Nachdem wir einige regnerische Tage in Monteverde und auf einer Kakaoplantage verbracht hatten, wollte wir nur eins: ab ins Warme, raus dem Regen! Ganz gemütlich erkundeten wir also die paradiesischen Strände an der Pazifikküste mit unseren Kindern. Wir starteten südlich von Tamarindo und verließen die Nicoya Halbinsel nach etwa zwei Wochen mit der Fähre nach Puntarenas.
Unsere Lieblingsstrände auf der Nicoya Halbinsel in Costa Rica:
Playa Negra - entspannter Strand auf Nicoya
Unseren ersten Strandtag auf der Nicoya Halbinsel in Costa Rica verbrachten wir am Playa Negra. Und ganz ehrlich: Wir waren sofort begeistert.
Unter schattenspendenden Mangroven legten wir unsere Sachen ab, schnappten uns die Bodyboards – supergünstig vorher im Walmart gekauft – und rannten über den ewig langen, überraschend ruhigen Strand. Genau so hatten wir uns Nicoya auf Costa Rica vorgestellt. Weit, wild und irgendwie herrlich entspannt.
Die Jungs stürzten sich sofort in die ersten Wellen und ließen sich mit den Boards über das Wasser treiben. Pelikane schossen immer wieder wie kleine Torpedos ins Meer und holten sich Fische aus dem Wasser, während ein paar Surfer draußen zeigten, was sie wirklich draufhaben.
Als Mark und ich uns später in der Sonne trocknen ließen, fiel uns plötzlich das Gewusel um uns herum auf. Überall bewegte sich etwas im Sand. Noch nie zuvor hatte ich so viele Krebse gesehen. Sobald wir aufstanden oder einen Schritt machten, verschwanden sie blitzschnell in ihren Löchern – als hätte jemand einen unsichtbaren Schalter umgelegt.
Dann merkten wir allerdings noch etwas anderes.
Unser gesamtes Bargeld war weg.
Während wir fröhlich im Wasser herumgetobt hatten, hatte sich offenbar jemand an unseren Sachen zu schaffen gemacht. Der Dieb nahm glücklicherweise nur das Geld mit und ließ alles andere liegen. Ärgerlich war es trotzdem.
Seitdem nutzen wir für Strandtage unsere wasserfeste Tasche (amazon)* und nehmen einfach alles wertvolle mit ins Meer.
Über Social Media hörten wir später, dass Diebstähle in Costa Rica Nicoya leider immer wieder vorkommen. Ich tue mich ehrlich gesagt schwer damit, solche Vorurteile einfach zu übernehmen. Trotzdem gehört zur Wahrheit auch: Ein bisschen Vorsicht schadet nicht. Haltet eure Wertsachen im Blick und lasst am Strand möglichst nichts Unbeaufsichtigtes liegen.
Blenden wir den Diebstahl einmal aus, bleibt nämlich vor allem eins: Der Playa Negra auf der Nicoya Halbinsel hat richtig gute Wellen. Genau deshalb lieben Surfer diesen Strand.
Für Familien bedeutet das allerdings auch: Die Strömung kann ziemlich stark sein. Für kleinere Kinder ist der Strand deshalb nicht unbedingt ideal. Unsere Jungs waren damals neun und zwölf Jahre alt und hatten mit den Bodyboards riesigen Spaß – allerdings nur an dem Abschnitt ohne Felsen. Dort solltet ihr wirklich aufpassen, denn wenn die Wellen brechen, haben sie ordentlich Wumms.
Ein schattiges Plätzchen findet ihr unter den Mangroven am Strand – gerade in der Mittagssonne Gold wert.
Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, gibt es vor dem Hotel Playa Negra (Booking.com)* kostenpflichtige, bewachte Parkplätze. Außerdem steht dort eine kleine Stranddusche zur Verfügung.
Playa Junquillal - der nächste Traumstrand auf der Halbinsel Nicoya
Nur ein paar Autominuten von unserer Unterkunft am Playa Negra entfernt, wurde uns ein weiterer Traumstrand der Nicoya Halbinsel über Instagram empfohlen: der Playa Junquillal.
Als wir ankamen, spielte sich genau das ab, was wir an Costa Rica so lieben: Eine einheimische Familie stand am Grill, ein Volunteer bewachte sorgfältig verbuddelte Schildkröteneier, und ein paar Ticos – so werden die Einwohner von Costa Rica genannt – planschten mit ihren Kindern im Wasser. Alles wirkte entspannt, unaufgeregt und irgendwie herrlich normal.
Der Strand selbst ist weit, von Palmen gesäumt und angenehm ruhig. Schatten findet ihr hier problemlos unter den Bäumen. Und auch hier rollen wieder diese typischen, kräftigen Wellen an den Strand, die wir auf der Nicoya Halbinsel immer wieder erlebt haben.
Geparkt haben wir direkt am Strand auf einem kleinen, kostenfreien Parkplatz. Duschen oder Toiletten haben wir allerdings keine gesehen.
Wenn ihr dagegen einen deutlich belebteren Strand mit mehr Infrastruktur sucht – Restaurants, Surfshops und mehr Trubel – solltet ihr euch Tamarindo merken. Dort ist auf der Nicoya Halbinsel deutlich mehr los. Einen ausführlichen Eindruck bekommt ihr zum Beispiel im Reisebericht von travelisto.
Playa Carrillo - Familienstrand auf der Halbinsel Nicoya
Langsam ging es für uns weiter Richtung Süden auf der Nicoya Halbinsel. Von Playa Negra nach Sámara braucht ihr etwa zwei Stunden mit dem Mietwagen. Aber schon die Fahrt zeigt ziemlich gut, wie unterschiedlich Nicoya Costa Rica sein kann.
Der Playa Carrillo ist ein – mal wieder – ein echtes Highlight auf Nicoya: Eine geschützte Bucht, badewannenwarmes Wasser, ein ewig langer Strand und unzählige Palmen, die sich wie eine Kulisse hinter der Küste aufreihen.
Und gleich um die Ecke gibt es noch etwas Besonderes: einen Flusszulauf, in dem sich Krokodile aufhalten. Von der Brücke aus könnt ihr sie mit etwas Glück entdecken – wir fanden das gleichzeitig faszinierend und ein bisschen unheimlich.
Mit etwas Geduld lohnt sich auch ein früher Blick in die Palmen. Am Morgen könnt ihr hier nämlich oft rote Aras beobachten. Überhören könnt ihr sie jedenfalls nicht. Die Papageien fliegen nach Sonnenaufgang von einer nahegelegenen Aufzuchtstation Richtung Strand, um sich dort an den Seemandeln satt zu essen, die hier wachsen.
Ich behaupte ja gern, dass ich keine große touristische Infrastruktur brauche. Aber gegen einen kleinen mobilen Stand mit gekühlten Kokosnüssen – ganz ehrlich – habe ich wirklich nichts einzuwenden. Das bekommt ihr hier.
Für Familien gehört dieser Strand für uns zu den besten Nicoya Halbinsel Tipps – durch die geschützte Bucht sind die Wellen deutlich ruhiger als an vielen anderen Stränden der Nicoya Halbinsel, was gerade für kleinere Kinder angenehm ist.
Der Strand von Sámara liegt nur wenige Minuten entfernt und ist ebenfalls wunderschön – allerdings deutlich belebter. Dafür findet ihr dort auch mehr Infrastruktur: Strandrestaurants, Surfshops und viele Möglichkeiten, den Tag entspannt am Meer zu verbringen.
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→ Unser Ferienhaus haben wir absolut geliebt: Schöner Pool, morgens flogen die roten Aras krächzend über die Terrasse. Haken: Das Inserat ist leider nicht mehr vorhanden. Über Booking.com* findet ihr aber auch in Strandnähe tolle Unterkünfte, wie für Paare das stylische La Caravana (Booking.com)* oder das Chez Nous (Booking-com)* für Familien. Auf den Bildern sieht die Aussicht vom Pool der Nammbu Beach Front Bungalows (Booking.com)* absolut genial aus.
Playa Camaronal - Schildkröten-Infozentrum
Der Playa Camaronal ist nicht direkt eine Strandempfehlung auf der Halbinsel Nicoya – die Strömung ist zu gefährlich zum Schwimmen und es gibt leider auch keine Schattenplätze, von denen aus ihr den Surfern zuschauen könntet. Wenn ihr jedoch sowieso in der Ecke bei Samara seid, könnt ihr euch aber das Schildkröten-Infozentrum am Playa Camaronal anschauen.
Auf einigen Infotafeln erfahrt ihr alles Wissenswerte über die Schildkröten:
- Die Schildkröten kommen zur Eiablage an den Strand. Die Eier werden in den Sand eingebuddelt. Dort werden sie fast zwei Monate durch die Sonne gewärmt, bis die Babys schlüpfen und ins Wasser krabbeln.
- Aus 1.000 gelegten Eiern bleibt am Ende nur eine (!) ausgewachsene Schildkröte übrig!
Schildkröteneiern wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt, weshalb sie immer noch von Menschen ausgebuddelt werden. Aber auch Hunde, Echsen und andere Tiere am Strand stellen eine große Gefahr dar. Daher werdet ihr an den meisten Eiablage-Stränden Costa Ricas abgesperrte Bereiche finden, in denen die Schildkröteneier von Freiwilligen rund um die Uhr bewacht werden.
Montezuma - besonderer Flair auf Nicoya
Der Hippie-Ort Montezuma im Süden der Nicoya Halbinsel versprüht ein besonderes Flair: anders, alternativ, künstlerisch. Ihr findet dort ein Großangebot an Handwerkskunst, einen paradiesischen Sandstrand, malerische Felsenstrände und einen beliebten Wasserfall zum Baden.
→ Unsere Unterkunft lag uns zu sehr abseits, das nächste Mal würden wir zentraler buchen, zum Beispiel das sehr gut bewertete Hotel El Jardin (Booking.com)*.
Vom Parkplatz des Wasserfalls Montezuma aus führt ein etwa 15-minütiger Fußweg durch den Dschungel zur Badestelle. Festes Schuhwerk ist hier angebracht. Die ersten Meter lauft ihr über die Felsen des Wasserbettes, anschließend durch den Dschungel und für das letzte Stück sind Seile am Abhang angebracht. Julian (9) ist den gesamten Weg zurück im Flussbett gelaufen – rutschig, aber machbar.
Da der Wasserfall ein beliebtes Ausflugsziel ist, solltet ihr früh kommen. Hier wird gepicknickt, gebadet und wenn ihr Glück habt, könnt ihr die Einheimischen beobachten, die waghalsige Sprünge am Wasserfall vollführen. Ein weiterer Weg führt noch zu den oberen Wasserfällen. Dies haben wir jedoch nicht gemacht, der Weg soll jedoch steil und schwieriger als der erste Part sein.
Fähre Paquera – Puntarenas: So kommt ihr von der Nicoya Halbinsel aufs Festland
Die Fähre verbindet Paquera auf der Nicoya Halbinsel mit Puntarenas auf dem Festland von Costa Rica. Sie fährt mehrmals täglich in beide Richtungen, die Überfahrt über den Golf von Nicoya dauert etwa 70 Minuten.
Wir haben für die Strecke mit Auto rund 25 Euro bezahlt, was für diese entspannte Abkürzung wirklich fair ist.
Tickets könnt ihr direkt am Fährterminal in Paquera kaufen oder vorab online buchen. Wir haben uns für den Onlinekauf über QuickPayCR entschieden – das hat problemlos funktioniert. Die Website ist allerdings überwiegend auf Spanisch, weshalb wir kurz den Google-Übersetzer bemühen mussten, um die richtigen Tickets zur passenden Uhrzeit zu buchen.
Unser Fazit zu der Halbinsel Nicoya mit Kindern:
Da wir im August schonmal in Kalifornien im Pazifik waren, erwartete ich an der Pazifikküste Costa Ricas im Januar eher kalte Wellen. Völlig falsch! Die Jungs fanden die Wellen und die Action, die sie suchten und ich badewannenwarmes Planschewasser – Costa Rica liegt einfach deutlich näher am Äquator.
Die Strände auf der Halbinsel Nicoya sind ein absoluter Traum! Palmengesäumt, fast überall findet ihr ein schattiges Plätzchen, weitläufig und sauber. Ihr habt immer die Wahl zwischen einem großen Strand mit sanitären Anlagen und Strandlokalen oder eher abgelegeneren und ruhigeren Locations.
Mark meint, die Strände auf der Halbinsel Nicoya seien die schönsten Strände, die er je gesehen hat!
Tipps für die Routenplanung durch Costa Rica:
→ Die 9 Stationen unserer Costa Rica Rundreise mit dem Mietwagen
→ 2-Wochen Costa Rica mit Kindern: Route mit Sehenswürdigkeiten und den schönsten Stränden
→ Costa Rica Reisetipps: Vom Wäsche waschen bis zu politischen Hintergründen
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