Ayutthaya mit Kindern erleben

Ayutthaya mit Kindern erleben
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Ayutthaya war von 1351 bis 1676 die Hauptstadt des siamesischen Königreichs. Auf Grund der Nähe zu Bangkok gibt es einige Tagestouristen in Ayutthaya. Wir haben nach unserem Kurzaufenthalt in Bangkok (den Bericht findet ihr hier) 3 Tage in dieser vor allem kulturell bedeutenden Stadt verbracht, haben täglich auf dem Nachtmarkt gegessen, einen Bootstrip zu einigen Tempeln gemacht und haben per Fahrrad den Geschichtspark Ayutthaya mit unseren Kindern erkundet.

Von Bangkok aus könnt ihr mit euren Kindern sehr einfach mit dem Zug nach Ayutthaya reisen (ca. 2 Stunden Fahrtzeit). Wir haben hierfür die 3. Klasse gewählt und können euch dies uneingeschränkt empfehlen! Im 3. Klasse Abteil habt ihr keine festen Sitzplätze (wir haben niemanden gesehen, der stehen musste), es gibt keine Klimaanlage – dafür Ventilatoren an der Decke und am besten: ihr könnt die Fenster öffnen! Während der Fahrt laufen immer wieder Händler durch den Zug. Von kaltem Wasser, über gebratenes Hähnchen bis Eis – es wird alles angeboten! Eine tolle Erfahrung für die gesamte Familie! Die Tickets bekommt ihr direkt am Bahnhof. Eine Reservierung oder ein Vorabkauf ist nicht nötig.

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UNESCO-Welterbe: Geschichtspark Ayutthaya

In Ayutthaya herrschten mehr als 30 Könige. Die Dichte an Sehenswürdigkeiten ist also nicht verwunderlich! In unserer Unterkunft direkt in Ayutthaya liehen wir uns mit unseren Kindern Fahrräder aus und erkundeten so den Geschichtspark. Ganz wohl haben wir uns auf den Rädern nicht gefühlt: dichter Verkehr, Roller und TukTuk-Fahrer auf dem Fahrradweg und auch Elefanten (!!), die zum Touristentranssport über die Wege liefen. Dennoch bei der Hitze (35 Grad) eine sehr gute Möglichkeit, um die Tempelanlagen der ehemaligen Königsstadt zu erkunden.

Wat Mahathat

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Genauso habe ich mir die Ruinen vorgestellt! Eine mystische Stimmung, Vögel nisten in den Säulen, es riecht nach Fledermäusen (wenn ihr die Tempelruinen betreten könnt, riecht ihr die Fledermäuse erst. Seid ihr ganz still, könnt ihr sie hören und schließlich flattern sie auch über euren Köpfen umher) und der ehemalige Prunk ist trotz fehlendem Gold spürbar. Aber auch das Leid dieser Anlage. Die Buddha Statuen ohne Köpfe erinnern immer noch an die Plünderung und Zerstörung der Burmesen.

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Um den Buddha-Kopf in einem Banyan Baum sammeln sich die meisten Touristen. Es gibt einige Geschichten dazu, wie der Kopf dort gelandet sein soll. Die Variante, die uns am Besten gefiel: Während der Plünderung durch die birmanische Armee retteten einige Gläubige Buddhisten den abgeschlagenen Buddha-Kopf und vergruben ihn. Jahre später beförderte der wachsende Baum den Kopf dann wieder ans Licht!

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Wat Ratchaburana

Wenn ihr bisher noch keine Fledermäuse gesehen oder gerochen habt, dann einfach hoch in den Prang (Tempelturm). Keine Chance das nicht zu riechen!!

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Tempel-Bootstour Ayutthaya mit Kindern

Da wir mit der Fahrrad-Variante nicht ganz so glücklich waren, entschieden wir uns mit unseren Kindern für eine Bootstour in Ayutthaya. In den meisten Unterkünften könnt ihr diese buchen, werdet dann per TukTuk zum Bootsanleger gefahren und besucht 3 der außenstehenden Tempel. Der Fahrtwind ist echt erfrischend und den Kids machte diese Art der Tempelbesichtigung wesentlich mehr Spaß. Außerdem starten die Touren nachmittags. Die meisten Tagestouristen sind dann schon abgereist. Einziger Nachteil: ihr habt dann eben immer nur eine begrenzte Zeit innerhalb der jeweiligen Tempelanlage (für mich ja immer viel zu kurz…).

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Wat Phanan Choeng

Die 19 Meter hohe Buddha Statue ist eine der größten im ganzen Land. Einer Sage nach, sollen der Statue kurz vor der Zerstörung Ayutthayas Tränen aus den Augen geflossen sein.

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Wat Phutthai Sawan

Der Prang ist im Wat Phutthai Sawan eine der Hauptattraktionen. Hinter der prächtigen Anlage findet ihr alte Ruinen und darin eine liegende Buddha- Statue. Außerdem befindet sich eine süße, verträumte Gartenanlage auf dem Gelände.

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Wat Chaiwattanaram

Eine der tollsten Tempelanlagen ist für uns der Wat Chaiwattanaram. Bei der Bootstour mit unseren Kindern wurde diese Anlage in Ayutthaya zum Sonnenuntergang angesteuert. So saßen dann alle Touristen auf dem Mäuerchen und blickten Richtung Tempel und der dahinter untergehenden Sonne. Ein tolles Erlebnis!

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Fotografiert von Julian
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Unsere Unterkunft in Ayutthaya: Chanida Home

3 Nächte haben wir im Chanida Home gewohnt und haben uns sehr wohlgefühlt! Die Gastgeberin und ihre Familie sind super lieb, gegen Aufpreis gibt’s morgens ein leckeres Frühstück. Fahrräder könnt ihr hier auch kostenpflichtig leihen und Touren zu einem fairen Preis buchen. Das Holzhaus ist total urig und hat Charme! Einziger Nachteil: es gibt keinen Pool und der wäre nach einem langen, heißen Tag im Geschichtspark Ayutthaya für die Kids doch wichtig gewesen.

Unser Fazit zu Ayutthaya mit Kindern:

Der Weg in den Norden Thailands ist viel zu schön, um von Bangkok aus nach Chiang Mai direkt durchzufahren. Einen Aufenthalt in Ayutthaya solltet ihr mit euren Kindern definitiv einbauen. Schon allein, weil dies ein irgendwie ruhiges, zauberhaftes Städtchen ist, mit einem tollen Nachtmarkt! Der Geschichtspark ist ein absolutes Muss, wenn ihr euch mit der Geschichte Thailands (und Siams) beschäftigen möchtet. Tatsächlich haben wir die Ruinen sogar mehr genossen als die vielen intakten Wats! Mit Kindern ist die Bootstour in Ayutthaya empfehlenswert und auch die Dauer von 3 Tagen fanden wir optimal, um alles in Ruhe zu erkunden. Wer schneller in den Norden möchte, sollte dennoch eine Nacht einplanen!

Weitere Infos zu Ayutthaya findet ihr auf dem Reiseblog „homeiswhereyourbagis“!

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