Wir nehmen euch heute mit in einen unserer „Wow, warum waren wir hier nur so kurz?!“-Momente auf unserer ersten USA-Reise: in den Sequoia Nationalpark in Kalifornien.
Damals dachten wir noch ganz typisch wie viele Erstreisende: möglichst viel sehen – einmal quer durch den Westen, viele Stopps. Nationalparks standen schon auf unserer Liste, aber wir hatten ehrlich gesagt unterschätzt, wie gut es tut, sich dort wirklich Zeit zu nehmen. Heute würden wir es ganz anders machen – und genau deshalb möchten wir euch von unserem (leider viel zu kurzen) Tag bei den Riesenbäumen erzählen.
Besonders krass war für uns der Wechsel: Am Tag vorher noch Wüste und Hitze rund um Palm Springs, trockene Berge, staubige Landschaft – und dann plötzlich dieser tiefe Wald, kühle Luft und überall diese gigantischen Sequoias, die einfach alles überragen. Ein echter „Kino-Moment“ der Reise und für uns ganz klar ein Must-See in Kalifornien.
Mehr allgemeine Infos rund um Nationalparks, Pässe und Planung haben wir übrigens in unserem Artikel zu den Nationalparks der USA gesammelt – hier in diesem Beitrag geht es vor allem um unsere persönlichen Eindrücke und Erfahrungen im Sequoia Nationalpark mit Kindern.
→ Unser Unterkunftstipp: Eine Airbnb Wohnung auf einer Orangenfarm (Link zu Airbnb) – die liebste Unterkunft der gesamten Rundreise für unsere Kinder!
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Highlights im Sequoia Nationalpark in Kalifornien
Genaugenommen handelt es sich hier um zwei Parks: Den Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark. Beide liegen direkt nebeneinander -in der Sierra Nevada- und werden gemeinsam verwaltet. Folgt ihr unserem Kalifornien Routenvorschlag, dann lohnt sich der America the Beautiful Jahrespass – lest hier alle Infos zu einem Besuch in den Nationalparks der USA nach.
Ein paar Infos zum Sequoia Nationalpark:
- Im Park werden Höhenunterschiede von 4.000 Metern zurückgelegt, die bekannten Mammutbäume brauchen diese Höhe.
- Bekannt ist der Nationalpark vor Allem für seine Riesenmammutbäume. Nicht nur in der Höhe (ca. 80 Meter), sondern auch in der Breite mega beeindruckend! Den Durchmesser (ca. 11 Meter) könnt ihr im Sequoia NP richtig begreifen, wenn ihr neben einer Baumscheibe steht oder durch den aufgezeichneten Umriss auf dem Boden lauft.
- Kein Wunder, dass Hale Tharp 1858 eine Zeitlang in einem umgestürzten Mammutbaum wohnte. John Muir besuchte Hale Tharp dort einige Jahre später und wurde einer der Mitinitiatoren für den Sequoia-Nationalpark.
Giant Forest Museum und Aussichtspunkt Beetle Rock
Nachdem wir gerade die Wüste verlassen hatten, wurden sofort alle Fenster geöffnet, als wir in den Sequoia Nationalpark fuhren – was für eine tolle Natur, was für gigantische Bäume und was für ein toller Duft im Wald!
Im Giant Forest Museum haben wir uns einen ersten Überblick verschafft. Das Museum ist klein, aber perfekt, um zu verstehen, warum diese Wälder so besonders sind. Für Kinder gibt es simple Erklärungen, interaktive Elemente und kleine Aha-Momente.
Am Aussichtspunkt Beetle Rock könnt ihr euch ein wenig die Beine vertreten und die Aussicht genießen.
Während unseres Besuches im Nationalpark konnten wir immer wieder Feuer im Wald riechen, Teile des Parks waren für den kontrollierten Brand abgesperrt und an den Sequioas waren häufig die Brandspuren der bisherigen Brände zu sehen.
Tatsächlich öffnen sich die Zapfen der Sequoias erst bei großer Hitze, die Samen fallen dann auf den Boden und die Asche nach dem kontrollierten Brand bietet einen idealen Nährboden für den Samen. Trotz Brandschäden an der Rinde können die Sequoias weiterleben und erhalten so außerdem ihren benötigten Platz, da andere Pflanzen dem Feuer erliegen.
General Sherman Tree - der wohl meist fotografierteste Baum im Sequoia Nationalpark
Der General Sherman Tree ist der mächtigste lebende Baum der Welt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Er hält den Rekord für das größte bekannte Stammvolumen aller Bäume: unglaubliche rund 1.490 Kubikmeter! Der höchste Baum der Erde ist übrigens ebenfalls ein Küstenmammutbaum, steht im Redwood-Nationalpark und trägt den Namen Hyperion. Seine genaue Position wird nicht aktiv veröffentlicht, um ihn zu schützen.
Der General Sherman selbst wird auf beeindruckende 2.200 bis 2.700 Jahre geschätzt – was bedeutet, dass dieser Baum schon stand, lange bevor es viele unserer heutigen Kulturen überhaupt gab.
Verfehlen könnt ihr den General Sherman kaum: Schon von weitem sieht man die Schlange an Menschen, die geduldig darauf warten, ihr Foto vor dem mächtigsten Baum der Welt zu machen. Und ja – es ist gar nicht so einfach, die volle Größe dieses Riesen aufs Bild zu bekommen! Unser Tipp: Nehmt euch einen Moment Zeit und umrundet den Baum. Auch von der Rückseite ist er absolut beeindruckend und oft deutlich ruhiger, sodass ihr in aller Ruhe fotografieren könnt. Ihr könnt auch wie wir einfach an den nächsten Baum gehen und ein General Sherman Selfie aus der Entfernung machen.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Sequoia Nationalpark
- Congress Trail: Leichter, 4,3 km langer Rundweg durch den Giant Forest mit vielen benannten Baumriesen.
- Big Trees Trail: Sehr einfacher, kurzer, fast ebener Rundweg um eine Wiese mit vielen Mammutbäumen.
- Tunnel Log: Umgestürzter Mammutbaum, durch dessen Stamm ihr mit dem Auto oder zu Fuß durch könnt– beliebter Fotospot.
- Moro Rock: Granitfelsen mit steiler Treppe hinauf zum Gipfel und spektakulärer Aussicht über die Sierra Nevada – nur mit Schwindelfreiheit und eher ohne kleine Kinder.
- Tokopah Falls: Wanderweg zu einem Wasserfall, der vor allem im Frühling/Frühsommer viel Wasser führt.
- Crescent Meadow & Tharp’s Log: Ruhige, grüne Wiesenlandschaft umgeben von Sequoias; dazu eine historische Hütte in einem ausgehöhlten Baumstamm – sehr idyllisch und fotogen.
- Crystal Cave: Geführte Tour durch eine beeindruckende Marmorgrotte mit Stalaktiten und Stalagmiten – kühl, mystisch und spannend, besonders für ältere Kinder (nur mit Tickets und saisonal geöffnet).
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Mehr InformationenUnsere Unterkunft: Airbnb auf einer Orangenfarm
Wir leben in Deutschland recht ländlich, außerdem leben meine Eltern in einem ECHTEN Dorf und regelmäßig haben wir Urlaube auf Bauernhöfen mit den Kindern gemacht. Dennoch waren die Kids soooo begeistert von unserer Airbnb Wohnung auf einer Orangenfarm (Link zu Airbnb)! Ein freundlicher, alter Hund „Lexy“ begrüßte uns, die Hühner und der Pfau liefen vor der Haustür frei herum und alles wirkte so schön idyllisch! Zur Begrüßung gab es Muffins, frische Orangen, sowie Honig und Orangensaft vom eigenen Hof. Wir haben uns total wohlgefühlt!
Unser Fazit zum Sequoia Nationalpark mit Kindern:
Für uns alle war es ein unglaubliches Erlebnis, zwischen diesen Riesenmammutbäumen zu stehen. Man fühlt sich plötzlich winzig klein – aber im besten Sinne. Genau solche Momente machen Kalifornien für uns so besonders: die Mischung aus Wüste, Küste, Städten und dann diese stille, überwältigende Natur im Sequoia Nationalpark. Für uns gehört ein Stopp hier einfach zu einer Kalifornienreise dazu.
Wir sind übrigens bei Three Rivers in den Park hineingefahren und bei Pinehurst wieder heraus. Die Strecke zieht sich ganz schön und die kurvigen Bergstraßen sollte man wirklich nicht unterschätzen. Gerade auf dem Rückweg war unser „Waldhunger“ gestillt – und die Fahrt hat sich dann doch ziemlich gezogen. Plant dafür also lieber ein bisschen mehr Zeit und ein paar Pausen ein, dann könnt ihr diesen besonderen Ort noch mehr genießen.
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Kurzübersicht unserer Rundreise-Route durch Kalifornien mit Kindern:
- 1. Tag: Ankunft San Francisco und Überblick verschaffen
- 2. Tag: San Francisco – Lombard Street, Fishermans Wharf, Pier 39, Golden Gate Bridge (Fort Point)
- 3. Tag: San Francisco – Alcatraz, Waterfront am Ferry Building und Embarcadero Plaza
- 4. Tag: San Francisco – Golden Gate Park, Painted Ladies, Chinatown, Financial District
- 5. Tag: Mietwagen holen und Fahrt nach San Jose (Einkaufen und Pool), Apple Visitor Center
- 6. Tag: San Jose – Silicon Valley mit Googleplex und TechMuseum
- 7. Tag: Fahrt San Jose nach Monterey und 17-Mile Drive
- 8. Tag: Fahrt San Jose nach Carmel-by-the-sea, dann Highway 1 über Big Sur bis Lompoc
- 9. Tag: Santa Barbara
- 10. Tag: Fahrt nach Fountain Valley Malibu Beach – El Matador
- 11.Tag: Los Angeles Bustour
- 12. Tag: Huntington Beach, Crystal Cove State Beach, Laguna Beach
- 13. Fahrt nach San Diego, Besichtigung Flugzeugträger USS Midway
- 14.Tag: San Diego – Mount Soledad, La Jolla und Old Town
- 15.Tag: San Diego – Point Loma, Gaslamp Quarter und relaxen am Pool
- 16.Tag: Fahrt nach Palm Springs und relaxen am Pool
- 17. Tag: Palm Springs – Aerial Tramway und Mount San Jacinto
- 18.Tag: Palm Springs – Joshua Tree Nationalpark
- 19. Tag: Indian Canyons und Fahrt nach Exeter
- 20. Tag: Sequioa Nationalpark
- 21. Tag: Yosemite Nationalpark
- 22.Tag: Yosemite Nationalpark
- 23. Tag: Fahrt über den Tioga Pass und Stop Mono Lake und Ghost Town Bodie
- 24. Tag: Sausalito und Golden Gate Bridge Panorama Tour
- 25. Tag: Rückflug von San Francisco
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