Sydney mit Kindern – 7 Highlights für euren Städtetrip

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Kein Roadtrip an der Ostküste Australiens ist ohne einen Städtetrip nach Sydney komplett. Für viele Touristen ist Sydney nicht nur der Startpunkt ihrer Australienreise, sondern auch gleich ein absolutes Highlight!

Wir haben nach der Rückgabe unseres 6-Bett-Wohnmobils (Link zum Modell bei Camperoase.de)* fünf Tage in der Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales verbracht und einige der tollsten Attraktionen in Sydney mit unseren Kindern besucht. Unsere Tipps haben wir in diesem Reisebericht für euch zusammengefasst:

Opernhaus Sydney

Das Opernhaus ist die wichtigste und bekannteste Sehenswürdigkeit Sydneys und dessen Wahrzeichen. Der dänische Architekt Jørn Utzon gewann seinerzeit die Ausschreibung, obwohl er nur Skizzen und keinen richtigen Entwurf einreichte. 1959 wurde mit den Bauarbeiten der Sydney Oper begonnen, ohne dass die kompletten Baupläne fertiggestellt waren. Immer wieder kam es aufgrund steigender Kosten und anderer Differenzen zu Streitigkeiten zwischen Utzon und dem Premierminister. Schließlich wurden die Gelder für den Bau der Oper eingefroren. Die Bauarbeiten standen still, Arbeiter konnten nicht bezahlt werden. Überraschend verließ Utzon die Baustelle, was von der Regierung als Kündigung aufgefasst wurde. Es wurde eine Gruppe australischer Architekten angestellt, welche den Bau der Oper vollendeten. Tatsächlich sah Utzon die fertige Oper – sein großes Meisterwerk – niemals mit eigenen Augen. Nachdem er Australien 1966 verlassen hatte, kam er nie wieder zurück nach Australien. Queen Elizabeth II eröffnete 1973 die Sydney Oper.

Der Bau hatte insgesamt 14 Jahre gedauert und kostete 102 Millionen Dollar.

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Blick von der Sydney Harbour Bridge auf das Opernhaus

Aussichtspunkte auf die Sydney Oper

Ihr könnt die Sydney Oper kostenlos von vielen Aussichtspunkten in der Stadt bewundern:

  • Royal Botanical Garden vom Harbour View Lawn
  • Mrs Macquaries Point (oberhalb des Aussichtspunkts befinden sich auch Bänke mit Blick auf die Oper)
  • Campbells Cove in den Rocks (funktioniert nur, wenn kein Kreuzfahrtschiff den Blick versperrt)
  • Fußweg der Sydney Harbour Bridge
  • Fußweg vom Luna Park bis zum Beulah Street Wharf
Unbedingt solltet ihr euch auch die beleuchtete Oper und die Illumination anschauen. Täglich finden ab Sonnenuntergang mehrere Beleuchtungen der Oper statt (Sonnenuntergang, dann um 20:30, 21:00 und 21:30 Uhr).
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Kostenpflichtige Führung durch das Opernhaus in Sydney mit Kindern

Wir haben an der 1-stündigen Opera House Tour teilgenommen, welche wir euch sehr empfehlen können. Bei dieser Tour bekommt ihr einen guten Überblick der Geschichte des Bauwerkes und dürft euch verschiedene Säle anschauen (Link zur Führung). Sehr beeindruckend ist natürlich der Besuch der großen Konzerthalle mit fast 2.700 Sitzplätzen. Aber auch die kleineren Säle wie das „Drama Theatre“ und das „Playhouse“ bieten einen tollen Einblick. Die Führung ist kurzweilig und da immer wieder die Location gewechselt wird, kommt keine Langeweile auf.

Wenn ihr Sydney mit kleineren Kindern besucht, empfiehlt sich auch die Kindertour (Link) durch die Oper. Diese sollte aber frühzeitig gebucht werden, da die Plätze schnell vergeben sind. Unsere Tour haben wir eine Woche vorher gebucht.

Möchtet ihr die Sydney Oper noch intensiver kennenlernen und eine Aufführung besuchen, solltet ihr den Eventkalender (Link) frühzeitig checken und Tickets buchen.

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Sydney Harbour Bridge

Neben der Sydney Oper ist die Sydney Harbour Bridge ebenfalls die Hauptattraktion und ein Wahrzeichen Australiens. Die Brücke wurde 1932 eröffnet und verbindet Sydneys Nord- und Südküste. Ein Spaziergang über die Sydney Harbour Bridge, welche von den Einwohnern „Coathanger“ (Kleiderbügel) genannt wird, lohnt sich alleine schon durch den genialen Blick auf die Oper.

Auf der Sydney Harbour Bridge befindet sich der kostenpflichtige Pylon Lookout, welchen wir aber nicht besucht haben. Ein Spaziergang über die Sydney Harbour Bridge gehört zu den Highlights bei einem Städtetrip nach Sydney mit Kindern. Da Fahrräder eine extra Fahrspur auf der anderen Brückenseite haben, ist dieser auch entspannter als ein Spaziergang auf der Manhatten Bridge in New York. Und falls ihr die Motivation eurer Kinder erhöhen wollt: auf der anderen Seite wartet der Luna Park!

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BridgeClimb Sydney Harbour Bridge

Als besonderes Highlight für euren Besuch in Sydney mit Schulkindern empfehlen wir euch den BridgeClimb auf der Sydney Harbour Bridge. Kinder ab 8 Jahren und einer Größe von mindestens 120cm dürfen hier teilnehmen. Aufgrund verschiedener Beschreibungen wie „nur für Adrenalinjunkies“ habe ich mich mit meiner Höhenangst leider abschrecken lassen und Mark ist nur mit unserem seinerzeit 13-jährigen Sohn geklettert.

Wir ziehen das Fazit der beiden zum BridgeClimb gleichmal vorweg: Aufgrund der ausführlichen Sicherheitseinweisung, den Sicherungsvorrichtungen und den erfahrenen Guides ist der BridgeClimb ein tolles Ausflugsziel selbst für Menschen mit leichter Höhenangst. Mark fühlt sich in Höhen nicht sonderlich wohl (das Empire State Building mussten wir dann schnell verlassen, weil es ihm zusehr wackelte), jedoch hat er den BridgeClimb sehr genießen können. Der Fokus des BridgeClimbs liegt auf der Klettererfahrung, die für komplette Einsteiger geeignet ist und den Aussichten auf die Skyline und das Opernhaus. In keinster Weise handelt es sich um einen Nervenkitzel – außer ihr leidet unter extremer Höhenangst. In diesem Fall werden sogar Touren für die Höhenangst-Bewältigung angeboten.

Sicherheit wird beim BridgeClimb auf der Sydney Harbour Bridge wirklich groß geschrieben. Die Sicherheitseinweisung beinhaltet sogar einen Alkoholtest. Nachdem ihr die komplette Ausstattung mit Anzug und Helm erhalten und alle eure Mitbringsel, wie Handy und Geldbeutel, im Schließfach untergebracht habt, startet eure Klettertour auf die Sydney Harbour Bridge. Ihr seid durchgängig gesichert und könnt euch am Handlauf jederzeit festhalten. Auch bei durchschnittlicher Fitness ist die Tour auch nach ganz oben gut zu meistern.

Wir können euch den BridgeClimb auf der Sydney Harbour Bridge wirklich empfehlen. Dieser Ausflug ist für die gesamte Familie (ab dem passenden Alter und Größe) geeignet!

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Queen Victoria Building

Das Queen Victoria Building ist ein absolut sehenswertes Gebäude in Sydney. Besonders imposant empfanden wir das Innere des Gebäudes: Die Geschäfte befinden sich in prunkvollen Arkaden, die bemalten Fenster und die Kuppel unterstreichen das glamouröse Ambiente des Treppenhauses und viele der Kacheln sind noch im Original.

Vor dem Eingang in das QVB in Richtung Sydney Townhall befindet sich eine Skulptur Queen Victorias und ein Wunschbrunnen. Im Inneren des Gebäudes lohnt sich ein intensiverer Blick auf die Royal Clock. Passt euren Besuch idealerweise so ab, dass ihr zur vollen Stunde (zwischen 9 und 21 Uhr) an der Royal Clock seid – hier erscheinen zu jeder Stunde kleine Trompetenspieler-Figuren auf den Türmen und in den Fenstern der Uhr ist ein Teil der britischen Geschichte zu sehen.

Ein kurzer Bummel durch das Queen Victoria Building lohnt sich auf jeden Fall. Das Gebäude „The Strand Arcade“ ist ebenfalls ein schönes Gebäude mit einer prunkvollen Shopping Mall.

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The Rocks

Das historische Viertel „The Rocks“ befindet sich an der Sydney Harbour Bridge – mit tollen Blicken auf eben diese und die Sydney Opera. Alte Backsteingebäude und kleine Gassen vermitteln noch den alten Charme des Arbeiterviertels und geben einen kleinen Einblick, wie das Leben hier zur europäischen Besiedlungszeit ausgesehen haben kann.

Unbedingt zum Cambells Cove gehen für den perfekten Blick auf die Sydney Opera! Manchmal wird der Blick wohl leider durch große Kreuzfahrtschiffe blockiert.

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Rocks Discovery Centrum

Der Besuch des Rocks Discovery Centrums (Link) ist kostenfrei und bietet einen Überblick der Geschichte des Viertels, der Besiedlung und den Ureinwohnern, welche hier lebten. Ein kurzer Blick herein lohnt sich, wenn ihr mehr über die Geschichte Australiens lernen möchtet. Es gibt auch ein paar interaktive Spiele für Kinder. Wir haben aufgrund des Dauerregens sicherlich eine Stunde in dem kleinen Museum verbacht. Viel mehr Zeit braucht ihr hier auch nicht. Kein Must-See für euren Besuch in Sydney.

Luna Park

Wenn ihr mit Kindern in Sydney seid, könnt ihr einen Abstecher in den Luna Park Sydney einplanen. Luna Parks sind Freizeitparks, für die ihr keinen Eintritt zahlt, sondern nur für die Attraktionen, welche ihr nutzen möchtet. Im Luna Park Sydney (Link) gibt es Fahrgeschäfte für jedes Alter: vom Riesenrad bis zum Sledgehammer. Bei unserem Besuch waren gerade Frühlingferien in New South Wales und die Warteschlangen dementsprechend ziemlich lang.

Ihr könnt den Ausflug in den Luna Park toll mit einem Bummel durch das Viertel „The Rocks“ verbinden und anschließend zu Fuß über die Sydney Harbour Bridge laufen und die verschiedenen Fotospots am Milsons Point auf die Oper genießen. Am Luna Park befindet sich auch das ehemalige Olympia-Schwimmbad, welches bis voraussichtlich Frühjahr 2023 renoviert wird.

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Darling Harbour

Während der großen Depression im Jahre 1930 wurde diese Gegend Sydneys durch die vielen jobsuchenden Hafenarbeiter auch Hungry Mile genannt. Die Gebäude verfielen immer mehr, bis in den 80ern die Gebäude schließlich abgerissen wurden.

In den letzten Jahren wurde der Darling Harbour touristisch erschlossen und bietet nun eine optisch ansprechende Umgebung und viele Freizeiteinrichtungen.

Das kostenlose Powerhouse Museum (Link) haben wir nicht besucht, hier soll es auch einen interaktiven Bereich für Kinder geben.

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Unsere Unterkunft in Woolloomooloo bei Sydney

Idealerweise sucht ihr euch für den Städtetrip nach Sydney eine Unterkunft direkt im Stadtzentrum CBD. Da wir dort aber keine Wohnung in unserem Preisniveau fanden, wohnten wir immer noch fußläufig zum CBD im günstigen Nesuto Woolloomooloo (Booking.com-Link)*.

Unsere 2-Schlafzimmer-Wohnung war mit eigenem Bad, Küche und Wohnbereich ausgestattet. Zu Fuß waren wir etwa eine halbe Stunde zum Sydney Opernhaus unterwegs, wobei der Hauptweg durch den sehenswerten Royal Botanical Garden führt.

Ganz in der Nähe der Unterkunft befindet sich ein Navy-Hafen und der Finger Wharf. Äußerst praktisch ist auch die Nähe zum beliebten Pie-Foodtruck „Harry´s Café de Wheels“ (Link). Wir waren hier Stammkunden während unseres Städtetrips in Sydney. Entlang der Wände des Foodtrucks könnt ihr schauen, welche Promis hier alle schon die australischen Pies genossen haben. Die Favoriten der fleischessenden Familienmitglieder: „Tiger Pie“ (mit Kartoffel- und Erbsenpüree und Soße auf dem Pie eurer Wahl) sowie der „Hot Dog de Wheels“.

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Fingerwharf Sydney
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Skyline Sydney

Unser Fazit zu unserem Städtetrip nach Sydney mit Kindern:

Auch wenn die Fotos vielleicht ein anderes Bild zeigen: Während unseres Aufenthalts in Sydney – oder besser während unserer gesamten Reise entlang der Ostküste Australiens – hatten wir etwas Pech mit dem Wetter. Es regnete über Wochen ständig und oft so heftig, dass man innerhalb kürzester Zeit durchnässt war und die U-Bahn-Stationen vollliefen. Wir haben daher mehr Zeit in unserem Apartment (Booking.com-Link)* als mit Sightseeing verbracht.

Alle von uns genannten Attraktionen in Sydney könnt ihr locker in 2 Tagen besuchen. Habt ihr nur einen Tag für die Sehenswürdigkeiten in Sydney Zeit, empfehlen wir euch den Besuch des Opernhauses, einen Bummel durch das Viertel „The Rocks“ und anschließend ein paar Schritte über die Sydney Harbour Bridge zu laufen, bis ihr einen tollen Blick auf die Oper habt. Anschließend könnt ihr beim BridgeClimb auf die Brücke klettern und abends die beleuchtete Oper bestaunen.

Die Strände Sydneys haben wir aufgrund des regnerischen Wetters komplett ausgelassen:

  • Bondi Beach ist wohl der berühmteste Strand Australiens. Der Pool des „Iceberg Clubs“ ist ein beliebtes Fotomotiv. Empfohlen wurde uns der etwa 6km lange Bondi to Coogee Walk mit spektakulären Aussichten auf die Küste und Strände.
  • Manly Beach erreicht ihr mit der Fähre. Die Küstenwege dort sollen wesentlich ruhiger als am Bondi Beach sein. Empfohlen wurde uns der 10km lange Manly Lagoon to North Head Walk.

Weitere Tipps für Spazierwege in und um Sydney findet ihr auf der verlinkten Sydney Tourismus-Homepage.

Unser Fazit zu Sydney fällt etwas anders als erwartet aus. Tatsächlich konnte uns Sydney nicht rundum begeistern, wobei wir zugegebermaßen auch keine Fans von australischen Großstädten sind. Hin und weg waren wir dagegen von den Blue Mountains, welche gut von Sydney aus erreichbar sind. Schaut euch hier unseren Reisebericht mit allen Tipps für die Blue Mountains an.

Dieser Städtetrip war Teil unseres Ostküsten Roadtrips durch Australien und für uns ging es nach Sydney mit dem top ausgestatteten Mietwagen (Link zu CHECK24)* weiter:

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Blue Mountains

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