Nachdem ich im vergangenen Herbst bereits die Schönheit der Ostsee-Strände entdecken durfte, war schnell klar: Diese Küste möchte ich mir weiter erobern und Stück für Stück erkunden. Diesmal führte uns der Weg an die Ostsee in Schleswig-Holstein – genauer gesagt von Flensburg bis Lübeck.
Und weil Strandkörbe für das typische Ostsee-Bild einfach dazugehören, starteten wir unseren Roadtrip diesmal im Sommer, Ende August. Zehn Tage lang sind wir mit dem Campervan der Küste gefolgt: von Strand zu Strand.
In diesem Artikel zeigen wir euch unsere Route, die schönsten Stopps und Strände sowie die Stellplätze, die wir unterwegs genutzt haben – alle ohne Vorbuchung. Perfekt also für alle, die einen spontanen Ostsee Roadtrip mit dem Camper in Deutschland planen.
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Unsere Reiseroute an der Ostsee in Schleswig-Holstein
Um unsere Anreise aus Südhessen in die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands etwas zu verkürzen, legten wir einen Zwischenstopp in der Lüneburger Heide ein – genau passend zur Heideblüte. Tipps dazu folgen bald auf dem Blog.
Jetzt aber starten wir in den eigentlichen Roadtrip entlang der Ostsee: Erste Station – Flensburg.
1.) Station: Flensburg - Start unseres Roadtrips an der Ostsee in Schleswig-Holstein
Die für ihre „Punkte aus Flensburg“ bekannte Stadt hat mich gleich doppelt überrascht: Zum einen, weil ich sie mir deutlich größer vorgestellt hatte (tatsächlich leben hier knapp unter 100.000 Menschen). Zum anderen, weil ich so eine charmante und entspannte Atmosphäre nicht erwartet hätte.
Unsere Highlights in Flensburg:
- Ostufer: entspannte Bars, Blick aufs Wasser und die Abendsonne im Gesicht
- Die baumelnden Schuhe in der Norderstraße – Studenten hängen hier wohl Schuhe auf, wenn sie die Stadt verlassen
- Oluf-Samson-Gang: eine schmale, historische Gasse mit kleinen Häusern und spannenden Infos zur Geschichte direkt in den Fenstern
- Flensburger Jugendstil-Weg in der Toosbüystraße.
Stellplatz-Tipp für Flensburg mit dem Camper
Für die Übernachtung mit dem Camper bietet die Stadt Flensburg einen kostenfreien Wohnmobilstellplatz am Fördeufer an. Von hier aus seid ihr in nur 15–20 Minuten zu Fuß entlang des Hafens am belebten Ostufer.
Der Stellplatz selbst ist einfach gehalten: keine Ver- oder Entsorgung, dafür aber direkt am Wasser gelegen. → Hier gehts zu dem Wohnmobilstellplatz in Flensburg auf Park4Night.
2.) Halbinsel Holnis – Wandern & einer der schönsten Strände in Schleswig-Holstein
Die nächste Etappe war nur kurz: Noch immer an der Flensburger Förde machten wir einen Abstecher auf die Halbinsel Holnis. Ausgangspunkt war ein Wanderparkplatz am Ortsausgang von Glücksburg. Von dort ging es zuerst zu den Dolmen im Wald, bevor wir ab Schausende in Meeresnähe blieben.
Der Weg führte vorbei an einem Noor (neu gelernt: Ein Noor ist eine flache, mit der Ostsee verbundene Lagune) – mit tollen Ausblicken auf Strände, Salzwiesen und viele Vögel. Ziel war die Holnis Nordspitze, der nördlichste Punkt der deutschen Ostseeküste. Zurück wanderten wir über die hellen Sandstrände.
So begeistert waren wir von den leeren Stränden, dass wir spontan direkt vor Ort den Campingplatz Holnis buchten.
Am nächsten Morgen legten wir noch einen kurzen Fotostopp am Schloss Glücksburg ein, bevor der Roadtrip in der Schlei-Region weiterging.
Campingplatz Empfehlung auf der Halbinsel Holnis
Unsere Empfehlung für eine Übernachtung auf der Halbinsel ist das Ostsee-Camp Holnis in Glücksburg. Der Platz ist relativ groß, was bedeutet, dass die Wege – zum Beispiel zum Sanitärhaus – etwas länger ausfallen können.
Dafür liegt der Campingplatz ideal: Nur über die Straße und schon seid ihr an den wunderschönen Sandstränden. Dort war es so ruhig und leer wie nur selten auf unserem Ostsee Roadtrip. Besonders praktisch: Zur Anlage gehört eine kleine Strandbar, an der wir uns mit Fischbrötchen und Getränken versorgt haben.
Ein schöner Ort, um auch mal ein bisschen länger zu bleiben und Strandtage zu genießen. → Hier gehts zum Ostseecamp Holnis.
3. Schlei-Region – von Maasholm bis ins Wikingerdorf Haithabu
Die Schlei ist ein fjordähnlicher Meeresarm der Ostsee, rund 40 Kilometer lang, und wir sind ihr von Maasholm über Kappeln und Arnis bis nach Haithabu bei Schleswig gefolgt.
Unsere Tipps für die Schlei-Region:
- Maasholm: einmal rund um den Ort auf dem „de maas rund“ spazieren (wir haben das Naturerlebniszentrum ausgelassen, aber es lohnt sich bestimmt für Familien)
- Kappeln: unbedingt um Viertel vor die Klappbrücke beobachten, wie sie sich öffnet und die Boote passieren
- Arnis: durch die kleinste Stadt Deutschlands schlendern – mit nur knapp 300 Einwohnern, aber vollem Stadtrecht
- Haithabu: das rekonstruierte Wikingerdorf besuchen (dazu gleich mehr)
Haithabu gilt als eine der wichtigsten Wikingersiedlungen Nordeuropas und war im 9. und 10. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum. Heute könnt ihr die Geschichte an zwei Standorten erleben: im Museum und im dazugehörenden rekonstruierten Wikinger-Dorf, die ihr durch einen Spaziergang miteinander verbindet.
Ich startete im Museum Haithabu und nutzte den Audioguide über mein Handy. Besonders spannend sind die Originalfunde wie Schwerter, Schmuck und Alltagsgegenstände. Mit Audioguide oder Infotafeln erfahrt ihr viel – ein paar mehr interaktive Stationen hätten das Ganze für mich allerdings noch lebendiger gemacht.
Im Wikingerdorf Haithabu selbst war ich etwas enttäuscht: Bei meinem Besuch waren keine Darsteller vor Ort, sodass es wie ein verlassenes Dorf wirkte. Ohne Infotafeln bekam ich zumindest über den Audioguide ein paar Informationen, aber insgesamt hatte ich an anderen Orten – zum Beispiel in Polen – schon eindrucksvollere Nachbauten gesehen.
Stellplatz-Tipp in der Schlei-Region: Landvergnügen-Hof bei Stoltebüll
In der Schlei-Region haben wir auf einem Landvergnügen-Bauernhof bei Stoltebüll übernachtet. Das Konzept von Landvergnügen funktioniert so: Ihr zahlt einen Jahresbeitrag, erhaltet Zugang zur App und könnt dort aus vielen besonderen Übernachtungsmöglichkeiten auswählen. Vor Ort wird ein Einkauf durch euch erwartet.
Wir stellten spontan am gleichen Tag über die App eine Anfrage und reisten am Nachmittag an. Unser Stellplatz lag idyllisch auf einer grünen Wiese, umgeben von Apfel- und Birnbäumen, direkt neben einem Milchkuhbetrieb.
Insgesamt bin ich noch nicht ganz von Landvergnügen überzeugt. Wir nutzen es viel zu selten und die Erlebnisse sind nicht annährend so spannend wie beim amerikanischen Harvest Host.
Von Kiel nach Laboe – Schiffe, Strände & Geschichte
Eigentlich wollten wir auf dem Wohnmobilstellplatz Kiel „Förde- und Kanalblick“ (Park4Night) übernachten – mit direktem Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal. Bei unserer Ankunft waren die Plätze in der ersten Reihe jedoch schon belegt. Da das Wetter außerdem ziemlich regnerisch war und Marks Wunsch lautete: Schiffe direkt aus dem Van beobachten, suchten wir uns kurzerhand einen Freistehplatz am Straßenrand mit Blick aufs Wasser.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Laboe an der Kieler Förde. Hier erwartet euch ein langer, feiner Sandstrand – inklusive einem verlassenen Schwimmbad, das dem Ganzen ein leichtes Lost-Place-Feeling verleiht.
Wer geschichtlich interessiert ist, sollte unbedingt das Technische Museum U-Boot U 995 sowie das Marine-Ehrenmal besuchen. Vom Turm aus habt ihr zudem eine tolle Aussicht über die Förde. Für Camper gibt es in Laboe einen kostenpflichtigen Wohnmobilstellplatz in Strandnähe.
Von Brasilien nach Kalifornien – Strandhopping an der Ostsee
Ja, richtig gelesen: An der Ostsee könnt ihr tatsächlich von Brasilien nach Kalifornien laufen – und zwar ganz gemütlich am Strand entlang. Für uns als USA-Fans war das natürlich ein Pflichtstopp. Aber auch unabhängig vom Namen: Die Strände hier sind traumhaft schön, weitläufig und erstaunlich wenig besucht. Ein echtes Ostsee-Paradies.
Wir verbrachten den Tag bei perfektem Sonnenschein am Strand und genossen das Meer. Zum Sonnenuntergang spazierten wir weiter am Wasser entlang bis zur Seebrücke Schönberger Strand – ein perfekter Abschluss für diesen Tag am Meer.
Stellplatz-Tipp an der Ostsee: Wohnmobilstellplatz Brasilien am Mittelstrand
Unsere Empfehlung für Camper ist der Wohnmobilstellplatz Brasilien am Mittelstrand (Park4Night). Der Platz ist herrlich unkompliziert: Ihr sucht euch einfach eine Fläche auf den ausgewiesenen Wiesen, bezahlt bar in eine Kasse vor Ort – fertig. Ihr müsst euch keine Gedanken machen, ob ihr vorab buchen solltet: Reservierungen sind hier gar nicht möglich.
Auf unserem Abschnitt der Wiese standen mit uns nur ein weiterer Camper. Über den Deich seid ihr in wenigen Minuten direkt am Strand von Brasilien – ideal für spontane Strandtage ohne großen Planungsaufwand.
Das Ostsee Strandhopping geht weiter: Hohwachter Strand, Heiligenhafen & Fehmarn
Auf der nächsten Etappe unseres Ostsee Roadtrips in Schleswig-Holstein setzten wir das Strandhopping fort. Eigentlich wollten wir nach Fehmarn, doch unterwegs legten wir Stopps am Hohwachter Strand und in Heiligenhafen ein.
In Heiligenhafen unternahmen wir einen schönen Rundweg: Zuerst am Strand entlang, dann zur beeindruckenden Erlebnis-Seebrücke mit Spielplatz, Liegebänken und sogar einer Trauung, die während unseres Besuchs stattfand. Ein toller Fotospot ist die Wasserschaukel, bevor es zurück zum Parkplatz ging – vorbei am Hafen und am Binnensee. Dort waren viele Windsurfer unterwegs, außerdem gibt es hier mehrere schöne Spielplätze. Fazit: Heiligenhafen ist ein ideales Ziel für den Ostsee-Urlaub mit Kindern.
Weiter ging es zu unserem eigentlichen Ziel: der Insel Fehmarn. Unsere Tipps:
- Infocenter Fehmarnbelt-Tunnel: spannende Infos zum gigantischen Tunnelbauprojekt
- Aussichtsplattform Fehmarnbelttunnel (nicht direkt neben dem Infozentrum!): Blick auf die Baustelle
- Ostseestöpsel: auf der Liegebank den Audioguide hören und dabei entspannen
- Südstrand: relaxen, baden und einfach Insel-Atmosphäre genießen
- Wasserschaukel in Höhe unseres Campingplatzes am Südstrand
Unser genutzter Campingplatz: Insel Camp Fehmarn
Für unsere Übernachtung auf Fehmarn entschieden wir uns für das Insel-Camp Fehmarn, das als „Boutique Camping“ und Fünf-Sterne-Platz beworben wird. Die Preise spiegeln diesen Anspruch auch deutlich wider – für uns allerdings war der Unterschied zu anderen, bekannten Campingplätzen kaum erkennbar. Unser Fazit: eher teuer für das, was geboten wird.
Wir standen auf einer Wiese, auf der viele Hasen herumhoppelten. Der Strandabschnitt direkt am Campingplatz ist in Ordnung, deutlich schöner ist der Südstrand etwas weiter entfernt. Praktisch: Direkt auf Höhe des Platzes befindet sich eine Wasserschaukel.
Die beliebtesten Strände an der Ostsee in Schleswig-Holstein
Weiße Strände in Scharbeutz
An den beliebten Stränden der Ostsee in Schleswig-Holstein merkten wir sofort: Spontan einen Stellplatz finden wird hier schwieriger. Schon in der Einfahrt zum Wohnmobilstellplatz Scharbeutz stand das Schild „Wohnmobilstellplatz voll“, und davor reihten sich die Camper in der Hoffnung, dass bald jemand abreisen würde.
Wir parkten also kurzerhand auf einem normalen Parkplatz und spazierten über den Strand und die Seebrücke. Der feine Sandstrand ist wirklich sehenswert (oder besser: hier entspannendswert) – nach einem Mittagessen und einem kurzen Strandspaziergang entschieden wir uns jedoch, weiterzufahren.
Tipp für euren Urlaub an der Ostsee mit Kindern und Teenagern: Ganz in der Nähe befindet sich der Freizeitpark Hansa-Park.
Niendorf & Timmendorfer Strand
In Niendorf hatten wir wieder Glück und fanden ohne Probleme einen Stellplatz. Von hier aus konnten wir entspannt über den kleinen, charmanten Hafen bis zum Timmendorfer Strand laufen. Dort besuchten wir die bekannte Seeschlösschenbrücke und warfen auch einen Blick auf die ikonischen Japanhäuser.
Am Abend ging es zurück nach Niendorf – die Stimmung war lebendig, denn bis dorthin hörten wir noch das Gejohle aus der Arena in Timmendorf, wo gerade die Deutschen Meisterschaften im Handball stattfanden.
Unser Wohnmobilstellplatz in Niendorf:
Vom Wohnmobilstellplatz Niendorf (Park4Night) lauft ihr nur etwa fünf Minuten bis zum Hafen. Dort gibt es verschiedene Fischbuden – ideal für einen Snack auf die Hand oder frischen Fisch zum Kochen im Camper. Von der Seebrücke am Hafen genießt ihr einen wunderschönen Blick über die Lübecker Bucht und könnt den Sonnenuntergang genießen.
Der Stellplatz selbst ist kostenpflichtig und gut ausgestattet: WC-Haus, Entsorgungsstation und sogar eine Dusche (gegen Gebühr). Einziges Manko: Ihr dürft hier nur maximal 24 Stunden stehen. Für unseren Ostsee Roadtrip, bei dem es ohnehin jeden Tag an einen anderen Strand ging, war das jedoch perfekt.
Sehenswürdigkeiten an der Ostsee in Schleswig Holstein: Travemünde und Karls Erdbeerdorf
Bevor wir unser eigentliches Ziel Lübeck erreichten, legten wir noch einen Stopp in Travemünde ein. Hier hatte im Jahr zuvor mein Roadtrip geendet (lest hier die Route von Warnemünde nach Travemünde)– damals hatte ich mir bereits die Sandskulpturen-Ausstellung angesehen. Dieses Jahr wollte sich auch Mark ein eigenes Bild machen, und so besuchten wir die aktuelle Ausstellung gemeinsam. Tipp: Die Ausstellung lohnt sich jedes Jahr aufs Neue, denn das Thema wechselt und es gibt immer wieder neue, beeindruckende Kunstwerke aus Sand zu entdecken. Hier gehts zu der offiziellen Homepage des Sandskulpturen-Museums in Travemünde.
Auf meiner Liste stand außerdem eine weitere Travemünde-Sehenswürdigkeit: die Viermastbark Passat auf dem Priwall. Mit der Fähre setzten wir als Fußgänger in wenigen Minuten über.
Die „Passat“ ist ein Segelschiff aus der berühmten Flying-P-Liner-Flotte. 1911 in Hamburg gebaut, diente sie unter anderem im Getreidehandel zwischen Europa und Südamerika. Ihr begleitet den Schiffsjungen Herbert auf seiner Reise und erfahrt viele spannende Infos über das Schiff und seine Reisen sowie über das Leben an Bord. Heute dient die Passat als Museumsschiff im Hafen von Travemünde – der Besuch ist informativ, kurzweilig und absolut lohnenswert.
„Warum müssen wir zu Karls Erdbeerhof? Wir haben doch gar keine Kinder dabei?“ – ich hatte definitiv mehr Lust auf Sightseeing als auf Karussell. Aber Mark ließ nicht locker: Karls Erlebnisdorf muss man gesehen haben. Und nachdem ich jetzt dort war, gebe ich ihm recht.
Was euch in Karls Erlebnisdorf erwartet:
Der Shop allein ist schon ein Erlebnis und erinnert fast an eine amerikanische Experience. Überall könnt ihr probieren – hier ein Dip, dort eine Erdbeer-Maracuja-Marmelade. In der Marmeladenküche könnt ihr live in die Töpfe schauen (der Duft ist himmlisch!) und wirklich alles im Erdbeer-Style kaufen: Schuhe, Pullis, Seifen und selbstverständlich alles mit Erdbeergeschmack – von Tee über Likör bis hin zu Saft und Gummibärchen. Krasser Erdbeer-Overload!
Draußen wartet dann das Unterhaltungsprogramm, vor allem für Kinder: Kartoffelsack-Rutsche, kostenpflichtige Runden auf der „Trecker-Bahn“ und viele Infotafeln mit spannenden Infos, wie: am Rattengehege erfahrt ihr, dass die Zähne einer Ratte im Jahr bis zu 14 cm wachsen.
Unser Fazit: Auch ohne Kinder ist der Besuch unterhaltsam – mit Kindern ist Karls Erlebnisdorf bei Lübeck oder Travemünde ein echtes Must-See.
Letzte Station auf dem Roadtrip: Die Sehenswürdigkeiten in Lübeck
Am Nachmittag erreichten wir schließlich unser eigentliches Ziel: Lübeck. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir direkt zur Kirche St. Petri zu Lübeck. Dort ging es mit dem Aufzug auf den kostenpflichtigen Turm – für uns die wohl beste Aussicht über die Stadt und vor allem auf das berühmte Holstentor.
Während Mark sich danach in der Sonne im Park entspannte, erkundete ich das Museum Holstentor. In den verschiedenen Räumen und Etagen des alten Stadttores erfahrt ihr viel über die Geschichte des Bauwerks und damit auch über Lübeck selbst. Wusstet ihr zum Beispiel, dass in der Lübecker Ratsapotheke nicht nur Medikamente, sondern auch Würzweine hergestellt wurden – und dass hier als einzigem Ort Süßigkeiten wie das berühmte Marzipan produziert werden durften? Übrigens war das beliebte Mandelmus auch während der Fastenzeit erlaubt.
Zum Lübeck-Besuch gehört eigentlich auch Marzipan-Essen bei Niederegger dazu – nur ich esse gar kein Marzipan. Geht euch das auch so? Trotzdem solltet ihr unbedingt in den traditionsreichen Shop gehen.
Im Obergeschoss wartet das Marzipan-Museum, in dem ihr beeindruckende Bauwerke aus Marzipan bestaunen könnt. Besonders bekannt ist der große Marzipan-Tisch, an dem unter anderem der Weihnachtsmann und Thomas Mann sitzen.
Unser Tipp: Schaut euch auch unbedingt die Schaufenster in der Hüxstraße an – hier findet ihr liebevolle Kunstwerke aus Marzipan.
Weitere Highlights in Lübeck – unsere persönlichen Tipps
- Europäisches Hansemuseum: Genial für alle, die sich für Geschichte interessieren – modern und sehr gut gemacht. (Eher weniger für kleinere Kinder geeignet.)
- Willy-Brandt-Haus Lübeck: Kostenlose Ausstellung zum Leben und Wirken von Willy Brandt. Auf jeden Fall einen Besuch wert!
- Buddenbrookhaus: Aktuell nur ein Fotostopp, da das Museum restauriert wird.
- Dom zu Lübeck: Bei unserem Besuch leider geschlossen (vermutlich wegen einer Hochzeit). Von außen fanden wir ihn nicht so spannend.
- Historisches Rathaus Lübeck: Ein spannendes Gebäude, das über verschiedene Epochen gebaut wurde. Wir hätten zu gern an einer Führung teilgenommen.
Unser Tipp: Führungen in Lübeck unbedingt frühzeitig buchen – während unseres Aufenthalts war alles für die nächsten zwei Wochen ausgebucht. Über GetYourGuide* könnt ihr zum Beispiel diese Tour mit dem Splash-Bus buchen – der Bus, der zum Boot wird!
Ziemlich viel Spaß hatten wir auch in der Straße Fegefeuer: „Nächster Halt: Fegefeuer.“
Unser Wohnmobil Stellplatz in Lübeck
Für unsere Übernachtung in Lübeck wählten wir einen kostenpflichtigen Parkplatz direkt an der Trave (Park4Night). Es ist tatsächlich einfach ein Parkplatz ohne großen Komfort – aber ihr seid in wenigen Schritten am Flussufer und könnt abends gemütlich die letzten Sonnenstrahlen genießen.
Der Preis ist zudem unschlagbar: 8 Euro für 24 Stunden.
Unser Fazit zum Roadtrip an der Ostsee in Schleswig-Holstein
Insgesamt verbrachten wir acht Nächte an der Ostsee in Schleswig-Holstein und sind die Küste von Flensburg bis Travemünde abgefahren – ein richtig geniales Strandhopping!
Unsere Highlights:
- Die Städte Flensburg und Lübeck
- Die Strände: auf der Halbinsel Holnis, Brasilien an der Ostsee und Scharbeutz
- Die Erlebnis-Seebrücke Heiligenhafen
- Und für mich: das Europäische Hansemuseum Lübeck – ich habe so viel gelernt!
Unsere liebsten Campingplätze:
Ostseecamp Glücksburg -Holnis und Wohnmobilstellplatz Brasilien.
Auch im Sommer konnten wir diesen Roadtrip mit dem Camper entspannt und ohne Vorbuchen machen. Auf vielen Stellplätzen – wie in Brasilien – waren sogar noch viele Plätze frei. Lediglich in Scharbeutz war alles voll. Es gibt an der Ostsee eine hervorragende Auswahl an spontan ansteuerbaren Wohnmobilstellplätzen, und die Wege sind kurz – ihr fahrt immer nur kleine Etappen.
Wir können euch diese Route nur empfehlen! Wenn ihr mehr Zeit habt, kombiniert sie einfach mit unserer Route von Travemünde nach Warnemünde – so könnt ihr die Ostseeküste noch weiter entdecken.
→ Ihr habt keinen eigenen Camper? Dann empfehlen wir euch die Buchung bei der CamperOase* – eine bessere Beratung haben wir noch bei keiner Urlaubsbuchung erhalten!
Offenlegung und Transparenzhinweis
Transparenz ist uns sehr wichtig. Wir reisen aus Freude am Reisen – und aus Freude am Teilen veröffentlichen wir unsere Reiseberichte hier im Blog. Dass dies gleichzeitig mein Job ist, empfinde ich als großes Glück.
Bei diesem Reisebericht zu unserem Roadtrip an der Ostsee in Schleswig-Holstein handelt es sich nicht um einen bezahlten Auftrag. Wir haben alle Ausgaben selbst übernommen.
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