Eine Kakaoplantage in Costa Rica besuchen und sogar mitten zwischen den Kakaobäumen übernachten? Genau das haben wir auf der Finca Amistad* gemacht. Die Kakaofarm liegt ganz in der Nähe des Tenorio Nationalparks und war für uns eine der ungewöhnlichsten Unterkünfte auf unserer Costa-Rica-Rundreise.
Wir blieben zwei Nächte auf der Finca, frühstückten leckere regionale Speisen, kochten in einer Außenküche mit Blick auf die Kakaopflanzen und stapften mit Gummistiefeln durch die teilweise ziemlich matschige Plantage. Bei einer Führung erfuhren wir außerdem, wie Kakao eigentlich wächst und was alles passieren muss, bis aus einer Kakaofrucht irgendwann Schokolade wird.
Unsere Kinder waren damals 10 und 13 Jahre alt und fanden den Aufenthalt genauso spannend wie wir.
In diesem Artikel zeigen wir euch unsere Erfahrungen auf der Kakaoplantage, was euch bei einer Übernachtung auf der Finca Amistad erwartet und warum wir hier auch heute wieder zwei Nächte einplanen würden.
→ Verfügbarkeit und Preise für Finca Amistad (Booking.com)* – die Fahrtzeit zum Parque Nacional Volcán Tenorio beträgt 15 Minuten.
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Schon die Unterkunft selbst macht die Finca Amistad (Booking.com)* zu etwas Besonderem. Statt einfach nur für eine Kakaotour vorbeizukommen, übernachtet ihr hier direkt auf der Plantage.
Unsere Unterkunft war eher einfach als luxuriös – aber unfassbar atmosphärisch: Viel massives Holz, typisches Costa Rica-Feeling und das eigentliche Highlight war für uns der überdachte Außenbereich. Hier gab es eine Hängematte, einen Schaukelstuhl und unsere Außenküche.
Ehrlich: Mit dem Blick auf die Kakao-Pflanzen macht sogar spülen Spaß!
Überall hörten wir Vögel, Insekten und andere Tiere. Besonders gefreut haben wir uns über die Tukane, die wir hier immer wieder gesehen und gehört haben.
Mittlerweile hat sich auf der Finca einiges getan. Heute gibt es sogar Pools beziehungsweise Spa-Bereiche mit Hot Tub. Das gab es bei unserem Aufenthalt noch nicht. Nach einer Runde durch die Plantage in einen Pool zu springen, klingt schon ziemlich genial.
Highlight: Spaziergänge über die Kakaofarm
Einer unserer Lieblingspunkte war überraschenderweise etwas ganz Simples: einfach über das Gelände zu laufen.
Eine Kakaoplantage sieht schließlich ganz anders aus als die Raps- oder Maisfelder, die wir aus Deutschland kennen. Und weil es in Costa Rica gerne mal ordentlich regnet, kann es dabei auch ziemlich matschig werden.
Auf der Finca standen Gummistiefel zur Verfügung und so stapften wir mit den Kindern durch den Matsch zwischen Kakaobäumen und tropischen Pflanzen hindurch.
Die Farm wirkte nicht wie eine perfekt durchgestylte Touristenattraktion, bei der man auf einem befestigten Weg von Station zu Station geführt wird. Ihr seid hier wirklich mitten auf einer bewirtschafteten Farm und gleichzeitig mitten in der Natur.
Führung über die Kakaoplantage in Costa Rica: Wie wächst Kakao eigentlich?
Bis zu unserem Besuch hatten wir zwar schon sehr viel Schokolade gegessen – aber eher wenig Ahnung davon, wie Kakao überhaupt wächst.
Glücklicherweise gehörte zu unserem Aufenthalt auch eine englischsprachige 1-stündige Führung über die Kakaoplantage.
Dabei erfuhren wir viel über den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Kakao. Unsere Kinder waren zu diesem Zeitpunkt 10 und 13 Jahre alt und fanden die Tour richtig interessant.
Das lag sicherlich auch daran, dass ihr hier nicht einfach nur zuhört. Ihr steht zwischen den Kakaobäumen, seht und probiert die Früchte und bekommt direkt gezeigt, worüber gesprochen wird.
Die Kakaobäume wachsen auf der Finca nicht in einer klassischen Monokultur. Zwischen ihnen stehen größere Bäume und andere Pflanzen, die Schatten spenden.
Besonders spannend fanden wir, dass die Kakaofrüchte direkt am Stamm und an stärkeren Ästen wachsen. Je nach Reifegrad leuchten sie gelb, orange oder rötlich.
Öffnet ihr eine Kakaofrucht, liegen darin die Kakaobohnen, umgeben von hellem Fruchtfleisch.
Natürlich mussten wir probieren.
Und nein: Das schmeckt noch nicht nach Schokolade. Und auch gar nicht lecker (meine Meinung).
Eine Sache aus der Führung ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:
Die Blüten der Kakaopflanze sind winzig. So klein, dass größere Bestäuber wie Kolibris oder Bienen hier kaum zum Einsatz kommen. Stattdessen übernehmen winzige Mücken einen wichtigen Teil der Bestäubung.
Und damit nicht genug: Auch später bei der Verarbeitung des Kakaos spielen kleine Insekten und Mikroorganismen eine Rolle. Während der Fermentation sorgen Bakterien und Hefen dafür, dass sich die Aromen entwickeln, die wir später mit Kakao und Schokolade verbinden.
Ich – als Schokoliebhaberin – werde künftig also vielleicht ein kleines bisschen respektvoller meine Hand schütteln, wenn mich mal wieder eine Mücke nervt.
→ Ihr könnt auf der Farm auch Schokolade selbst herstellen und einen Kakaobaum pflanzen!
Ausflug zum Rio Celeste mit Kindern - Tenorio Volcano Nationalpark
Auf unserem Wunschzettel stand unbedingt der Besuch des Rio Celeste im Tenorio Volcano Nationalpark. Einfach magisch schimmert der hellblaue Fluss in der Dschungel-Landschaft.
Leider klappte es mit unserem Besuch des Nationalparks nicht, jedoch gibt es nur ein paar Kilometer hinter dem offiziellen Parkeingang einen öffentlichen Zugang zum Rio Celeste.
Die Übernachtung auf der Kakaofarm lässt sich also ideal mit einem Besuch des unglaublich fotogenen Rio Celeste kombinieren!
→ Für den Tenorio Volcano Nationalpark bzw. Río Celeste könnt ihr Tickets nicht spontan am Eingang kaufen. Ihr müsst sie vorab über das offizielle SINAC-Buchungssystem SICORE reservieren und bezahlen. Dies klappt nicht immer, daher findet ihr in unseren Reisetipps für Costa Rica Tricks zur Buchung.
Unser Fazit zu einem Besuch einer Kakaofarm in Costa Rica:
Wenn ihr die Kakaoplantage in Costa Rica mit Kindern besuchen möchtet, empfehlen wir euch ein 4×4 Fahrzeug – die Straßenverhältnisse sind teilweise ziemlich übel. → Die günstigsten Mietwagen finden wir regelmäßig über CHECK24 (Link zu CHECK24)*.
Den Besuch der Finca la Amistad (Booking.com-Link)* empfehlen wir euch auf jeden Fall, zumal in der Umgebung noch einige tolle Ausflugsziele zu finden sind! Unbedingt solltet ihr euch den hellblauen Fluss „Rio Celeste“ mit euren Kindern anschauen!
- Wie viele Nächte auf der Kakaoplantage bleiben? 2 Nächte
Unser Vorschlag:
- Tag 1: Anreise, Unterkunft beziehen und in Ruhe über die Farm spazieren.
- Tag 2: Kakaotour und – wenn möglich – Schokoladen-Workshop. Danach Zeit auf der Finca genießen oder zum Rio Celeste fahren.
- Tag 3: Nach dem Frühstück weiter zur nächsten Station eurer Costa-Rica-Rundreise.
Wir hatten dann nach unserem stürmischen und nassen Aufenthalt in Monteverde und auf der Kakaofarm genug von durchwachsenem Wetter und starteten die Erkundung der Pazifikküste Costa Ricas auf der Halbinsel Nicoya.
Hier gibts weitere Costa Rica Tipps:
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Transparenzhinweis
Bei diesem Erfahrungsbericht zur Kakaoplantage in Costa Rica handelt es sich nicht um eine Pressereise. Wir wurden nicht bezahlt oder beauftragt: Im Gegenteil. Die strandfamilie recherchiert selbst, bucht selbst, zahlt selbst, reist selbst und schreibt selbst.
Tatsächlich wurde uns die Kakaoplantage über Instagram von einer Followerin empfohlen. Solchen Empfehlungen folgen wir besonders gerne und wir haben so schon einige Highlights entdecken dürfen. Vielen Dank an die Community!
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Konntet ihr ohne die große Wanderung den Rio Celeste sehen? Wir sind mit unserem drei Jährigem Sohn unterwegs und wollen es ihm nicht zumuten. Aber sehen würde ich ihn trotzdem gerne. Kannst du mir einen Kartenausschnitt schicken, wo das ungefähr war? Lieben Dank für den tollen Bericht, wir werden nun auch in der Finca unterkommen. LG Anne
Hallo Anne, ich hab dir die Google-Maps Markierung des Spots am Rio Celeste per Email geschickt. Wünsche euch eine tolle Zeit in Costa Rica, liebe Grüße Jenni