tage aus: einige gemütliche Stunden Fahrt, ein passender Liegeplatz und danach Wasser.
Auf unserer Strecke durchfuhren wir zwei Tunnel: den Tunnel de Saint-Albin und den Tunnel de Savoyeux.
Der Tunnel von Saint-Albin liegt nahe Scey-sur-Saône. Er ist 681 Meter lang. Ampeln regeln heute, aus welcher Richtung Boote in den schmalen Tunnel einfahren dürfen.
Weiter südlich folgt der Tunnel de Savoyeux. Er ist etwa 643 Meter lang.
Die Tunnelfahrten waren tatsächlich zwei der wenigen klassischen „Sehenswürdigkeiten“ unserer Route. Das Boot langsam in die dunkle Öffnung zu steuern und die ständige Verränderung der Lichtverhältnisse hatte schon etwas sehr tolles.
In Gray konnten wir das Boot unkompliziert an der Kaimauer festmachen und einkaufen gehen.
Das war für uns wichtiger als Sightseeing. Wer mehr sehen möchte, findet in Gray unter anderem eine historische Oberstadt, die Basilika Notre-Dame, ein Renaissance-Rathaus und mehrere Museen.
Wir hatten unser Hausboot am Samstag übernommen und mussten es am folgenden Samstag bereits morgens um 9 Uhr zurückgeben. Deshalb beschlossen wir am Mittwoch, Pontailler-sur-Saône zu unserem Wendepunkt zu machen.
Auf der Rückfahrt nutzten wir teilweise sogar dieselben Anlegestellen wie auf dem Hinweg.
Sehenswerte Orte entlang der Route, die wir ausgelassen haben
Ganz ohne Ausflugsziele ist die Strecke natürlich nicht. Wir haben sie nur nicht genutzt.
Wer seinen Hausbooturlaub auf der Saône stärker mit Besichtigungen verbinden möchte, kann unter anderem folgende Stopps einplanen:
- Ray-sur-Saône ist vor allem für sein Schloss bekannt, das oberhalb des Flusses liegt.
- Mantoche liegt südlich von Gray und besitzt einen Anleger direkt am Ort.
Freies Anlegen am Ufer: für uns der größte Vorteil
Was uns an diesem Hausbooturlaub auf der Saône am besten gefallen hat? Dass wir nicht jeden Abend einen Hafen brauchten. Oder eher: Das wir keinen Hafen brauchten.
Wir suchten uns eine geeignete Stelle am Ufer, befestigten das Boot mit Leinen und den dafür vorgesehenen Heringen und hatten anschließend unseren eigenen kleinen Badespot.
Das fühlte sich ein bisschen wie Freistehen mit dem Camper an – nur eben auf dem Wasser.
Erlaubt ist das überall dort, wo es nicht verboten ist.
Wir achteten darauf, dass das Wasser am Ufer tief genug war. Manchmal sprang ich zunächst ins Wasser und schwamm zur gewünschten Stelle, um die Tiefe zu kontrollieren. Auf unserer Reise war es dort jedes Mal ausreichend tief – als allgemeine Garantie taugt unsere Erfahrung natürlich nicht.
Wie sieht die Landschaft an der Saône aus?
Die Saône ist in diesem Abschnitt meist breit genug, um entspannt an entgegenkommenden Hausbooten vorbeizufahren.
Die Ufer wirkten auf uns überwiegend naturbelassen. Wir fuhren an Wiesen, Feldern und Baumreihen vorbei. Immer wieder standen Kühe auf den Weiden und kamen zum Trinken ans Wasser.
Viele Ortschaften liegen nicht direkt am Fluss, sondern etwas zurückgesetzt. Für uns bedeutete es vor allem: Vom Boot aus sahen wir wesentlich mehr Grün als Häuser.
An mehreren Abschnitten verlief ein Rad- oder Fußweg nahe am Ufer. Dadurch könnt ihr von manchen Liegeplätzen zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die umliegenden Orte gelangen.
Schwimmen in der Saône bei 28 Grad Wassertemperatur
Während unserer Woche hatte die Saône ungefähr 28 Grad. Für uns war das die perfekte Schwimmtemperatur.
Wir sprangen direkt vom Boot ins Wasser, ließen uns treiben und verbrachten richtig viel Zeit im Wasser. Die vorhandenen Schwimmwesten nutzten wir dabei gelegentlich ähnlich wie Schwimmnudeln.
Gerade bei mehr als 40 Grad Außentemperatur war das Wasser nicht nur schön, sondern notwendig.
→ Achtet unbedingt bei der Buchung darauf, ob euer Hausboot eine Leiter hat, damit ihr auch wieder aus dem Wasser zurück auf das Hausboot klettern könnt. Wir hatten dies nicht bedacht und haben uns dann mit dem SUP beholfen, was wir als wackelige Zwischenstation nutzten.
Hitze an Bord: Was wir unterschätzt hatten
So wunderbar das warme Wasser war – die Hitze im Hausboot war anstrengend.
Bei mehreren Tagen über 40 Grad erwärmte sich das Boot stark. Nachts öffneten wir sämtliche Fenster und Türen. Überraschenderweise wurden wir dabei kaum von Mücken zerstochen, obwohl wir direkt auf dem Wasser lagen.
Der Kühlschrank war vom Vermieter erst relativ spät eingeschaltet worden und brauchte bis zum nächsten Tag, um wirklich kalt zu werden. Bei normalen Temperaturen wäre das wahrscheinlich nur lästig gewesen. Bei 40 Grad war es relevant.
Unser deutlicher Tipp: Bringt am Übernahmetag keine Tiefkühlprodukte mit und plant vorsichtig mit Lebensmitteln, die durchgehend stark gekühlt werden müssen. Das Eisfach ist nicht sofort einsatzbereit, und auch der normale Kühlschrank erreicht seine Temperatur möglicherweise erst nach vielen Stunden.
Eine Kühltasche mit Kühlakkus kann für den ersten Tag sinnvoll sein.
Einkaufen, wenn ihr frei am Ufer liegt
Wer überwiegend in Häfen übernachtet, erreicht Geschäfte und Restaurants meist leichter.
Beim freien Anlegen sieht das anders aus.
Wir waren während der gesamten Woche kein einziges Mal in einem Restaurant. Nicht aus Prinzip – es ergab sich einfach nicht. Unsere Liegeplätze lagen häufig mitten in der Natur und wir wollten dort auch bleiben.
Deshalb solltet ihr eure Vorräte passend planen. Wasser, Frühstück, haltbare Lebensmittel und Zutaten für mehrere einfache Mahlzeiten gehören für uns unbedingt an Bord. Obst, Gemüse und Baguette kauften wir nach, sobald sich eine gute Gelegenheit bot.
→ Unsere vollständige Packliste mit Rezeptideen für den Hausbooturlaub findet ihr hier.
Ist die Saône für Anfänger geeignet?
Nach unserer Erfahrung: ja.
Die Saône ist ruhig, der Verkehr war während unserer Reise gering und die Schleusen ließen sich einfach bedienen.
Wir hatten vor dieser Reise bereits einmal ein Hausboot gesteuert. Trotzdem mussten wir uns am Anfang wieder an das Verhalten des Boots gewöhnen.
Ein Hausboot reagiert viel träger als ein Auto. Ihr lenkt – und zunächst scheint kaum etwas zu passieren. Dann beginnt das Boot langsam zu drehen, und ihr müsst rechtzeitig gegensteuern. Wer hektisch immer weiter am Lenkrad dreht, fährt schnell Schlangenlinien (=Ich).
Nach einigen Stunden entwickelt ihr dafür ein Gefühl.
Beim Anlegen gilt dasselbe. Sobald wir verstanden hatten, wie wir uns langsam seitlich einem Steg oder dem Ufer nähern, wurde es wesentlich entspannter.
So funktionierten die Schleusen auf unserer Route
Alle Schleusen, die wir auf unserer Strecke passierten, waren automatisiert.
Vor der Schleuse hing ein Seil über dem Wasser. Dieses wurde gedreht, um die Schleusung anzufordern. Anschließend warteten wir auf das grüne Signal und fuhren langsam ein.
Im Inneren lief es bei uns so:
- Eine Person blieb am Steuer.
- Eine Person übernahm vorne die Leine.
- Eine Person kümmerte sich hinten um die zweite Leine.
- Die Leinen wurden um die Poller gelegt, aber niemals festgeknotet.
- Über eine Stange meldeten wir, dass das Boot bereit war.
- Während sich der Wasserstand änderte, gaben wir Leine nach oder holten sie ein.
- Nach dem Öffnen der Tore fuhren wir langsam wieder hinaus.
Die konkrete Bedienung kann sich je nach Schleuse ändern. Maßgeblich sind deshalb immer die Einweisung, die Signale vor Ort und die Unterlagen an Bord.
Die erste Schleuse war aufregend. Danach wurde es schnell Routine.
Was kostete unsere Woche auf dem Hausboot?
Für die Hausbootbuchung und die damit verbundenen Nebenkosten zahlten wir insgesamt ungefähr 3.000 Euro an Riverly. Hinzu kamen unsere An- und Abreise sowie die Verpflegung.
Wir hatten uns auch deshalb für die Saône entschieden, weil dieses Revier bei unserer Suche günstiger war als andere Regionen.
Wir hatten den Preis pro Motorstunde und die daraus entstehenden Gesamtkosten unterschätzt. Im Nachhinein wäre ein All-inclusive-Paket für uns wahrscheinlich günstiger gewesen.
Unser Rat ist deshalb ziemlich klar: Lest die Angaben zu den Nebenkosten ganz genau und rechnet bei den Gesamtkosten mit der All-In-Pauschale für die Motorlaufleistung. Vor Ort könnt ihr euch dann den Stundensatz für die Motorlaufleistung nennen lassen und entscheiden, welche Variante ihr nehmt.
Für wen eignet sich ein Hausbooturlaub auf der Saône?
Wir würden die Saône besonders Anfängern, Paaren, Familien, Freundesgruppen und Reisenden empfehlen, die Ruhe suchen.
Besonders passend finden wir das Revier für:
- Slow-Travel-Fans
- Menschen, die gern schwimmen oder paddeln
- Familien mit älteren Kindern
- Reisende, die Natur und kleine Orte mögen
- Hausboot-Anfänger, die ein ruhiges Gewässer suchen
- alle, die nicht jeden Tag Sehenswürdigkeiten abhaken möchten
Weniger geeignet ist die Strecke für Menschen, die täglich Action brauchen, möglichst viele berühmte Orte sehen möchten oder ungeduldig werden, wenn sich ein Boot langsam bewegt.
Unser Fazit: Lohnt sich ein Hausbooturlaub auf der Saône?
Mark bezeichnete diese Woche als den entspannendsten Urlaub überhaupt.
Und ich glaube, damit trifft er es ziemlich gut.
Unser Hausbooturlaub auf der Saône hatte keine spektakuläre Reiseroute. Wir haben keine Sehenswürdigkeiten besucht, waren kein einziges Mal im Restaurant und sind nicht einmal bis Auxonne gefahren.
Dafür hatten wir Zeit.
Zeit zum Schwimmen. Zeit zum Angeln. Zeit für kleine Kajaktouren, langsame Fahrtstunden und lange Abende an Deck (bei denen die WM-Fußnballspiele geschaut wurden). Die Teenager waren zufrieden, wir waren entspannt und niemand hatte das Gefühl, etwas zu verpassen.
Diese Region ist nicht das richtige Gebiet, wenn ihr tolle Sehenswürdigkeiten sehen möchtet. Sie ist das richtige Revier, wenn das Hausboot selbst der Urlaub sein soll.
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