Donau Flusskreuzfahrt mit A-ROSA Flora: Unser Erfahrungsbericht ab Passau

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Eine Donau Flusskreuzfahrt – das klang für uns lange nach etwas, das wir irgendwann vielleicht mal später machen. Und ganz ehrlich: Wir hatten einige Vorbehalte.

Feste Abläufe, viele Menschen auf engem Raum, hektisches Buffet – ist das wirklich unsere Art zu reisen? Wir sind sonst eher individuell unterwegs, mit dem Van oder auf eigene Faust. Ohne festen Zeitplan, ohne Gruppe.

Trotzdem hat uns die Idee nicht ganz losgelassen.

Also haben wir uns für einen Kompromiss entschieden: eine kurze Donau Flusskreuzfahrt ab Passau mit der A-ROSA Flora*. Vier Nächte, eine überschaubare Route und genau genug Zeit, um herauszufinden, ob dieses Reiseformat zu uns passt.

In diesem A-ROSA Flora* Erfahrungsbericht nehmen wir euch mit auf genau diese Reise. Wir zeigen euch die Route, unsere Stopps entlang der Donau und vor allem: wie sich eine Flusskreuzfahrt wirklich anfühlt, wenn man sonst ganz anders reist.

pool auf der arosa flora
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Route & Ablauf der Donau Flusskreuzfahrt ab Passau

Gebucht haben wir die kurze Variante der Donau Flusskreuzfahrt ab Passau: vier Nächte von Passau bis Wien und wieder zurück. Diese Route wird allerdings nur außerhalb der Hauptsaison angeboten – etwa von Oktober bis Ende März.

Die klassische Donau Flusskreuzfahrt sieht normalerweise anders aus: rund sieben Tage und deutlich weiter entlang der Donau. Typische Stationen sind dabei die Wien, Esztergom, Budapest, Bratislava, und in der Wachau Krems und Melk, bevor es wieder zurück nach Passau geht.

Wir haben uns trotzdem ganz bewusst für die kürzere Strecke entschieden.

Der Grund ist simpel: Wir waren ziemlich skeptisch, ob uns eine Kreuzfahrt überhaupt gefällt. Unsere einzigen Erfahrungen mit Schiffen beschränken sich eher auf klassische Fährfahrten über Nacht – zum Beispiel von Amsterdam nach England oder von Rom nach Sardinien.

Ein paar Tage auf einem Fluss unterwegs zu sein, mit festem Schiff, Kabine und festen, zeitlich begrenzten Stopps entlang der Route? Ehrlich gesagt wussten wir vorher nicht, ob das wirklich unser Ding ist.Genau deshalb schien uns die kurze Donau Flusskreuzfahrt ab Passau perfekt zum Ausprobieren. 

In diesem A-ROSA* Flora Erfahrungsbericht konzentrieren wir uns deshalb bewusst auf diese kürzere Route – und darauf, wie sich eine Donau Flusskreuzfahrt für Einsteiger tatsächlich anfühlt.

kirche am flussufer der donau im sonnenaufgang
blick aus flusskreuzfahrtkabine auf donau

A-ROSA Flora – Schiff & Atmosphäre

Vor unserer Donau Flusskreuzfahrt habe ich einige Rezensionen und Reiseberichte gelesen, um herauszufinden, welche Reederei zu uns passt. Der Tenor war oft ähnlich: Publikum eher 65+, Einrichtung entsprechend klassisch.

Unser Eindruck: Der Altersdurchschnitt lag eher unter 60. Viele Gäste waren um die 50 – da wir ja auch näher an der 50 als an der 20 sind, haben wir uns nicht „zu jung“ gefühlt. Dazu kamen drei Familien mit kleinen Kindern, innerhalb der Schulferien kommen vielleicht mehr Familien dazu.

Eventuell liegt dieser jüngere Altersdurchschnitt auch daran, dass das Schiff nicht barrierefrei ist – es gibt jedoch auch barrierefreie Schiffe.

Insgesamt passen weniger als 200 Gäste auf das Schiff. Entsprechend haben wir uns zu keinem Zeitpunkt eingeengt gefühlt. Nur am Buffet mussten wir eine Schlange in Kauf nehmen und auch die Lautstärke beim Essen war entspannt und ruhig.

restaurant arosa flusskreuzfahrt erfahrungsbericht
Speisesaal

Die Atmosphäre war überhaupt sehr entspannt. Die Gäste waren freundlich, zurückhaltend und eher ruhig unterwegs. Es gab zwar Musik, Bar und verschiedene Programmpunkte an Bord, aber daran haben wir ehrlich gesagt gar nicht teilgenommen – das ist einfach nicht so unser Ding.

Auch die Einrichtung hat uns positiv überrascht. Sie ist nicht supermodern, aber auch weit entfernt von „Museumscharme“. 

Unsere Kabine hatte eine richtig gute Größe und war gut ausgestattet. Ein kleiner Kühlschrank oder zumindest ein Wasserkocher – für meine Wärmflasche – hätten wir allerdings ergänzend noch praktisch gefunden. Vorhanden ist ein Föhn, Wasserkaraffe (könnt ihr im Flur auffüllen) mit Gläsern, Kolter (für alle die nicht aus Hessen kommen: Kuscheldecke), Handtücher.

schiffskabine der arosa flora
kabine arosa flora erfahrungsbericht

Was wir unbedingt empfehlen würden: eine Kabine mit französischem Balkon. So könnt ihr das Fenster aufschieben und euch mit dem Stuhl direkt ans Geländer setzen. Gerade morgens oder abends war das richtig schön. Mit dem leisen Plätschern der Donau einzuschlafen hatte etwas sehr Entspannendes.

Überraschend fanden wir auch, wie ruhig die Kabine war. Von unseren Fährfahrten kennen wir das ziemlich laute Motorenbrummen – das gibt es auf der Flusskreuzfahrt kaum. Auch von den Nachbarn haben wir praktisch nichts gehört.

Durchsagen gab es nur an Deck. In der Kabine haben wir sie höchstens ganz leise wahrgenommen, wenn unser Fenster geöffnet war.

sonnenaufgang über donau aus flusskreuzfahrtkabine

Das Essen war auf unserer Donau Flusskreuzfahrt im Preis inkludiert: Frühstück, Mittag- und Abendessen – alles in Buffetform. Nachmittags Kaffee und Kuchen. Eine Warteschlange ließ sich dabei nicht vermeiden, dafür war die Auswahl abwechslungsreich.

Vegetarische Optionen waren gekennzeichnet und auch beim Fleisch wurde angegeben, was genau serviert wird. Vegan sollte vorher bei der Buchung angegeben werden und war nicht gekennzeichnet.

Als Vegetarierin habe ich grundsätzlich immer etwas gefunden – viel Gemüse, Beilagen und verschiedene warme Gerichte. Was mir allerdings aufgefallen ist: Es gab kaum bewusst vegetarische Hauptgerichte und in den vier Tagen tatsächlich kein einziges Gericht mit Hülsenfrüchten, woran man eben merkt, dass die vegetarische Ernährung und die Aufnahme von Proteinen für diese nicht mitgedacht wird.

Das Getränkepaket haben wir nicht gebucht. Wasser war ohnehin inkludiert, und für uns hat das völlig gereicht. Mal ein Bier zum Abendessen könnt ihr einfach extra bezahlen.

Der Service an Bord war durchweg freundlich und aufmerksam. Beim Umgang mit Kindern hatten wir allerdings das Gefühl, dass die Crew wenig Erfahrung hat. Auf dem ganzen Schiff gab es zum Beispiel nur einen einzigen Hochstuhl, obwohl zwei Kleinkinder an Bord waren – die Familien mussten sich also während der gesamten Reise abwechseln.

kuchen und suppe auf tisch eines kreuzfahrtschiffs
Einschiffungssnack mit Kuchen und Suppe
essen arosa flusskreuzfahrt erfahrungsbericht
Vegetarische Auswahl: Kartoffelwaffeln, Lasagne und Gemüse

Richtig gut gefallen hat uns das Sonnendeck. Es gab ausreichend Liegen und Sitzplätze, sodass man immer einen Platz gefunden hat.

Und obwohl wir Mitte März unterwegs waren, konnten wir tatsächlich mehrmals in der Sonne liegen, lesen – und sogar täglich unsere Runden im beheizten Pool drehen.

reisebericht donau kreuzfahrt arosa flora

Stopps entlang der Donau

1. Tag: Start der Donau Flusskreuzfahrt in Passau

Für unsere Donau Flusskreuzfahrt ab Passau sind wir schon einen Tag früher angereist. Mit dem Zug ging es entspannt nach Passau, wo wir eine Nacht im Premier Inn Hotel (Booking.com)* verbracht haben – praktischerweise direkt neben dem Bahlsen Outlet – ich hatte wirklich keine Ahnung, wie viel Freude Mark ein Lebensmittel-Outlet machen kann!

So hatten wir genug Zeit, uns in Ruhe einen ersten Eindruck von Passau zu verschaffen, bevor unsere Donau Flusskreuzfahrt begann.

aussichtspunkt auf die stadt passau von der veste aus
Aussichtspunkt der Veste Oberhaus
donau flusskreuzfahrt passau sehenswuerdigkeiten
Blick von der Veste auf das Drei Flüsse Eck in Passau

Unsere Passau Tipps:

  • Lauft über den Ludwigsteig hinauf zur Veste Oberhaus. Der Weg ist zwar kurz etwas steiler, aber oben wartet ein richtig schöner Blick über die Altstadt und die drei Flüsse.
  • Danach lohnt sich ein Spaziergang entlang der Donau bis zum Dreiflüsseeck, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen. Von dort könnt ihr gut weiter am Innufer entlanglaufen.
  • Und natürlich gehört auch ein Bummel durch die Altstadt dazu. Die engen Gassen, die bunten Häuser und mittendrin der beeindruckende Dom St. Stephan – der größte Barockdom nördlich der Alpen.
Abstieg von der Veste entlang der Burgmauer
Abstieg von der Veste entlang der Burgmauer
Ausblick auf Passau während der Ausfahrt auf dem Flusskreuzfahrtschiff
Ausfahrt mit dem Schiff

2. Tag: Stopp der Flusskreuzfahrt auf der Donau: Wien

Direkt zum Start unserer Donau Flusskreuzfahrt ab Passau stand nämlich die längste Etappe an: die Fahrt bis nach Wien.

Am nächsten Tag kamen wir dort gegen Mittag an. Die Liegezeit war ziemlich großzügig – von etwa 14 bis 24 Uhr – sodass wir einen entspannten halben Tag Zeit hatten, die Stadt zu erkunden.

Ein kleiner Punkt, den man vorher wissen sollte: Die Donau fließt nicht direkt durch die Wiener Altstadt. Die Schiffe legen daher etwas außerhalb an. Das klingt erstmal umständlicher, als es tatsächlich ist. Mit der U-Bahn seid ihr ungefähr 10 Minuten zu Fuß von der Anlegestelle und dann nur etwa 5 Minuten Fahrt von der Altstadt entfernt.

dom in wien
häuser in wien
hofburg in wien

Unsere Tipps für einen halben Tag in Wien:

  • Spaziergang durch die Altstadt und Besuch Stephansdom. Allein das Dach mit seinen bunten Ziegeln ist schon einen Blick wert.
  • Zur Hofburg schlendern. Eigentlich hatten wir geplant, uns dort das Sisi-Museum anzusehen. Aber das Wetter war überraschend schön – und wir hatten ehrlich gesagt mehr Lust, einfach draußen zu sein und durch die Straßen zu bummeln.
  • Spaziergang beim Schloss Belvedere.
  • Abstecher zum Prater. Dort stehen nicht nur das berühmte Riesenrad, sondern auch ein kleiner Rummel mit Fahrgeschäften.

Für einen halben Tag war das für uns genau die richtige Mischung: ein bisschen Kultur, ein bisschen Stadtbummel und einfach das Wiener Flair aufsaugen, bevor es am Abend wieder zurück aufs Schiff ging.

schloss belvedere wien

3. Tag: Zwei Stopps in der Wachau: Dürnstein und Melk

Am nächsten Tag standen gleich zwei Stopps in der Wachau auf dem Programm. Der erste war morgens in Dürnstein – und ganz ehrlich: Das war mein Lieblingsstopp auf dieser Donau Flusskreuzfahrt.

Schon vom Schiff aus habt ihr einen richtig schönen Blick auf das kleine Dorf mit seinem bunten Stift und der Burgruine hoch über der Donau. Auf der Fahrt nach Wien hatten wir Dürnstein schon passiert und das Glück gehabt, dass wir früh morgens im Pool waren, als wir dieses zauberhafte Örtchen passierten.

route donau flusskreuzfahrt fuer anfaenger

In Dürnstein selbst gibt es zwei Dinge, die ihr unbedingt machen solltet:

  • Zuerst lohnt sich der Weg hinauf zur Burgruine Dürnstein. Der Pfad führt über den Richard-Löwenherz-Weg den Hang hinauf. Die Ausblicke unterwegs sind absolut traumhaft!
  • Und danach: einfach durch den Ort treiben lassen.

Die Gassen sind klein, hübsch und voller kleiner Läden. Fast überall findet ihr Produkte rund um Marillen – Marmelade, Schnaps, Likör oder Süßes. Dafür ist die Wachau nämlich bekannt.

Solltet ihr Dürnstein im Sommer oder Herbst besuchen ist bestimmt eine Wander- oder Fahrradtour durch die Weinberge auch richtig schön!

selfiespot in duernstein
blick uber duernstein
ruine duernstein

Bleibt noch die Frage: Warum eigentlich Richard-Löwenherz-Weg?

Der englische König Richard Löwenherz wurde Ende des 12. Jahrhunderts auf seiner Rückreise vom Kreuzzug erkannt und gefangen genommen. Der österreichische Herzog ließ ihn festsetzen – unter anderem soll er zeitweise auf der Burg über Dürnstein festgehalten worden sein. Später übergab man ihn an den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der für seine Freilassung ein enormes Lösegeld verlangte.

In England wurde daraufhin im ganzen Land Geld gesammelt, bis Richard schließlich freikam und zurückkehren konnte.

Nach seinem Tod folgte ihm sein Bruder Johann Ohneland auf den englischen Thron. Der Name kommt euch vielleicht bekannt vor: Als King John taucht er in den Geschichten rund um Robin Hood auf.

Ob jedes Detail der Geschichte stimmt, darüber streiten Historiker bis heute. Die Details dieser Geschichte erfahrt ihr auf jeden Fall auf diesem Weg zur Ruine Dürnstein.

richard löwenherz weg in dürnstein
jenni von der strandfamilie in dürnstein

Am selben Tag ging es weiter zum zweiten Halt unserer Donau Flusskreuzfahrt: nach Melk. Dort lagen wir etwa von 15 bis 21 Uhr.

Das klare Highlight des Ortes ist das Stift Melk. Die riesige Klosteranlage zählt zu den größten einheitlichen Barockensembles Europas

Vom Anleger aus könnt ihr das Stift bequem zu Fuß erreichen. Auf dem Weg nach oben lohnt sich unbedingt ein kurzer Fotostopp auf der Brücke – dort gibt es einen kleinen Aussichtsbalkon. Bei uns hat sich das Stift sogar im Wasser gespiegelt, was wirklich eine beeindruckende Aussicht war.

stift melk donau flusskreuzfahrt wachau
donau flusskreuzfahrt wachau highlights

Ohne Führung könnt ihr in der Nebensaison allerdings nur einen Teil der Anlage besichtigen: den Innenhof, die Aussichtsplattform auf der Nordbastei und die Stiftskirche.

Ein eigentliches Highlight im Inneren ist die berühmte Bibliothek des Stifts Melk mit der barocken Ausstattung. Sie wird aktuell restauriert, ist aber grundsätzlich weiterhin zugänglich.

Als wir ankamen, gab es leider keine öffentliche Führung mehr. Deshalb haben wir uns nur kurz die frei zugänglichen Bereiche angeschaut. Den organisierten Ausflug von A-ROSA* haben wir ausgelassen – der war uns ehrlich gesagt etwas zu teuer.

gärten in melk

4. Tag der Donau Flusskreuzfahrt: Linz

Am vierten Tag unserer Donau Flusskreuzfahrt legten wir früh morgens in Linz an. Der Aufenthalt war mit 7 bis 22 Uhr richtig lang – genug Zeit also, um sich die Stadt in Ruhe anzuschauen.

Wir starteten mit einem Spaziergang durch die Altstadt und besuchten den Mariendom. Besonders beeindruckt haben uns dort die riesigen Fensterbilder, die biblische und historische Geschichten erzählen. Selbst wenn ihr sonst keine großen Kirchenfans seid, lohnt sich hier ein kurzer Blick hinein.

Danach ging es hinauf zum Schlossmuseum. Von dort habt ihr einen schönen Blick über die Altstadt und die Donau. Ganz nett, aber für uns kein absolutes Must-see.

mariendom in linz
aussicht über linz

Linz ist allerdings für etwas ganz anderes bekannt: als Stahlstadt. Hier sitzt die Voestalpine AG, eines der größten Stahlunternehmen Europas. Das Werk in Linz beschäftigt mehrere tausend Mitarbeiter und gehört zu den wichtigsten Industriestandorten Österreichs.

Genau deshalb haben wir vorab eine Werkstour durch das Stahlwerk gebucht – und das war rückblickend eines der spannendsten Erlebnisse unseres Tages.

Mit einem Bus wurden wir über das riesige Werksgelände gefahren und bekamen unterwegs viele Einblicke: Wie viele Menschen hier arbeiten, wie groß die Anlagen sind und auch, welche Maßnahmen das Unternehmen aktuell ergreift, um den CO₂-Ausstoß der Stahlproduktion zu reduzieren.

An zwei Stationen durften wir sogar aussteigen und einen Blick auf die Produktion werfen.

Der erste Stopp war eine Aussichtsplattform über einem Hochofen. Das Ganze wirkte fast wie ein industrieller Vulkan.Beim zweiten Stopp sahen wir die frisch produzierten glühenden Stahlbrammen, die auf Transportrollen an uns vorbeifuhren, um langsam abzukühlen. 

Die Tour können wir wirklich empfehlen – allerdings nur, wenn ihr mit älteren Kindern oder ohne Kinder unterwegs seid. Kleine Kinder dürfen aus Sicherheitsgründen nicht teilnehmen, und Fotos sind während der gesamten Führung verboten.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch das Ars Electronica Center, das sich selbst als modernes Zukunftsmuseum versteht.

Ein echtes Highlight war für Mark die 8K-Weltraumshow im sogenannten Deep Space. Die Projektion ist riesig und wirklich beeindruckend.

Der Rest des Museums hat uns allerdings eher enttäuscht. Viele Stationen wirkten auf uns etwas zusammengewürfelt. Oft ging es um Möglichkeiten oder Grenzen von KI – allerdings ohne echten Aha-Moment.

Nach etwa eineinhalb Stunden haben wir das Museum deshalb schon wieder verlassen.

Einen Pluspunkt gab es trotzdem: Abends wird das Gebäude spektakulär beleuchtet. Und genau das konnten wir später noch direkt aus dem Fenster unserer Schiffskabine beobachten, bevor es am nächsten Morgen wieder zurück Richtung Passau ging.

museum linz reisebericht donau flusskreuzfahrt

Tag 5: Ende der Donau Flusskreuzfahrt

In der letzten Nacht unserer Donau Flusskreuzfahrt ab Passau sollte es eigentlich wieder zurück nach Passau gehen. Während wir schliefen, fuhr das Schiff die letzte Etappe der Donau hinauf, sodass wir am nächsten Morgen direkt dort aussteigen konnten.

Oder zumindest war das der Plan.

Tatsächlich lief es etwas anders. Offenbar gab es keinen freien Liegeplatz in Passau oder andere organisatorische Schwierigkeiten. Deshalb legte unser Schiff in Engelhartszell an, einem kleinen Ort ein Stück donauaufwärts.

Von dort wurden alle Gäste am Morgen mit Bussen zurück zum Bahnhof nach Passau gebracht – keine Sorge, diese Info wurde uns zu Beginn der Reise mitgeteilt.

Die Donau Flusskreuzfahrt endete damit morgens um 8 Uhr beim Verlassen des Bootes. Im Anschluss suchten wir uns ein Cafe in Passau zum Arbeiten, bis unser Zug zurück in die Heimat fuhr.

erfahrungen donau flusskreuzfahrt arosa
Anlegeplatz in Linz

Unser Fazit zur Donau Flusskreuzfahrt

Für unsere Donau Flusskreuzfahrt ab Passau mit der A-ROSA Flora* haben wir 1.250 Euro für zwei Personen gezahlt – Kabine mit französischem Balkon, vier Nächte, Nebensaison. Frühstück, Mittag- und Abendessen waren im Preis enthalten. Definitiv kein günstiger Kurzurlaub.

Insgesamt haben wir uns auf der Reise wirklich wohlgefühlt.

Am meisten gefallen hat mir das entschleunigte Reisen auf dem Wasser. Während das Schiff langsam die Donau entlangfährt, gibt es ständig etwas zu sehen: kleine Orte, Weinberge, Burgen oder einfach die Landschaft am Flussufer. Dieses ruhige Dahingleiten hat etwas sehr Entspannendes.

Auch die Länge der Reise war für uns genau richtig. Vier Nächte waren perfekt, um das Konzept Flusskreuzfahrt kennenzulernen.Ich glaube ehrlich gesagt, dass eine längere Tour bei uns irgendwann dazu geführt hätte, dass uns ein paar Dinge anfangen zu nerven. Zum Beispiel die vielen Menschen um uns herum. Alle waren wirklich nett – daran lag es nicht. Aber wir sind von unseren Individualreisen einfach gewohnt, alleine unterwegs zu sein, nur wir zwei (oder mit der Familie). In einer Reisegruppe unterwegs zu sein, fühlt sich für uns einfach anders an.

Ähnlich ging es mir irgendwann mit dem Buffet. Das Essen war lecker und die Auswahl gut – aber nach ein paar Tagen wurde mein Teller immer leerer. Irgendwann wird man beim Buffet ein bisschen müde davon. Zumindest ging es mir so.

Trotzdem war es genau die richtige Entscheidung, diese Donau Flusskreuzfahrt auszuprobieren. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das irgendwann noch einmal machen würden.

Mark war sogar richtig begeistert – der würde am liebsten direkt die nächste Reise buchen.

Ich dagegen freue mich jetzt erstmal wieder auf unsere Touren mit dem Van!

landschaft entlang der donau
donau flusskreuzfahrt ab passau erfahrungen

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Gerade bei dieser Donau Flusskreuzfahrt kam über Instagram öfter die Frage auf, ob das eine Zusammenarbeit war. Nein – wir haben die Reise komplett selbst geplant, gebucht und bezahlt. Genau deshalb können wir für uns auch ehrlich abwägen: Was bekommt man für den Preis? 

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  • Beitrag zuletzt geändert am:18. März 2026