Perth nach Exmouth – Roadtrip an der Westküste Australiens

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Westaustralien – unser großer Weltreise-Wunsch ging endlich in Erfüllung! Unsere Reise startete in Perth, anschließend erkundeten wir zwei Wochen den Südwesten Down Unders und in diesem Reisebericht nehmen wir euch mit auf den spektakulären Routenabschnitt von Perth bis nach Exmouth entlang der Westküste Australiens!

Freut euch auf atemberaubende Nationalparks, eine magische Unterwasserwelt am Ningaloo Reef, spannende Tierbegegnungen und unvergessliche Campingnächte mit Blick auf die Milchstraße!

Wir waren insgesamt etwa zwei Wochen auf der Strecke von Perth nach Exmouth unterwegs. Plant ihr die Route von Perth nach Exmouth und wieder zurück nach Perth, empfehlen wir euch eine Reisedauer von drei Wochen, um die Highlights der Westküste Australiens genießen zu können.

Wir haben euch in diesem Reisebericht die verschiedenen Stopps entlang der Route von Perth nach Exmouth markiert. Oft haben wir zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten mit unserem gemieteten Wohnmobil (Link zum Wohnmobilmodell bei Camperoase.de)* unspektakuläre Zwischenstopps an kostenlosen Rastplätzen eingelegt. Schaut euch auf jeden Fall die Fahrtzeiten in Ruhe an und entscheidet selbst, wie lange ihr am Stück fahren möchtet. Fahrten zur Dämmerung und im Dunkeln solltet ihr meiden – die Tierwelt Australiens wird dann aktiv und die Gefahr eines Zusammenstoßes mit einem Känguru oder Emu auf der Straße nimmt zu! Die Sonne geht hier in etwa um 6 Uhr auf und abends zwischen 18 und 19 Uhr ist es dunkel – auf Grund der Äquatornähe gibt es die großen Schwankungen beim Tageslicht wie in Deutschland nicht.

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Quelle: googlemaps

1. Stopp: Yanchep Nationalpark

Der Yanchep Nationalpark bietet sich als erster (wenn ihr wieder Retour von Exmouth nach Perth fahrt auch als letzter) Stopp während eures Campingurlaubes an der Westküste Australiens an. Ihr könnt so entspannt das Wohnmobil in Perth übernehmen, die ersten Einkäufe erledigen und die kurze Strecke bis zum Yanchep Nationalpark fahren und auf dem Henry-White-Oval Campground (Link zum Campingplatz) übernachten.

Während unserer kompletten dreimonatigen Reise durch Westaustralien und das Northern Territory haben wir nie wieder so viele Kängurus wie im Yanchep Nationalpark gesehen! Außerdem erwarten euch schwarze Kakadus, grüne Papageien und im Koala-Gehege könnt ihr die Koalas beobachten (freilebende Koalas gibt es an der Westküste nicht).

Wir sind im Yanchep Nationalpark diese Trails gelaufen:

  • Wetlands Walk Trail: Etwa einstündiger Spaziergang, teils über schön angelegte Holzstege.
  • Einen Teil des Ghost House Walk Trail bis zu den Radarbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg.

Empfohlener Aufenthalt: 1 kompletter Tag

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2.Stopp: Lancelin, Pinnacles und Jurien Bay

Lancelin Sand Dunes

Die Lancelin Sand Dunes in Westaustralien sind ein großer Spaß-Sandkasten für große Kinder. Ihr könnt euch dort Sandboards leihen und die Sanddünen runter rutschen oder auf Quads über die weißen Dünen fahren.Vom Parkplatz, auf dem ihr euch das entsprechende Equipment ausleihen könnt, sind es etwa 10 Minuten Fußweg zu den Lancelin Sand Dunes.

Ich muss zugeben, dass ich etwas enttäuscht war. Mag daran liegen, dass wir ein Jahr zuvor den White Sands Nationalpark in den USA besucht hatten, welcher uns einfach maßlos begeistert hatte. Die Lancelin Sand Dunes sind damit auf keinen Fall vergleichbar. Wer eine magische Stille in dieser an sich ja wirklich schönen Landschaft haben möchte, muss außerhalb der Öffnungszeiten der Quad-Vermieter kommen. Ein Besuch der Lancelin Sand Dunes ist kostenfrei und das Gelände ist rund um die Uhr begehbar. Netter Fotospot für euren Roadtrip durch Wester Australia – und kommt ihr mit der richtigen Erwartung, werdet ihr dort sicherlich auch jede Menge Spaß haben.

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The Pinnacles Desert - Nambung Nationalpark

Im Pinnacles Desert Discovery Center erhaltet ihr Informationen zur heimischen Tierwelt und einen Einblick in die verschiedenen Theorien, wie die Pinnacles entstanden sind. Tatsächlich ist es nicht bewiesen, wie es dazu kam, dass diese Kalkstein-Gebilde hier sind.

Vom Discovery Center startet auch der etwa 45-minütige  Rundweg durch die Pinnacles Desert. Ein toller, kurzer Sparziergang. Für uns gehört die Pinnacles Desert zu den Must-Sees auf eurem Roadtrip durch Westaustralien!

Wir waren froh, dass wir bei dem Spaziergang durch die Pinnacles unserer Moskito-Hüte dabei hatten. Die Fliegen in Westernaustralia können wirklich nervig sein – wenn man denn keinen Moskitohut (Amazon-Link)* hat. Mit dem Wohnmobil könnt ihr am Discovery Center parken, unser gemietetes Wohnmobil (Link zum Modell bei Camperoase.de)* war zu lang für den Pinnacles Desert Loop Drive.

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Lake Thetis - Stromatolithen

Im Salzsee Lake Thethis – lediglich etwa eine halbe Stunde Fahrtweg von der Pinnacles Desert entfernt – könnt ihr euch eine außergewöhnliche Besonderheit anschauen: lebende Fossilien! Hört sich schräg an? Ist es irgendwie auch und bevor ich mit meinem mangelhaften Chemie-Wissen hier falsche Informationen weitergebe, verweise ich an dieser Stelle lieber auf das Kurzvideo von TerraX mit der passenden Erklärung.

Speziell wenn ihr also mit Kindern im Teenie-Alter unterwegs seid: am Lake Thetis gibts Chemiewissen zum Angeben und Angucken. Ein kurzer Zwischenstopp reicht völlig, der Rundweg um den Lake Thetis ist dann doch eher unspektakulär.

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Jurien Bay

Der Strand der Jurien Bay ist der ideale Abschluss nach einem Besuch der Pinnacles. Direkt am Strand befindet sich – typisch australisch – ein schöner Spielplatz und Skaterpark mit Basketballkörben. Ihr könnt am kleinen Pier die Angler beobachten, am Strand relaxen und in den Wellen toben.

Empfohlene Aufenthaltsdauer für die Ausflüge nach Lancelin, The Pinnacles Desert, die Stromatolithen und Jurien Bay: Mindestens 1 Tag

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Link zum YouTube-Video

3. Stopp: Geraldton

Geraldton ist eine süße Kleinstadt in Western Australia. Da es dort – sehr camperfreundlich – einen kostenfreien Übernachtungsparkplatz fußläufig am Hafen gibt, haben wir uns die Highlights Geraldtons angeschaut:

  • HMS Sydney Memorial zum Sonnenuntergang
  • St. Frances Xavier Cathedral

Und falls ihr mit Kindern in Geraldton seid, dann besteht euer Programm vermutlich eh einfach daraus, dass ihr von „The Esplanade“ den Küstenweg entlang lauft und alle paar Meter an einem der tollen Spielplätze stoppt und die Kids toben lasst. Packt auch Badesachen für die Wasserspielplätze ein!

Empfohlene Aufenthaltsdauer in Geraldton: 1 Nacht

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4. Stopp: Kalbarri Nationalpark

Der Kalbarri Nationalpark darf auf eurer Route entlang der Westküste Australiens nicht fehlen und kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden: den Küstenpart und den Teil im Landesinneren. Wir haben an einem Tag die Highlights des Kalbarri Nationalparks an der Küste abgefahren. Auf dem Weg zum Kalbarri Nationalpark haben wir einen Fotostopp am Pink Lake eingelegt. Durch die Algen leuchtet der See unter den richtigen Lichtbedingungen pink. Mark war total begeistert, ich hatte im Vorfeld wohl zuviele mit Photoshop bearbeitete Bilder des Pink Lakes gesehen und war etwas enttäuscht. Übrigens erntet BASF am Pink Lake Beta Carotin zur Weiterverarbeitung ab.

Bevor wir mit den Sehenswüridigkeiten im Kalbarri Nationalpark starten, gibt’s den wichtigsten aller Tipps vorab: Kauft euch einen Moskitohut (Amazon Link)*!!!! Total egal, wie blöd ihr euch damit vorkommt, die Buschfliegen sind einfach super nervig! Die Anzahl der Buschfliegen schwankt wohl je nach Jahreszeit. Wir waren im April im Kalbarri Nationalpark und hatten – speziell an der Küste – Unmengen an Buschfliegen!

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Kalbarri Nationalpark Coastal Cliffs

Da wir auf unserer Route entlang der Westküste Australiens von Süden nach Norden fuhren, starteten wir den Küstenpart des Kalbarri Nationalparks an der Natural Bridge. Der Besuch hier ist ähnlich wie in einem Nationalpark der USA: Ihr fahrt den George Grey Drive entlang, biegt zu der gewünschten Sehenswürdigkeit ab, parkt und lauft ein paar Schritte bis zum Viewpoint. Alternativ verläuft entlang der Küste der 8km lange Bigurda Trail – wie man dies jedoch mit den ultra nervigen Buschfliegen überlebt – keine Ahnung.

Folgende Spots haben wir am Küstenpart des Kalbarri Nationalparks angefahren:

  • Natural Bridge und Island Rock (verbunden durch einen Boardwalk)
  • Shellhouse Grandstand
  • Eagle Gorge
  • Red Bluff

Lediglich der Aussichtspunkt Pot Alley ist nicht für Wohnmobile geeignet, dies ist aber auch gekennzeichnet. Packt euch Badesachen ein, an einigen Stellen habt ihr die Möglichkeit, einen Trail zum Strand zu laufen. Ich muss das hier nochmal klarstellen: Es gibt wirklich super viele Buschfliegen. Wir wussten das vorher. Aber das zu erleben, hat mich dermaßen beschäftigt, dass ich in keinster Weise die Ausblicke genießen konnte. Ich hab tatsächlich mehr Fotos und Videos von den Millionen Fliegen um uns herum gemacht, als von der Aussicht. Für mich ist der Kalbarri Nationalpark der Park, in dem man alle Besucher zum Auto rennen sieht!

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Natures Window - Kalbarri Nationalpark

Das absolute Highlight im Kalbarri Nationalpark und auch eines der wohl bekanntesten Perspektiven Western Australias ist das Natures Window. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Trail zum Natures Window – einer Felsformation aus rotem Sandstein mit Blick auf den darunterfließenden Fluß.

Keine Frage – ein Stopp am Natures Window im Kalbarri Nationalpark ist ein Muss während eures Roadtrips durch Western Australien!!

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Skywalk - Kalbarri Nationalpark

Vom Parkplatz des Natures Windows könnt ihr schon erste Blicke auf den Skywalk werfen: Eine spektakuläre Aussichtsplattform über der Schlucht. Der Besuch des Skywalks ist im Eintrittspreis für den Nationalpark und natürlich auch in eurem Holiday Pass (in der Regel im Visitor Center zu erwerben) schon enthalten.

Im Blogartikel „Westaustralien mit dem Wohnmobil“ geben wir euch weitere Infos zu dem Nationalparkpass für Western Australien und viele Tipps für die Camperreise.

Der Skywalk ist ebenfalls ein Must-See im Kalbarri Nationalpark.

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Rechts im Bild seht ihr den Skywalk

Viewpoint Z-Bend

Den Aussichtspunkt am Z-Bend legen wir euch ebenfalls an Herz. Wieder ein kurzer Trail (hin und zurück etwa eine Stunde), mit einer genialen Aussicht auf den Fluß und die darunterliegende Schlucht. Wer möchte, kann von hier noch den River Trail runter in die Schlucht laufen. Packt euch dafür zum Abkühlen unten Badesachen ein. Aber Achtung: Der Trail ist als schwieriger eingestuft – wir haben den River Trail nicht gemacht, jedoch sind viele Familien mit kleinen Kindern diesen Weg gelaufen.

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Empfohlene Aufenthaltsdauer im Kalbarri Nationalpark: Mindestens zwei Tage – Einen Tag für die Küste und einen für die Wanderungen zum Natures Window und dem Skywalk!

Es gibt einen schönen kostenfreien Stellplatz kurz vor dem Kalbarri Nationalpark. Ihr findet in der kostenpflichtigen App „wikicamps“ alle Übernachtungsmöglichkeiten, sowie Versorgungsstationen für Trinkwasser oder Dumppoints.

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5. Stopp: Shark Bay

Hamelin Pool - Stromatolithen

Im Hamelin Pool könnt ihr – wie am Lake Thetis – Stromatolithen sehen. Folgt idealerweise der Beschilderung vom Parkplatz aus zum Strand, so erhaltet ihr direkt die passenden Informationen. Der Boardwalk über die Stromatolithen wurde 2021 durch einen Zyklon zerstört, eine Wiedereröffnung ist für 2023 geplant. Infos über die Stromatolithen findet ihr auf der Homepage des Hamelin Pool Marine Nature Reserve.

Folgt ihr der Beschilderung, kommt ihr erst an einen schönen Muschelstrand und schließlich an den ehemaligen Muschelsteinbruch, bevor euch der Rundweg wieder zurück an den Parkplatz führt.

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Shell Beach

Auf Grund des hohen Salzgehaltes in dem Wasser, haben die kleinen Muscheln, welche den gesamten Strand bedecken, keine Fressfeinde. Gut für euch – denn dieser riesige, weiße Muschelstrand ist eine wundervolle Kulisse für Fotos während eures Roadtrips von Perth nach Exmouth!

Wir waren in der schönen Bucht am Shell Beach auch schnorcheln. Das Wasser ist super klar. Jedoch bedeutet sehr salziges Wasser auch, dass ihr kaum Fische findet.

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Delfine in Monkey Mia

An Monkey Mia scheiden sich die Geister. Die einen sagen, dass ein Besuch der Delfine in Monkey Mia unbedingt auf die Route für den Roadtrip von Perth nach Exmouth gehört. Die anderen meinen, Monkey Mia ist reine Geldabzocke, super touristisch und wilde Tiere füttern geht ja gar nicht. An beiden Sichtweisen ist etwas dran.

Starten wir mit der Abzocke: Dies ist kein Nationalpark. Mit eurem Western Australia Nationalpark Pass kommt ihr hier also nicht weit. Wollt ihr an der Dolphin Experience teilnehmen, müsst ihr die Eintrittsgebühr extra zahlen. Diese kommt übrigens auch auf eure Campingplatzgebühr oben drauf (Link zu den Kosten an der Shark Bay).

Touristisch ist es auf jeden Fall. Da gibts nichts schön zu reden, müsst ihr einfach drauf eingestellt sein.

Empfohlener Aufenthalt Shark Bay: 2 Nächte. Wir haben zwei Tage auf dem RAC Monkey Mia Dolphin Resort mit unserem gemieteten Wohnmobil (Link zu Camperoase.de)* gestanden, haben an der Delfin-Fütterung teilgenommen und waren mit gemieteten Kajaks auf dem Meer. Würden wir genauso auch wieder machen.

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Sonnenaufgang Monkey Mia

Dolphin Experience in Monkey Mia

Es gibt mehrere tägliche Fütterung der an der Fütterung teilnehmenden Delfine. Die erste Fütterung findet um 7:45 Uhr statt. An dieser haben wir teilgenommen.

Es gelten strenge Regeln zur Fütterung der Tiere, da die Delfine weiterhin ihre Beute jagen und sich selbst versorgen sollen. Ihr findet auf der Monkey Mia Homepage weitere Informationen, welche Regeln es zum Schutz der Delfine und ihres normalen Vehaltens gibt.

Während der Delfin-Fütterung könnt ihr direkt am Ufer stehen und die Tiere sehr nah beobachten. Durch die Covid-Regulierungen durften im April 2022 nur Mitarbeiter die Tiere füttern. Unter anderen Umständen durften wohl auch Besucher füttern.

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Wesentlich besser noch als die Delfin-Fütterung hat es uns gefallen, die Tiere vom Strand aus während des Tages beobachten zu können. Ihr habt natürlich keine Garantie, dass ihr dort am Strand Delfine sehen könnt – immerhin leben die Tiere hier frei. Jedoch stehen die Chancen sehr hoch, da die Delfine oft in die Bucht kommen.

Auch hier gilt aber: Kommt den Tieren nicht zu nah. Ihr bekommt aber auch bei der Dolphin Experience eine Einweisung, wie ihr euch beim Baden im Meer und auf dem Kajak zu verhalten habt, falls Delfine vorbeikommen.

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Könnt ihr die Delfine sehen?
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Kajakfahren

6. Stopp: Carnarvon Space & Technology Museum

Wir haben ja echt überlegt, ob wir uns das kleine Space-Museum in Carnarvon wirklich angucken sollen. Immerhin sind wir bei unseren USA-Reisen im letzten Jahr im NASA Space Center Cape Carnaveral und in Houston gewesen – kann da ein kleines, von Freiwilligen geführtes Space Museum in Australien mithalten?

Ja, kann es. Selbstverständlich ganz anders. Es gibt keine ausgestellte Falcon Rakete. Dafür eine gigantische, rostige Radioantenne, einige unterhaltsame interaktive Spiele und überraschend viele Infos, die wir noch nicht hatten (was passiert, wenn ein Astronaut im Weltall rülpst und wie ist eine Mondrakte aufgebaut?).

Der Stopp im Carnarvon Space & Technology Museum auf eurem Roadtrip durch Western Australia lohnt sich – ganz besonders, wenn ihr mit Kindern reist!

In der Gegend um Carnarvon gibt es viele Plantagen, die ihr teils auch besichtigen könnt. Eine ideale Möglichkeit, um eure Vorräte während der Camperreise durch Australien aufzufüllen. Reist ihr in den Monaten Mai bis Oktober, könnt ihr samstags auch den Growers Market besuchen!

Empfohlene Aufenthaltsdauer für Carnarvon: Ein halber Tag für das Carnarvon Space Center

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7. Stopp: Point Quobba

Am Point Quobba warten zwei wirklich sehenswerte und kostenfreie Attraktionen auf euch:

An den Quobba Blow Holes schießen gigantische Wasserfontänen hoch, die sich durch die Felsspalten drücken. Diese Blowholes sind die beeindruckensten, die wir je gesehen haben. Vorsicht, wenn ihr mit Kindern durch Australien reist: Es gibt keine Sicherung, kein Geländer und die Wellen peitschen ordentlich und teils auch auf die Felsen.

Das Aquarium ist eine etwas geschützte Bucht, mit einer beeindruckenden Unterwasserwelt und bunten, lebenden Korallen. Auf Grund der Strömung ist dieser Schnorchelspot an der Westküste Australiens aber nur für geübte Schwimmer geeignet. Achtet unbedingt darauf, genügend Abstand zu den Korallen zu halten und diese nicht zu berühren. Bei Ebbe kommt ihr den Korallen gefährlich nah! Ein toller Vorgeschmack auf die weiteren Strände, an denen ihr das Ningaloo Reef erschnorcheln könnt.

Empfohlene Aufenthaltsdauer am Point Quobba: 1 Nacht

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8. Stopp: Coral Bay

Die Coral Bay ist der ideale Standort, um in den Monaten März bis Juli mit Walhaien zu schnorcheln. Aus Kostengründen haben wir uns dagegen entschieden – grundsätzlich würde ich bei solchen Erlebnissen aber immer raten: Das ist die falsche Stelle, um Geld zu sparen!

Die Coral Bay bietet sich außerdem für Schnorchelausflüge an. Ihr befindet euch nun direkt am Ningaloo Reef. Das Ningaloo Reef ist wesentlich intakter als das bekannte Great Barrier Reef und außerdem viel besser erreichbar, da es sich direkt in Küstennähe befindet.

Übernachtet haben wir mit unserem Miet-Wohnmobil im Peoples Park (Link zum Campingplatz) auf einem Ocean Front Platz. Der Sonnenuntergang war weltklasse! Zum Schnorcheln empfehlen sich die Coral Bay, Paradise Beach und wem der Trail nicht zu weit ist auch das Five Fingers Reef (wir waren selbst nur an der Coral Bay schnorcheln).

Empfohlene Aufentshaltsdauer: 2 Nächte

9. Stopp: Cape Range Nationalpark

Der Cape Range Nationalpark liegt direkt vor dem Ningaloo Reef – welches so küstennah verläuft, dass ihr keine Bootstouren buchen müsst, sondern einfach vom Strand aus an den Korallen schnorcheln könnt.

Ihr solltet rechtzeitig einen Campingplatz buchen. Es gab hier keine Chance für uns, kurzfristig einen Platz zu bekommen und so mussten wir uns auf einen Tagesausflug ab Exmouth beschränken. Uns wurde der Campingplatz an der Osprey Bay (Link zum Campingplatz) empfohlen.

Empfohlene Aufentshaltsdauer: Mindestens 3 Nächte – idealerweise bucht ihr 2 verschiedene Campgrounds im Nationalpark, um an möglichst vielen Stränden schnorcheln zu können.

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Charles Knife Canyon

Die Straße im Charles Knife Canyon ist zum Großteil asphaltiert. Wir haben unser gemietetes Wohnmobil (Link zu Camperoase.de)* irgendwann am Seitenstreifen abgestellt und sind die letzten Meter zum Aussichtspunkt „Rough Range Lookout“ gelaufen. Die Aussichten sind grandios!! Die unasphaltierte Straße aber definitiv NICHT für Camper geeignet. Plant den Ausflug zum Charles Knife Canyon Lookout nur ein, wenn ihr wirklich genügend Zeit habt. Ansonsten empfehlen wir euch eher, dass ihr die Zeit im Cape Range Nationalpark am Strand und beim Schnorcheln verbringt!

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Oyster Stacks

Wenn ihr im Cape Range Nationalpark seid, müsst ihr unbedingt an den Oyster Stacks schnorcheln! Dieser Schnorchel-Spot ist absolut genial: unzählige bunte Fische und Korallen, außerdem wurde Mark ganz lange von einer Meeresschildkröte begleitet.

Ihr könnt an den Oyster Stacks nur bei Flut schnorcheln, da ihr sonst den Korallen zu nah kommen würdet. Die Tidezeiten bekommt ihr im Visitor Center und sie stehen direkt am Strand auf einer Infotafel. Plant idealerweise vorab eure Zeit an den Oyster Stacks, hier könnt ihr online die Tidezeiten einsehen.

Dieser Schnorchelspot eignet sich auch für Kinder, da es keine Strömung gibt. Nur der Einstieg an den scharfkantigen Steinen ist etwas schwierig.

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10. Stopp: Exmouth

In Exmouth befinden sich viele Tauchschulen und Anbieter für Walhai-Schnorchel-Touren. Mark und Jonas (damals13 Jahre alt) haben hier einen Tauch-Auffrischungskurs besucht und an einer Tauchtour im Ningaloo Reef teilgenommen.

Bei den Tauchgängen haben die beiden unzählige bunte Fische und Korallen, Riffhaie, Rochen und eine gigantische 200 Jahre alte männliche Meeresschildkröte gesehen – beide waren absolut begeistert!

Wir haben auf dem RAC Exmouth (Link zum Campingplatz) übernachtet. Die RAC Campgrounds sind meist sehr gut ausgestattet, mit großen Gemeinschaftsküchen und Grill-Bereichen, Pools und sauberen Sanitäranlagen. Die Lage war für uns an sich ideal, da der Campground sich direkt an der Tauchschule befindet. Allerdings haben wir sonst nichts von Exmouth gesehen, der Campingplatz befindet sich nicht am Strand.

Empfohlene Aufenthaltsdauer: Je nachdem, welche Touren ihr bucht – 1-4 Nächte. Wer nicht tauchen möchte, der kann den Stopp direkt in Exmouth auslassen.

Optional: Weiterfahrt zum Karijini Nationalpark

Die typische Reiseroute an der Westküste Australiens endet in Exmouth. Da wir Australien während unserer Weltreise bereisten und genügend Zeit hatten, fuhren wir über den Karijini Nationalpark weiter nach Broome (Link zu unserer Route und den Highlights im Karijini Nationalpark) und anschließend noch in das Northern Territory.

Die Fahrt von Exmouth zum Karjjini Nationalpark beträgt etwas mehr als acht Stunden – dennoch empfehlen wir euch, dass ihr prüfen solltet, ob eure Urlaubstage nicht doch noch für den Abstecher in den Karjini Nationalpark ausreichen: Für uns war der Karijini der schönste Nationalpark, den wir je besucht haben! Beachtet, dass nicht alle Straßen für 2WD-Fahrzeuge geeignet sind.

Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2-4 Nächte

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Kermitspool
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Tipps für den Roadtrip entlang der Westküste Australiens:

Ideale Reisezeit für die Strecke von Perth nach Exmouth:

Da im nördlichen Teil Western Australias tropisches Wetter mit starken Regenfällen im australischen Sommer herrscht, solltet ihr diese Zeit unbedingt meiden.

Die ideale Reisezeit für die Route Perth nach Exmouth ist von April bis November.

Wir sind von April bis Mai auf dieser Route unterwegs gewesen und hatten perfektes Schnorchel- und Wander-Wetter bei etwa 30-35 Grad.

Camperbuchung für Australien:

Für uns als reisende Familie mit nicht mehr kleinen Kindern und einem – oder schon fast zwei Teenies – war klar, dass wir einen Alkoven-Camper brauchen. Wir haben uns vor der Buchung mehrere Angebote eingeholt und uns dann für den Let´s Go Camper entschieden und über das sensationell nette Team der Camperoase (Link zum Anbieter)* gebucht. Das hat sich auch bewährt, weil wir immer einen Ansprechpartner hatten, der uns auch bei Problemen weiterhelfen konnte.

Empfehlung für mobiles Internet im Camper in Australien:

Wir haben uns in Perth im Telstra Shop einen mobilen Router mit entsprechendem Datenvolumen gekauft, da wir mehrere Monate durch Australien reisten. Alternativ könnt ihr euch dort einfach eure australische SIM-Karte kaufen. Achtet auf jeden Fall darauf, dass ihr Zugang zum Telstra-Netz habt, weil nur hier eine gute Abdeckung geboten wird.

Wenn ihr kürzer in Australien seid und sich die Anschaffung des mobilen Routers nicht rechnet, rechnet sich eine eSIM von Holafly*, mit der ihr zu einem fairen Preis ein ordentliches Datenvolumen für die Zeit eures Aufenthalts genießen könnt. Außerdem blockiert die eSIM* auch keinen Kartenslot und ihr könnt weiter eure WhatsApp-Nummer nutzen.

Nationalparks in Western Australia:

Nützliche Apps für die Camperreise in Western Australia:

  • wikicamps (kostenpflichtig) für die Anzeige von Campingplätzen, Freistehplätzen, Dumpingstationen
  • FuelMapAustralia zur Anzeige von Tankstellen und Benzinpreisen in der Umgebung
  • Maps.Me – zur Offline-Nutzung der heruntergeladenen Karten (zuverlässige Navigation beim Wandern und Fahren)

Packliste für Western Australia:

Wir empfehlen euch unbedingt Schnochel-Equipment, UV-Wasser-Shirts und einen Moskitohut einzupacken.

All dies könnt ihr natürlich auch vor Ort kaufen – die Preise für Schnorchelsets sind in Australien jedoch höher, als wenn ihr diese von Zuhause mitbringt. Abends mussten wir uns einige Male mit Moskitospray einsprühen, dies erhaltet ihr ebenso wie Sonnencreme vor Ort.

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Unser Fazit zur Camperreise von Perth nach Exmouth:

Etwas unsicher waren wir uns, ob das 2WD-Wohnmobil wirklich das richtige Fahrzeug für die Reise von Perth nach Exmouth ist. Wer Reiseberichte über Westaustralien liest, der stößt auf viele Off-Road Abenteuer und Hinweise, dass man die schönsten Ecken der Westküste ohne Allrad-Fahrzeug nicht erreicht. Das mag schon sein – wir wissen ja nicht, was wir verpasst haben… ABER: Wir sind durchweg geflasht und trotz hoher Erwartungen absolut begeistert von unserem Roadtrip an der Westküste Australiens!!! Es gibt so viele Sehenswürdigkeiten in Westaustralien zwischen Perth und Exmouth, die man mit einem 2WD Fahrzeug erreichen kann!

Ihr solltet trotzdem in den Mietbedingungen überprüfen, welche Regelung es zu „unsealed roads“ gibt, da einige Aussichtspunkte und Campingplätze über Schotterpisten erreichbar sind. Die in unserem Fall 12km unsealed road-Erlaubnis hat für uns sehr gut gepasst.

Unsere Highlights auf der Strecke von Perth nach Exmouth an der Westküste Australiens waren: die vielen Kängurus im Yanchep Nationalpark, Pinnacles Desert, Natures Window und Skywalk im Kalbarri Nationalpark, Schnorcheln und Tauchen am Ningaloo Reef.

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Kalbarri Nationalpark
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Point Quobba "The Aquarium"

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