Pazifikküste Costa Rica – die schönsten Strände und Nationalparks

Pazifikküste Costa Rica – die schönsten Strände und Nationalparks
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Unser Roadtrip durch Costa Rica führte uns über den Vulkan Arenal und den Nebelwald Monteverde auf die Halbinsel Nicoya und entlang der paradiesischen Strände des Pazifiks fuhren wir bis auf die Halbinsel Osa, zum Nationalpark Corcovado. Wir stellen euch unsere einzelnen Stopps und Highlights entlang der Pazifikküste Costa Ricas vor:

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Quelle: googlemaps

Die absoluten Traumstände an der Pazifikküste in Costa Rica fanden wir auf der Halbinsel Nicoya. Actionreiche Wellen, die aber nur sehr sichere Schwimmer meistern können und dunkle Sandstrände mit schattenspendenden Palmen. Unsere Lieblingsstrände der Halbinsel Nicoya haben wir euch in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

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Crocodile Bridge / Tarcoles Bridge

Kommend von der Halbinsel Nicoya Richtung Süden passiert ihr die Crocodile Bridge: Ihr könnt dort parken, auf die Brücke laufen und die Krokodile darunter bestaunen. Wir haben nicht gehalten, da uns dort eindeutig zu viel los war. Außerdem sind wir uns unsicher, ob dies tatsächlich der natürliche Lebensraum der Krokodile ist – es wirkte eher wie ein Rummel. Offensichtlich werden die Krokodile angefüttert, damit die Straßenverkäufer ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Ihr solltet keine Wertsachen im Auto haben, scheinbar werden dort häufig Autos aufgeknackt. Wer Krokodile im natürlichen Umfeld sehen möchte, dem empfehlen wir die Loop-Roads in den Everglades in Florida!

Nationalpark Manuel Antonio

Über den Nationalpark Manuel Antonio scheiden sich die Geister. Es ist der kleinste Nationalpark Costa Ricas, zentral an der Pazifikküste gelegen und daher auch noch richtig gut besucht. Wer wenig Zeit für Costa Rica mitbringt, Tiere hautnah beobachten möchte oder mit kleinen Kindern reist, für den ist der Nationalpark Manuel Antonio auf jeden Fall geeignet. Die Wege sind sehr gut ausgebaut, der Hauptweg nicht zu lang und die Affen würde ich nicht mehr als menschenscheu bezeichnen.

Die größte Herausforderung bei dem Besuch des Manuel Antonio Nationalparks: Kommt ihr mit dem Auto, winken euch uniformierte Parkwächter super aufdringlich auf ihre kostenpflichtigen Parkplätze. Mit super aufdringlich meine ich: Sie springen euch vor das Auto und machen so energische Handzeichen, dass ihr ohne diese Vorwarnung hier vielleicht das Gefühl bekommt, ihr hättet es mit offiziellen Anweisungen zu tun.

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Ihr dürft kein Essen mit in den Nationalpark Manuel Antonio mitbringen. Bitte haltet euch daran! Die Affen sind äußerst geschickt und wissen genau, wie sie euch die Lebensmittel abluchsen können. Während wir am Strand lagen, klaute sich eine Horde Affen eine Dose mit Erdbeeren und ein Apfelsaft-Trinkpäckchen von einer anderen Familie, beides wurde in Rekordzeit geöffnet und leer gefuttert bzw. getrunken!

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Bei unseren bisherigen Besuchen der Nationalparks Costa Ricas hatten wir keinen Guide und – vermutlich daher – auch noch keine Faultiere gesehen. So suchten wir uns für diesen Tag einen Guide (wir zahlten 15 Dollar pro Person ohne Verhandlung – somit ist das sicher runterhandelbar) und staunten am meisten darüber, wie er jedes noch so winzige Tier in jeder Entfernung entdeckte! Die Guides haben spezielle Fernrohre. Damit könnt ihr wirklich jede Libelle und jeden Frosch sehen. Und: natürlich auch Faultiere!

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Die Pazifikstrände im Nationalpark Manuel Antonio sind wirklich traumhaft schön. Ihr solltet nur darauf achten, dass dort der giftige Manzanilla-Baum wächst (auch „Manzanilla de la muerte“, also „Äpfelchen des Todes“ genannt…). Am Baum wachsen kleine Äpfel. Die solltet ihr logischerweise nicht essen, den Baum nicht berühren und auch bei Regen nicht unter diesem Baum Schutz suchen, da der abgesonderte Saft aus den Blättern zu einem Ausschlag auf der Haut führt!

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Unser Fazit zum Besuch des Nationalparks Manuel Antonio:

Wir hatten das Glück, dass der Park zwar gut besucht, jedoch nicht überfüllt war. Gab es ein Faultier zu sehen, bildete sich eine Menschentraube auf den Wegen und trotzdem hätten wir ohne Guide die Faultiere vermutlich a) nicht in der Baumkrone entdeckt und b) nix außer einem Fellknäuel erkennen können, da die Tiere eben doch in ganz schöner Entfernung saßen.

Der Nationalpark Manuel Antonio ist aus unserer Sicht „nice to see“, hinterließ bei uns jedoch trotz fehlender Gehege einen Eindruck von Tierpark. Es gibt auf engem Raum einfach unglaublich viel zu sehen. Für Reisende mit wenig Zeit daher ein sinnvoller Stop während der Rundreise durch Costa Rica.

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Playa Biesanz - Strand Nähe Manuel Antonio

Der Playa Biesanz, in der Nähe des Nationalparks Manuel Antonio ist eine nette Bucht (ruhiges, flaches Wasser – ideal für kleine Kinder), an der ihr Kajaks ausleihen könnt und kleine Snacks wie pipa fria (kalte Kokosnuss) und Ceviche kaufen könnt.

Aufpassen: Die Waschbären kommen gerne aus dem Wald und stibitzen euch die Lebensmittel aus der Tasche!

Übernachtet haben wir im Hostel Plinio* (unbezahlte, unbeauftrage Werbung). Highlight dort: Die roten Aras fliegen regelmäßig über die Poolanlage! Es gibt eine große, offene Gemeinschaftsküche und reist ihr ohne Kinder: auch günstige Zimmer im Dorm.

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Wasserfall "Eco Chontales"

Auf dem Weg von Quepos (Nationalpark Manuel Antonio) Richtung Uvita entlang der Pazifikküste Costa Ricas befindet sich ein unter Reisenden noch eher unbekannter Wasserfall: der Eco Chontales. Über eine etwa 15km lange Schotterpiste und eine mehr als fragwürdige Hängebrücke gelangt ihr auf den Besucherparkplatz – einfach der Beschilderung folgen (und nicht dem GPS!). Der Eintritt ist gebührenpflichtig und nach einem kurzen Spaziergang gelangt ihr direkt an den Wasserfall, in dem ihr baden könnt. Die Infrastruktur dort ist super: Es gibt sanitäre Anlagen und ein Restaurant. Wer einen Adrenalinkick braucht, folgt einem Pfad entlang des Wassers über die rutschigen Steine. Von dort könnt ihr aus einer Höhe von 8 Metern in den Canyon springen!

Wesentlich bekannter sind die Nauyaca Wasserfälle. Diese werden normalerweise per Pferdeausritt besucht oder per Jeeptour. Zu Fuß sind die Nauyaca Wasserfälle angeblich nicht empfehlenswert, da der etwa 4km lange Weg durch die vielen Pferdehufe sehr schlammig ist. Allerdings haben wir hier keine Erfahrung, da wir die Nauyaca Wasserfälle nicht besucht haben.

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Playa Dominicalito

Der Wasserfall Eco Chontales liegt in der Nähe des beliebten Surferstrandes Dominical.

Wir haben hauptsächlich den deutlich ruhigeren und extremst chilligen Playa Dominicalito besucht. Ihr könnt dort die am Strand landenden Paraglider beobachten, zu den „Rocas de Amancio“ laufen und euch an den gemütlichen, einfachen Strandbars stärken (schon ein veganes Bananen-Ceviche probiert?).

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Nationalpark Marino Ballena

Ausgelassen auf der Pazifikseite haben wir Uvita und den Nationalpark Marino Ballena (kostenpflichtig).

Von oben sieht der Strandabschnitt wie eine Walflosse aus. Diesen könnt ihr nur einige Stunden täglich bei Ebbe besuchen. Von Juli bis Oktober könnt ihr mit etwas Glück dort auch Wale beobachten. Der Strand dort soll absolut paradiesisch sein – jedoch lauft ihr auf dem Strandabschnitt eben in der prallen Sonne, weshalb wir auf einen Besuch verzichtet haben.

Google Maps

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Nationalpark Corcovado mit Drake Bay

Einen Aufenthalt auf der Halbinsel Osa und im Nationalpark Corcovado empfehlen wir euch nur, wenn ihr mehr als 2 Wochen in Costa Rica verbringt.

Die Anreise ist etwas „beschwerlich“ und nur mit einem 4×4 in der Trockenzeit möglich (unbedingt die Straßenverhältnisse vorab prüfen!). Wenn dann alles passt, gibt’s ein riesiges Highlight während eures Roadtrips durch Costa Rica: um nach Drake Bay zu kommen, müsst ihr mehrere kleinere Flüsse durchfahren – für die Kids war das ein mega Spaß! Alternativ ist eine Bootsanreise aus Sierpe möglich.

Drake Bay ist ein super schnuckeliges Piratennest, hier starten die Touren in den Nationalpark Corcovado. Unseren Bericht zur Halbinsel Osa (inklusive Nationalpark Corcovado) findet ihr hier.

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Unser Fazit zur Pazifikküste Costa Ricas mit Kindern:

Die Pazifikküste Costa Ricas ist ein absoluter Traum! Ihr findet ruhige Badebuchten für kleinere Kinder, actionreiche Wellen für Surfer, belebte Strände mit süßen Strandlokalen und wilde Küstenabschnitte.

Die Tierwelt ist unfassbar – speziell die krächzenden Aras und die singenden Tukane haben es uns angetan. Ihr werdet auf jeden Fall begeistert sein!

Wir waren im Januar und Februar auf der Pazifikseite Costa Ricas – gerade im Süden war die Luftfeuchtigkeit sehr hoch und auch das Wasser hatte Badewannentemperatur!

Seid ihr schon in Costa Rica gewesen? Was waren eure Highlights an der Pazifikküste?

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