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Gedenkstätte Point Alpha

Nachdem wir das Wochenende in Thüringen mit einem Ausflug zur Wartburg und einer Wanderung durch die Drachenschlucht verbracht hatten, machten wir auf dem Heimweh einen Stopp in der schönen Rhön.

Dort besuchten wir die Gedenkstätte Point Alpha.

Wir parkten auf dem großen Parkplatz vor dem „Haus auf der Grenze“. Die Eintrittskarte berechtigt gleichzeitig auch zum Eintritt des US-Beobachtungsstützpunktes (ungefähr 500 Meter entfernt).

Die Ausstellung im „Haus auf der Grenze“ beschäftigt sich, neben verschiedenen Ausstellungsstücken zur Sicherung der Grenze, vor Allem mit den Geschichten der Grenzbewohner. Im oberen Teil der Ausstellung gab es verschiedene Stationen zum Thema „Diskriminierung“. Außerdem gibt es eine Kinder-mit-mach-Station zu dem Biosphärenreservat. Während des Kalten Krieges entstand ein „Grünes Band“ im sogenannten „Todesstreifen“. Die Pflanzenwelt trotzte der Todeszone und eroberte ihn als Lebensraum.

Ein paar Wochen zuvor hatten wir in Frankfurt das Luftbrückendenkmal besucht, nun standen wir wieder vor einem Original-Stück „Berliner Mauer“. Sehr berührt hat uns der Satz: „Die Geschichte der Mauer beweist, dass der Wunsch nach Freiheit auf Dauer stärker ist als Beton“.

Point Alpha mit Kindern
Gedenkstätte Point Alpha mit Kindern

US-Beobachtungsstützpunkt Point Alpha

Auf dem Weg zum US-Beobachtungsstützpunkt wurden die verschiedenen Grenzsperranlagen dargestellt: Von der einfachen Straßensperre, über den Stacheldrahtzaun bis hin zu dem 3 Meter hohem Streckmetallzaun inklusive Kfz-Sperrgraben.

Für den US-Beobachtungsstützpunkt könnt Ihr gegen eine Leihgebühr eine „Hörkarte“ erhalten. An verschiedenen Stellen könnt Ihr dann Berichte von ehemaligen dort stationierten US-Soldaten hören. Die Berichte waren für unsere Jungs zu lang, für ältere Kinder und Erwachsene jedoch interessant, um sich das Leben in der Grenzzone besser vorstellen zu können. Die Kinder fanden es spannend sich die verschiedenen Panzer sowie Hubschrauber anzuschauen. In den Baracken sind Soldatenzimmer dargestellt und es gibt verschiedene Ausstellungen mit Hintergründen zum Kalten Krieg.

Die amerikanische Flagge weht in einem Wendekreis. Laut Schild gab es das Gerücht, dass der Fahnenmast den Boden nicht berührte, um zu zeigen, dass die Amerikaner nur zu Gast im Land waren. Im Lager wird klar, unter welchem Druck die Soldaten standen. Die Amerikaner beobachteten die Deutschen, die wiederum die Amerikaner beobachteten. Tag für Tag musste man darauf bedacht sein, keine Provokation auszulösen. Bei Fluchtversuchen durfte nicht eingegriffen werden. Wir konnten uns nur schwer vorstellen, welch grausigen Erlebnisse vom Beobachtungsturm teilweise gemacht werden mussten.

Point Alpha US-Beobachtungsstützpunkt
US-Beobachtungsstützpunkt mit Kindern

Unser Fazit zum Besuch der Gedenkstätte Point Alpha

Die Jungs fanden überraschenderweise nicht die ausgestellten Panzer und Hubschrauber am interessantesten, sondern die Darstellung der verschiedenen Mauerteile. Point Alpha ist eine authentische aber nicht zu bedrückende Ausstellung, um einen guten Einblick in das tatsächliche Leben hinter den Grenzen zu erhalten. Speziell da der US-Beobachtungsstützpunkt im Freien ist, und die Kinder sich freibewegen können, ist der Ausflug schon für jüngere Kinder eine gute Annäherungsmöglichkeit an unsere deutsche Geschichte. Die Gedenkstätte Point Alpha besuchen wenn Ihr sowieso in der Ecke unterwegs seid: Somit ein Muss!

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