Trier ist die älteste Stadt Deutschlands und trumpft mit ziemlich tollen römischen Bauwerken wie der Porta Nigra oder den Kaiserthermen auf. Die Stadt funktioniert ein bisschen wie ein römisches Freilichtmuseum – eines, in dem ihr euch ganz normal bewegt, einkauft, Kaffee trinkt und dabei ständig über Geschichte stolpert.
In diesem Reisebericht nehme ich euch mit zu den tollsten Sehenswürdigkeiten in Trier, ideal für einen Städtetrip oder ein Wochenende.
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Sehenswürdigkeiten in Trier
Ihr könnt alle hier genannten Sehenswürdigkeiten in Trier prima zu Fuß erkunden. Die weitesten Distanzen, die es gibt, sind etwa eine halbe Stunde zu Fuß. Bedeutet auch: Die Anreise mit der Deutschen Bahn* eignet sich super. Kein Parkplatzstress für ein Auto, das ihr eh nicht benötigt.
Bei meinem Städtetrip habe ich mich für das MEA Hotel Trier (Booking.com)* entschieden: Ein Self-Check-In Hotel in perfekter Lage. Zum Hauptmarkt waren es nicht einmal 5 Minuten zu Fuß, die Thermen am Viehmarkt und das Rheinische Landesmuseum lagen auch direkt um die Ecke. Perfekt für den Besuch der Stadt im Winter: Ich konnte mich zwischendrin immer mal im Hotel bei einem heißen Tee aufwärmen.
Ich empfehle euch unbedingt eine Führung durch Trier, so erfahrt ihr die ganzen geschichtlichen Hintergründe am besten. Da in jeder Ecke römische Geschichte auf euch wartet, gibt es in Trier sogar richtig tolle Themenführungen:
Porta Nigra Trier – römisches Wahrzeichen & Geschichte der berühmtesten Sehenswürdigkeit
DIE Sehenswürdigkeit in Trier. DAS Wahrzeichen. An der Porta Nigra kommt ihr nicht vorbei – selbst wenn ihr es wolltet.
Von außen wirkt sie wuchtig und dunkel. Dass das nicht immer so war, erfahrt ihr drinnen in der kostenpflichtigen Ausstellung: Ursprünglich war das Stadttor nämlich hell. Der Stein hat sich erst im Laufe der Jahrhunderte dunkel verfärbt. Spannend wird es bei der Geschichte rund um den Einsiedler Simeon. Er durfte sich im Tor niederlassen, lebte dort zurückgezogen – und nach seinem Tod wurde aus der „Pochta“, wie die Trierer das Bauwerk nennen, eine Kirche. Erst Napoleon ließ diese später wieder zurückbauen. Übrig blieb das römische Stadttor, wie wir es heute sehen.
Im Inneren bekommt ihr einen Überblick über genau diese Entwicklung. Es gibt ein paar Infotafeln und einen kurzen Film über Simeon. Angeblich existiert auch ein Audioguide – zumindest wird er auf Schildern erwähnt. Ich konnte ihn weder vor Ort noch später abrufen. Aber keine Sorge, bei den klassischen Stadtführungen spielt die Porta Nigra Geschichte ohnehin eine zentrale Rolle.
Mein Fazit zur Porta Nigra: Ganz nett, einmal drin gewesen zu sein. Für mich kein Must-do, wenn die Zeit knapp ist.
Hauptmarkt Trier – historisches Herz der Stadt zwischen Dom und Porta Nigra
Wenn ihr von der Porta Nigra Richtung Dom lauft, passiert ihr auf der linken Seite das Dreikönigenhaus. Diese sogenannten Turmhäuser stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert und wurden einst von wohlhabenden Familien bewohnt. Der Eingang lag aus Sicherheitsgründen nicht im Erdgeschoss – ihr erkennt die Eingangstür auf ungewohnt hoher Ebene, nur per Leiter erreichbar.
Ein paar Schritte weiter öffnet sich der Hauptmarkt, das „Wohnzimmer der Stadt Trier“. Hübsche, farbige Häuser, viel Leben, Cafés, im Sommer an fast allen Tagen ein Markt – hier schlägt das Herz der Stadt.
Mitten am Platz versteckt sich fast ein bisschen die Kirche St. Gangolf. Ihr erreicht sie durch einen schmalen Bogendurchgang. Direkt am Hauptmarkt steht auch der Petrusbrunnen, er ist der Schutzheilige der Stadt.
Trier ist übrigens die älteste Stadt Deutschlands.
Dom St. Peter Trier – älteste Bischofskirche Deutschlands & Legenden rund um den Domstein
Der Dom gehört für uns ganz klar zu den Sehenswürdigkeiten in Trier, bei denen ihr unbedingt reingehen solltet. Und das nicht nur, weil er die älteste Bischofskirche Deutschlands ist, sondern auch wegen seiner Geschichte – und der dazugehörigen Legende.
Im Mittelpunkt steht der sogenannte Trierer Domstein. Vier gewaltige Säulen stammen aus dem Felsenmeer im Odenwald (unsere Heimat!). Eine dieser Säulen liegt dort vor dem Eingang: Der Legende zufolge half der Teufel persönlich beim Bau. Die Bauarbeiter hatten ihm versichert, hier entstehe ein gigantisches Wirtshaus. Ein Ort ganz nach seinem Geschmack. Also schleppte er die Riesensäulen den weiten Weg heran. Als ihm klar wurde, dass er reingelegt worden war und stattdessen ein Gotteshaus entstand, packte ihn die Wut. Er schleuderte eine der Säulen gegen den Dom – sie zerbrach. Seitdem, so heißt es, meidet der Teufel Trier konsequent.
Der Trierer Dom ist aber auch ohne Sagen spannend – auf jeden Fall zumindest für alle, die sich für Baustile interessieren: Verschiedene Baustile treffen hier aufeinander – romanisch, gotisch, barock und Renaissance.
Besonders sehenswert sind der Kreuzgang und die sogenannte Schwalbennestorgel, die förmlich an der Wand klebt. Ein ungewöhnlicher Anblick, selbst wenn ihr schon viele Kirchen gesehen habt.
Große Bedeutung hat auch der Heilige Rock, eine Christusreliquie, die als Tunika Jesu auf dem Weg zur Kreuzigung gilt. Sie ist nur zu sehr seltenen Anlässen öffentlich zu sehen.
Mein Fazit: Geht auf jeden Fall rein. Der Eintritt ist kostenlos, der Kreuzgang und die Orgel allein machen den Besuch lohnenswert.
Liebfrauenkirche Trier – UNESCO-Welterbe & besondere Architektur neben dem Dom
Der Trierer Dom steht nicht allein. Zusammen mit der Liebfrauenkirche bildet er ein Ensemble, das zum UNESCO-Welterbe gehört.
Die Liebfrauenkirche wirkt leichter, fast filigran. Besonders spannend fand ich den Grundriss: eine zwölfblättrige Rose. Der Blick geht automatisch nach oben zur Rosendecke. Dazu die bunten Fenster, die je nach Lichteinfall den ganzen Raum verändern.
Ich bin ehrlich: Ich bin kein Kirchenmensch, meist fühle ich mich dort nicht sehr wohl. Die Liebfrauenkirche hat mich irgendwie berührt. Vielleicht wegen der Harmonie, vielleicht wegen der Architektur, vielleicht auch einfach wegen der Ruhe, die sie ausstrahlt – mitten zwischen Dom, Stadt und Trubel.
Mein Fazit: Unbedingt mitnehmen, gerade weil sie so anders ist als der massive Dom nebenan. Und weil sie zeigt, wie vielfältig die Sehenswürdigkeiten in Trier sein können – selbst auf wenigen Metern.
Konstantinbasilika Trier – größte römische Palastaula nördlich der Alpen
Die Konstantinbasilika war ursprünglich die Audienzhalle der römischen Kaiser. Heute ist sie eine Kirche – und gleichzeitig die größte erhaltene römische Palastaula nördlich der Alpen. Ja, man könnte für Trier wirklich einen Satzbaukasten basteln: „Setze ein Adjektiv ein wie größte, älteste, am besten erhaltene“ römische „Name des Bauwerks“ nördlich der Alpen. In Trier ist einfach alles absurd alt.
Was die Konstantinbasilika besonders macht, ist ihre Schlichtheit. Kein Prunk, keine Verzierungen. Stattdessen ein riesiger, stützenfreier Raum. Für die damalige Zeit eine echte architektonische Leistung. Der Raum wirkt dadurch fast streng – und genau das war wohl auch die Absicht. Autorität durch Größe und Klarheit, nicht durch Dekoration.
Direkt nebenan liegt das Kurfürstliches Palais Trier. Im Sommer lohnt sich ein Abstecher in den Palastgarten.
Mein Fazit: Reingehen, Raum wirken lassen, danach in den Garten setzen.
Rheinisches Landesmuseum Trier – römische Geschichte & größte Mosaiksammlung nördlich der Alpen
Wenn ihr verstehen wollt, warum Trier so aussieht, wie es aussieht, dann gehört das Rheinische Landesmuseum fest auf eure Liste der Sehenswürdigkeiten in Trier. Hier bekommt ihr die Hintergründe zu fast allem, was euch draußen in der Stadt begegnet: Turmhäuser, römische Zeit, Thermen, die Treverer – alles greift ineinander.
Besonders hängen geblieben sind bei mir ein paar Ausstellungsstücke: das Mosaik des Wagenlenkers Polydus, alte Holzstützen der Römerbrücke und ja – sogar eine Mumie. Und natürlich mein persönliches Trier-Bingo: die größte Mosaiksammlung nördlich der Alpen. Was hatte ich versprochen? Genau.
Den berühmten Trierer Goldschatz habe ich allerdings verpasst. Fragt mich nicht warum. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich brav dem Rundgang gefolgt bin – und trotzdem stand ich am Ende draußen und dachte: Moment mal, da war doch noch was?
Ich war fast zwei Stunden im Museum. Ihr bekommt einen kostenlosen Audioguide, den ich ehrlich gesagt nicht komplett gehört habe. Trotzdem: Der Besuch hat meinen Trier-Städtetrip inhaltlich perfekt abgerundet.
Bleibt nur die Frage nach dem Timing. Geht ihr gleich zu Beginn rein, um die Stadt danach mit mehr Kontext zu erleben? Oder am Ende, wenn plötzlich alles Sinn ergibt und sich die Infos wie ein roter Faden durch eure Erinnerungen ziehen? Ich kann mich leider nicht entscheiden.
Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek Trier – UNESCO-Dokumente
Der nette Mann am Eingang reichte mir die Eintrittskarte (nur Barzahlung!) und sagte trocken:
„Einmal alte Bücher für Sie.“ Damit ist eigentlich alles gesagt.
In der Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek geht es um richtig alte Bücher. Handschriften, die ihr eher ehrfürchtig anschaut, lesen könnt ihr sie vermutlich eh nicht.
Zu den Highlights gehört der Codex Egberti, aus dem 10. Jahrhundert mit dem ältesten und umfangreichsten Bildzyklus zum Leben Jesu Christi. Nicht ohne Grund Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes. Ebenfalls beeindruckend: das Ada-Evangeliar mit seinem Golddeckel, reich verziert mit Edelsteinen. Und natürlich die Gutenbergbibel.
Oft wird auch der berühmte Fischkalender hervorgehoben. Nun ja. Mein Angelmann hätte daran vermutlich mehr Freude gehabt als ich.
Im Eintritt ist ein Audioguide enthalten. Ich war gut eine halbe Stunde in der Schatzkammer und habe ihn nicht komplett gehört – trotzdem hat mich der Besuch ziemlich beeindruckt.
Ich liebe Bücher. Und ich fand es ehrlich gesagt krass, mir vorzustellen, in welch mühsamer Handarbeit diese Werke entstanden sind. Jede Seite. Jeder Buchstabe.
Mein Fazit: Keine klassische Sehenswürdigkeit, aber eine starke Ergänzung für kulturinteressierte Trier-Besucher. Wenn ihr Bücher mögt – oder Geschichte gern über Originale begreift – lohnt sich der Abstecher definitiv.
Kaiserthermen Trier – römische Badanlage & unterirdische Gänge entdecken
Die Kaiserthermen gehören zu den größten römischen Thermenanlagen nördlich der Alpen. Besonders spannend ist der Blick unter die Oberfläche. Ihr könnt durch ein weitläufiges, unterirdisches Labyrinth aus Bedienungsgängen laufen. Hier befanden sich die Heizsysteme und Versorgungsgänge, über die warme Luft und Wasser verteilt wurden. Gerade dieser Bereich macht die Dimensionen der Anlage erst richtig greifbar – und unterscheidet die Kaiserthermen deutlich von anderen römischen Ruinen in der Stadt.
Nicht verpassen solltet ihr den Aussichtsturm. Von oben bekommt ihr einen guten Überblick über das Gelände und versteht erst, wie weitläufig die Thermen ursprünglich geplant waren.
Zur Vermittlung gibt es Infotafeln, die verständlich aufbereitet sind – auch für Kinder. Zusätzlich findet ihr QR-Codes mit kurzen Videos zu den Kaiserthermen, die viele Details anschaulich erklären.
Mein Fazit: Eine sehr spannende Sehenswürdigkeit in Trier und nach der Porta Nigra für mich das, was ihr euch auf jeden Fall anschauen solltet.
Amphitheater Trier – römische Arena
Das Amphitheater in Trier stand eigentlich fest auf dem Plan. Eigentlich. Wegen Glatteis war die Anlage jedoch geschlossen – und damit blieb es bei einem Blick von außen.
Grundsätzlich zählt das Amphitheater aber zu den wichtigsten römischen Sehenswürdigkeiten in Trier. Es liegt etwas außerhalb des direkten Altstadttrubels und war einst Austragungsort von Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen. Besonders spannend: Normalerweise könnt ihr auch hier einen Blick in die unterirdischen Gänge werfen, in denen Menschen und Tiere auf ihren Einsatz warteten. .
Da ich mir selbst kein vollständiges Bild machen konnte, halte ich mich zurück. Was ich aber sagen kann: Wenn ihr ein wirklich spektakuläres Amphitheater mit begehbaren Untergeschossen erleben wollt, dann ist das Amphitheater von Pozzuoli bei Neapel eine ganz besondere Liga. Dort könnt ihr tatsächlich durch die unterirdischen Gänge laufen – das ist schon ziemlich genial.
Petrisberg Trier – Panoramaweg mit Blick auf Dom und Mosel
Weil das Amphitheater wegen Glatteis geschlossen war, habe ich spontan umgeplant und bin stattdessen auf den Petrisberg gelaufen. Eine Entscheidung, die sich gelohnt hat.
Direkt oberhalb des Amphitheaters beginnt der Trierer Weinkulturpfad. Im Winter führt er über verschneite Wege durch kahle Weinberge. Von hier oben seht ihr große Teile der Stadt auf einmal: den Dom, das Amphitheater, die Kaiserthermen.
Vom Aussichtspunkt auf dem Petrisberg öffnet sich der Blick zusätzlich Richtung Mosel. Im Wald gegenüber lässt sich sogar die Mariensäule erkennen. Wer noch Zeit und Lust hat, kann das direkt als nächste kleine Wanderung einplanen – eine schöne Ergänzung zum klassischen Städtetrip.
Mein Fazit: Der Petrisberg ist keine klassische Sehenswürdigkeit in Trier, aber ein großartiger Perspektivwechsel. Perfekt, wenn ihr zwischendurch raus wollt aus der Stadt, ohne Trier wirklich zu verlassen.
Thermen am Viehmarkt Trier – römische Badruinen mitten in der Stadt
Die Thermen am Viehmarkt haben einen ganz praktischen Vorteil: Sie sind überdacht. Heißt auch bei schlechtem Wetter problemlos machbar. Schon von außen könnt ihr durch die verglasten Fenster einen Blick auf die römischen Ruinen werfen.
Drinnen lohnt es sich, erst einmal nach oben zur Aussichtsplattform zu gehen. Von dort bekommt ihr einen guten Überblick über die Anlage. Danach geht es runter und Schritt für Schritt durch die Ruinen selbst.
Der Rundgang ist durchnummeriert und wird von Infotafeln begleitet. Zusätzlich gibt es kurze Erklärvideos, unter anderem auch zu den Barbarathermen. Spannend fand ich zum Beispiel die gut erkennbaren Abwasserkanäle. Das Wasser wurde von hier aus direkt in die Mosel geleitet – römische Infrastruktur zum Anfassen.
An sich sind die Thermen am Viehmarkt eine wirklich sehenswerte römische Ruine. Umso überraschter war ich, wie wenig interaktiv die Ausstellung gestaltet ist. Gerade dafür, dass sie vergleichsweise neu ist, hätte ich mehr erwartet. Für Kinder ist das Ganze eher trocken aufbereitet und vermutlich nur bedingt spannend.
Mein Fazit: Wetterunabhängig – aber eher etwas für kulturinteressierte Erwachsene als für Familien mit jüngeren Kindern.
Barbarathermen Trier – kostenlose römische Ruinen nahe Mosel & Römerbrücke
Der Besuch ist kostenlos und zu den Öffnungszeiten könnt ihr über einen Besuchersteg über der Ausgrabung laufen. Entlang des Weges gibt es Infotafeln, die auch für Kinder gut verständlich aufbereitet sind.
Historisch gehören die Barbarathermen zu den großen römischen Badanlagen Triers und entstanden bereits im 2. Jahrhundert.
Von den Barbarathermen sind es nur wenige Gehminuten zur Mosel und zur Römerbrücke Trier. Und wie sollte es in Trier anders sein: Auch hier wartet wieder ein Superlativ. Die Römerbrücke gilt als ältester römischer Brückenbau nördlich der Alpen – und sie wird bis heute genutzt.
Gut zu wissen für Familien: Die UNESCO-Rallye ab Klasse 7 führt ebenfalls an allen römischen Highlights in Trier vorbei, inklusive der Barbarathermen.
Mein Fazit: Kein großes Programm, kein Eintritt, aber historisch absolut relevant. Die Barbarathermen lassen sich ideal in einen Spaziergang Richtung Mosel und Römerbrücke integrieren.
Karl-Marx-Haus Trier – Geburtshaus, Museum & Denkweisen verstehen
m Karl-Marx-Haus wurde Karl Marx geboren. Zwar verließ er Trier später für sein Studium und kehrte nie dauerhaft zurück, doch die Stadt hat ihm hier ein wirklich würdiges Museum hinterlassen.
Die Ausstellung ist sehr gut aufbereitet. Viel Text, klar strukturiert, verständlich geschrieben. Ergänzend könnt ihr eine App nutzen, die Inhalte vertieft. Auch optisch funktioniert das Museum: ruhig, modern, nicht überladen. Was allerdings auffällt – und das ziemlich deutlich – ist die fehlende Ansprache von Kindern. Es gibt keine interaktiven Stationen, keine vereinfachten Erklärungen. Für jüngere Besucher dürfte das Ganze schlicht uninteressant sein.
Mich hat der Besuch dagegen ziemlich abgeholt. Ich war fast zwei Stunden im Museum, obwohl es gar nicht besonders groß ist. Es geht hier weniger um das reine Abarbeiten einer Biografie, sondern um seine Denkweisen. Ein Satz ist mir besonders hängen geblieben: Es geht ihm darum, die Welt zu begreifen. Genau das zieht sich durch die Ausstellung. Ihr erfahrt, wie Marx gedacht hat – und welchen Einfluss diese Gedanken auf das Weltgeschehen hatten.
Mein Fazit: Kein leichtes Museum, aber ein starkes. Für kultur- und geschichtsinteressierte Besucher eine der eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten in Trier.
Trier mit Kindern – römische Highlights & einfache Ideen für Familien
Vor einigen Jahren, als die Teenager noch Kleinkinder waren, haben wir Trier bei einem Tagesausflug erkundet und uns auf ein paar Highlights beschränkt.
Am spannendsten sind aus unserer Sicht die Kaiserthermen Trier. Vor allem die unterirdischen Gänge bleiben hängen. Dunkel, verwinkelt, ein bisschen geheimnisvoll. Ergänzend oder Alternativ könnt ihr den kostenlosen Besuchersteg der Barbarathermen besuchen – die Infotafeln hier sind kindgerecht.
Ein kleiner Klassiker für Kinder ist der Trierer Domstein. Dort wird gerutscht. Bringt angeblich Glück. Ob das stimmt? Keine Ahnung – aber einmal rutschen wird ja nicht schaden.
Wenn ihr mehr Kontext wollt, lohnt sich eine Stadtführung speziell für Kinder. Die Inhalte sind meist kürzer, bildhafter erklärt und nehmen Druck raus, alles „verstehen“ zu müssen.
Fazit zu den Sehenswürdigkeiten in Trier
Für Römer-Interessierte ist Trier eine wahre Goldgrube. This is your place to be, wenn ihr römische Geschichte in Deutschland wirklich begreifen wollt. So dicht, so greifbar und so vielseitig bekommt ihr sie sonst kaum.
Wenn ihr im Sommer in Trier seid, dann gehts auf dem Hauptmarkt trubelig zu, vielleicht habt ihr ja Lust dieses regionale Getränk zu probieren: Statt Äbblewoi (wie bei uns in Hessen) wird hier Viez getrunken, ein herber Apfelwein. Serviert wird er traditionell im Porz, einem dickwandigen Becher.
Was ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte: Karl Marx wurde hier geboren. Umso spannender war es, mich seiner Geschichte zu nähern. In der Nähe der Porta Nigra steht übrigens auch die Karl-Marx-Statue, ein Geschenk aus China an die Stadt Trier.
Eine Sehenswürdigkeit, die ich bewusst nicht ausführlich aufgenommen habe, weil sie etwas abseits liegt und für mich kein Must-See war: die St. Paulin Trier. Sehr hübscher Innenraum, barock mit starkem Rokoko-Einschlag.
Unterm Strich: Trier lohnt sich sehr. Eine Stadt der Superlative. Ihr wisst schon – nördlich der Alpen 😉. Allein neun UNESCO-Welterbestätten sprechen für sich: Porta Nigra, Trierer Dom St. Peter, Liebfrauenkirche, Konstantinbasilika, Kaiserthermen, Barbarathermen, Amphitheater, Römerbrücke, Igeler Säule (etwas außerhalb, aber offiziell Teil des Welterbes).
Dazu kommt mit dem Codex Egberti in der Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek sogar ein UNESCO-Weltdokumentenerbe dazu.
Für die hier genannten Sehenswürdigkeiten solltet ihr mindestens zwei volle Tage einplanen.
→ Perfekt gelegen ist das MEA Hotel (Booking.com)* mit Self-Check-In.
Tipps für Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Luxemburg: Die Bahn fährt direkt. Besonders spannend fanden wir die Kasematten.
- Koblenz & Burgen am Rhein: Auf meiner Bucket List steht noch der Rheinsteig.
- Saarschleife und weitere Highlights im Saarland.
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