Neuengland Roadtrip ab New York City

Neuengland steht für eine ganz eigene Ecke der USA: beeindruckende Holzhäuser, dichte Wälder, zerklüftete Küsten, Leuchttürme am Atlantik. Dazwischen kleine Orte, viel Geschichte und weltbekannte Universitäten. 

Gestartet sind wir zu unserem Roadtrip durch die Neuengland-Staaten in New York City und von dort aus nach Norden aufgebrochen. Neuengland selbst besteht aus sechs Bundesstaaten – Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut – und genau durch diese Mischung aus Bergen, Küste und ländlichen Gegenden führt unsere Route.

Und weil es einfach Sinn macht, wenn ihr eh schon im Nordosten der USA unterwegs seid, haben wir noch einen Abstecher eingebaut: die Niagara Falls. Sie gehören streng genommen nicht zu Neuengland, liegen aber gut erreichbar auf dieser Strecke und lassen sich problemlos in eine Neuengland Rundreise ab NYC integrieren.

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Unsere Route durch Neuengland auf einen Blick

NYC → Finger Lakes → Niagara Falls → Vermont → White Mountains → Acadia National Park → Maine Südküste → Cape Cod → NYC

Die Route durch Neuengland bringt ziemlich genau das zusammen, was wir im Nordosten gesucht haben: viel Natur, kurze Wanderungen, Berge, Küste – und immer wieder schnuckelige Orte. 

Wir waren mit dem Camper unterwegs und zeigen euch in den jeweiligen Abschnitten auch, wo wir gecampt haben. Gleichzeitig wollen wir das nicht schönreden: Neuengland fanden wir mit Camper eher nicht ideal. Daher würden wir rückblickend eher einen Mietwagen empfehlen. Darauf gehen wir später noch genauer ein – hier kommen jetzt erst einmal die Highlights entlang der Route.

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Auftakt in New York State: Finger Lakes

Auch wenn New York State streng genommen nicht zu Neuengland gehört: Als Startpunkt dieser Rundreise war die Region für uns perfekt. Von New York City aus erreicht ihr die Finger Lakes relativ entspannt – und seid schnell raus aus dem Großstadtmodus.

Fahrtzeit von NYC zum Watkins Glen State Park: Etwa 4 1/2 Stunden. Seid ihr mit einem Wohnmobil unterwegs, empfehlen wir euch einen ersten Campingplatz in der Nähe zu NYC und erst am nächsten Tag die Weiterfahrt. Mögliche Campingplätze, auf denen wir gute Erfahrungen gemacht haben: Mahlon Dickerson Campgrounds oder Delaware Water Gap / Pocono Mountain KOA Holiday.

Der Watkins Glen State Park war für uns direkt ein erstes Highlight. Die Wanderung durch die enge Schlucht mit ihren Wasserfällen ist kurz, aber richtig schön. Was uns aufgefallen ist: Im State Park waren richtig viele Amish wandern. Die Nähe zu Pennsylvania ist klar zu spüren. Der Gorge Trail ist etwa 5 km lang und führt euch an Wasserfällen vorbei und sogar drunter durch – auf keinen Fall verpassen.

Campingplatz-Empfehlung: Direkt im State Park. Hier gibt es auch Cabins, allerdings müssen diese mindestens für 3 Nächte gebucht werden. 

Nur ein kurzer Abstecher entfernt liegen die Taughannock Falls. Der Wasserfall ist höher als die Niagarafälle und mega schön. Krasses Island-Feeling (nur mit Bäumen). Am Visitor Center gibt es einen Parkplatz, von dort erreicht ihr die Treppen zum Wasserfall. Perfekter Zwischenstopp auf eurem Roadtrip von NYC Richtung Niagarafälle. 

Fahrtzeit zu den Niagarafällen: Etwa 3 Stunden. Solltet ihr noch Zeit für einen weiteren Zwischenstopp haben: Auf unserer Bucket-List steht noch der Letchworth State Park – sehr breiter Wasserfall unter einer Brücke. Gerade die Bilder im Herbst bei buntem Laub sind genial.

Niagarafälle - die weltbekannten Wasserfälle

Nachdem wir schon so viele USA-Highlights gesehen hatten (→ bei unserem Roadtrip von der Ostküste an die Westküste oder → an der Ostküste von Miami nach NYC), war klar: Die Niagarafälle wollen wir auch sehen! Ganz wichtig ist da vorab: Die Niagara Falls sind touristisch perfekt erschlossen. Bedeutet: Ihr seid nicht alleine und richtig viel kostet Geld. Wenn euch dies bewusst ist, werden euch die Niagarafälle hoffentlich genauso beeindrucken wie uns.

Unser Highlight war die Bootstour Maid of the Mist – richtig lustig und nass wurden wir definitv. → Lest hier unsere 7 Tipps für die Niagarafälle auf der USA-Seite, inklusive Campingplatz Empfehlung.

Fahrtzeit von den Niagarafällen nach Vermont: Eine lange Etappe von 9 Stunden, die wir mit einer Zwischenübernachtung auf einem Bauernhof kürzten. Seid ihr mit dem Camper in Neuengland unterwegs, dann ist Harvest Host eine tolle Übernachtungsmöglichkeit für euch: Ihr dürft auf einer Wiese eines Hofes campen, dafür wird erwartet, dass ihr im Shop einkauft. Seid ihr mit dem Mietwagen unterwegs, könnte sich ein Zwischenstopp in Albany, New York State anbieten.

Idyllische Höfe und Natur in Vermont

Vermont wirkt nach New York State dann schon ganz anders: Ruhiger, beschaulicher. Keine riesigen Billboards am Straßenrand, dafür die ersten bunt gefärbten Blätter auf unserem Roadtrip durch Neuengland im Herbst. 

Eigentlich hätten wir in Vermont gerne den Quechee State Park besucht, da wir aber kurzfristig keinen freien Campingplatz bekamen, legten wir nur kurze Fotostopps an der Elm Grove Farm (Achtung: Parkverbot und die Farm ist kein touristisches Ausflugsziel, sondern im Privatbesitz) und an der Historic Taftsville Covered Bridge am Taftsville Dam ein. 

Was ihr euch in dieser Ecke noch anschauen könntet: Die Billings Farm bei Woodstock, ein bewirtschafteter „Schau-„Bauernhof. 

Fahrtzeit von der Billings Farm zur Flume Gorge: 2 Stunden

Die White Mountains in New Hampshire

Direkt abgeholt haben uns die White Mountains: eine super schöne ländliche Gegend, mit tollen Bergen, unzähligen Wanderwegen und ganz viel Natur. 

Den ersten Stopp legten wir an der Flume Gorge ein: Neuengland ist bekannt für seine überdachten Brücken und hier befindet sich ein ganz besonders schönes Exemplar. Die rote Covered Bridge ist ein echtes Highlight. Der Rundweg durch die Schlucht ist etwa 3,5km lang und super beliebt, weil super schön. Über Brücken und Stege lauft ihr direkt durch die Schlucht und vorbei an den Wasserfällen. Ganz wundervoll angelegt – der große Wermutstropfen sind jedoch die Eintrittspreise. Bucht ihr vorab online, ist der Eintritt in die Flume Gorge günstiger.

Weiter ging es dann zum Crawford Notch State Park. Hier könnt ihr einige sehenswerte Wanderungen durch die Wälder unternehmen. Wir haben uns für die Ripley Falls entschieden – unterwegs haben die Kinder unzählige Pilzfotos gemacht. Im Herbst gibt es hier richtig viel zu entdecken. Unterwegs werdet ihr von der Straße aus auch die Frankenstein Cliffs sehen können. Eigentlich hatten wir noch den Abstecher zu den Arethusa Falls eingeplant, aber der Hunger trieb uns dann doch zurück zum Camper.

Unsere Campingplatz-Empfehlung: der Dry River Campground direkt im State Park.

Fahrtzeit dieser Etappe durch Neuengland: Auf direktem Weg etwa 5 Stunden vom Crawford Notch State Park zum Acadia Nationalpark.

Maine - mit dem Acadia Nationalpark

Auf dem Weg Richtung Küste haben wir noch einmal bei einem Harvest Host übernachtet. Dort wurde direkt vor Ort Ahornsirup aus den Bäumen gewonnen – super lecker. Das Gelände war herbstlich geschmückt, überall Kürbisse. USA-Ostküsten-Feeling completed.

Außerdem haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Bangor gemacht. Hier lebt Stephen King in einer viktorianischen Villa, an der wir vorbeigespaziert sind. Ein ziemlich unheimliches Setting: Fledermaus-Verzierungen am Tor, die Villa selbst – schon wieder – mit unzähligen Pilzen im Garten, dazu düster gekleidete Horrorfans mit einem bunten Luftballon in der Hand. Es fühlte sich an wie der Start eines Horrorfilms. Da hat sich jemand ganz bewusst den perfekten Ort für sein Genre geschaffen.

Der Acadia National Park war für uns einer der Gründe, überhaupt bis nach Maine zu fahren. Die Mischung aus Atlantikküste, Felsen und Wald ist besonders. Vor Ort fielen mir die vielen älteren Pärchen auf, die mit einem zufriedenen Blick auf Picknick Decken in der Sonne saßen – hier wurde mein neues Lebensziel definiert: Diesen Gesichtsausdruck haben. 

Schoodic Peninsula & Schoodic Woods Campground

Wir haben uns bewusst Zeit auf der Schoodic Peninsula genommen. Der Schoodic Woods Campground liegt etwas abseits vom Hauptteil des Parks. Von hier aus erreicht ihr den Schoodic Point, wo die Wellen direkt auf die Felsen treffen. 

Blackwoods Campground & Park-Highlights

Später waren wir noch auf dem Blackwoods Campground, näher an den klassischen Sehenswürdigkeiten, die ihr auch auf der Park Loop Road abfahren könnt. Von hier aus lassen sich viele der bekannten Spots gut erreichen: der Otter Point Overlook, Thunder Hole und der Western Point Overlook. 

Nicht besucht haben wir den Cadillac Mountain. Dieser ist gerade zum Sonnenaufgang total beliebt – während der Hauptsaison von Mai bis Oktober braucht ihr auf jeden Fall ein Time Ticket für die Einfahrt und große Camper sind hier nicht erlaubt. Bekommt ihr kein Einlassticket mehr, könntet ihr auch nach oben laufen.

So schön der Acadia Nationalpark ist, ganz ehrlich: mit Camper fanden wir den Park nicht ideal. Enge Straßen, viel Verkehr, begrenzte Parkmöglichkeiten und feste Regeln machen die Flexibilität ziemlich klein. 

Fahrtzeit: Vom Acadia Nationalpark zum Portland Head Light fahrt ihr etwa 4 Stunden.

Maine Südküste: Leuchttürme, Küste und große Häuser

Auch auf der weiteren Etappe durch Maine hatten wir immer mal wieder schwierige Situationen mit dem Camper: wir fanden keine Parkplätze und an vielen Häusern standen Schilder, die klar machten: Nicht jeder mag den Tourismus hier. 

  • Der Bug Light Park mit seinem kleinen Leuchtturm war für uns ein kurzer Zwischenstopp.
  • Deutlich eindrucksvoller ist das Portland Head Light. Der Leuchtturm steht spektakulär auf den Felsen.
  • In Kennebunkport haben wir uns vor allem Walkers Point angeschaut, auch bekannt als „Summer White House“, da hier die Familie Bush das große Anwesen besitzt und gerne dort die Sommerferien verbringt.

Fahrtzeit vom Portland Head Light nach Provincetown: Ohne Zwischenstopps 4 1/2 Stunden

Sandstrände am Cape Cod, Massachusetts

Nach Maine und der raueren Küste hat sich Cape Cod für uns wie ein Wechsel im Tempo angefühlt. Plötzlich wirkt alles weicher: breitere Strände, mehr Ferienorte, mehr „Strand-Vibe“.

Eigentlich hatten wir geplant, uns auf dem Weg noch Salem und Boston anzuschauen. Starke Stürme und anhaltender Regen haben uns davon abgehalten.  Während wir auf dem Boston / Cape Cod KOA Holiday im Camper den Sturm ausharrten, stürzte neben das Wohnmobil neben uns ein Baum und verbog das komplette Dach des Fahrzeugs. 

Einen Tag konnten wir dann aber dann doch bis nach Provincetown fahren und die Seehunde im Meer beobachten. 

Fahrtzeit von Cape Cod nach New York: Plant für die Rückreise nach New York nochmal mindestens 4 Stunden ohne Stopps ein. An sich liegen einige sehenswerte Orte auf dem Weg, wie Newhaven mit der Yale University. 

Unser Fazit zu diesem (erweiterten) Neuengland Roadtrip

Am Ende bleiben bei uns gemischte Gefühle. Einerseits haben wir das Camperleben im Inland sehr genossen. Tolle Farmen mit richtig guten Produkten, viel Natur, viele State Parks. Die Reise hatte dort ein angenehmes Tempo, oft entschleunigt, oft genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Gleichzeitig waren es ausgerechnet die Orte, die wir im Kopf als Highlights abgespeichert hatten, die am schwierigsten waren. Dinge wie die Vanderbilt Villen rund um Newport standen eigentlich fest auf unserer Liste – waren mit unserem großen Camper aber schlicht nicht machbar. Parken war vielerorts ein echtes Problem. So kannten wir das aus den USA bisher nicht. Auf unserer dreimonatigen Durchquerung von Ost nach West war das nie ein Thema gewesen.

Deshalb ist für uns ziemlich klar: Falls wir noch einmal nach Neuengland kommen, vor allem an die Küste, dann mit dem Mietwagen. Die Region lohnt sich, keine Frage. Aber sie funktioniert aus unserer Sicht besser ohne großes Fahrzeug – zumindest dort, wo es enger, touristischer und deutlich weniger entspannt wird.

→ Auf dieser Google Maps Karte findet ihr ganz viele weitere Sehenswürdigkeiten in Neuengland markiert. 

→ Zum Abschluss haben wir noch ein paar Tage Sightseeing in New York City eingelegt.

Transparenzhinweis

Diese Neuengland Rundreise ab NYC haben wir selbst geplant, organisiert, gebucht und bezahlt. Es handelte sich um keine Pressereise und keinen Auftrag. Alle Eindrücke, Einschätzungen und Meinungen in diesem Artikel sind unsere eigenen.

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  • Beitrag zuletzt geändert am:30. Januar 2026