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Yosemite Nationalpark mit Kindern

Jeder Host, jeder an unserer Reise interessierte Amerikaner schwärmte vom ersten Tag unseres Kalifornien Roadtrips mit unseren Kindern vom Yosemite Nationalpark. Nachdem wir also ein paar Tage in Palm Springs verbracht und Mammutbäume im Sequoia Nationalpark bestaunt hatten, war es endlich so weit: Unser Besuch im Yosemite Nationalpark! Spannende Nächte im Half Dome Village, atemberaubende Aussichten vom Glacier Point und Abkühlung in den Ausläufern der spektakulären Wasserfälle. Unsere Erlebnisse haben wir hier für euch zusammengefasst.

Boah, was eine Aussicht! Die Reiseführer und Reiseblogs hatten uns schon vorgewarnt: Wer über die Wawona Road -Richtung Yosemite Valley- durch den Wawona Tunnel fährt, dem bleibt erstmal kurz der Atem weg. Ein unglaublicher Blick auf den El Capitan und den Half Dome – ein grandioser Start im Yosemite Park! Am Parkplatz kann es schonmal recht voll werden, aber ein Haltestopp hier muss einfach drin sein! Gerade für alle, die nur eine Durchfahrt (macht das nicht!!) durch den Yosemite Nationalpark geplant haben, eine tolle Stelle, um gemeinsam mit den Kindern die Schönheit des Parkes zu erkennen.

Glacier Point

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Wenn du dich erkundigst, was du denn unbedingt im Yosemite Nationalpark sehen solltest, antworten alle: Glacier Point! Das würden wir auch direkt so unterschreiben! Mit dem Auto beträgt die Fahrtzeit vom Valley ungefähr eine Stunde einfach und die Parkplätze sind schnell vollm. Wir mussten einen Moment auf einen freien Parkplatz warten. Alternativ fährt der kostenpflichtige Hikers Bus zum Glacier Point, die Wanderung zurück ins Tal soll atemberaubend schön, aber auch atemberaubend lang sein. Infos zu den kleineren und größeren Wanderungen am Glacier Point findet ihr hier.

Was ihr noch beachten solltet: Die Straße zum Glacier Point ist gewöhnlich von April/Mai bis Oktober/November geöffnet. Da sich dieser auf einer Höhenlage von 2.200m üNN befindet, sind die Straßen ansonsten auf Grund von Schnee und Eis gesperrt. Infos zu den Straßenöffnungen gibt’s hier.

Die Aussichtsplattform liegt etwa 1.000 Meter über dem Valley. Ein Wahnsinns Ausblick über das Valley, auf den Half Dome und die Yosemite Falls!

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Yosemite Falls

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Im Yosemite Valley Besucherzentrum wird dir in einer echt schönen Ausstellung einiges zur Geschichte des Nationalparkes erzählt: Von den dort lebenden Indianerstämmen (den Namen erhielt der Park vom Stamm der Yohe´meti = diejenigen, die töten) und der Gründung der Schutzräume für die Natur. Zu Fuß sind es dann nur noch ein paar Minuten bis zu den Yosemite Falls. Die Yosemite Falls gehören zu den bekanntesten und höchsten (fast 740m) Wasserfällen der Welt! Wir waren lediglich an den Lower Falls, ein Wanderweg führt dann noch zu den Upper Falls.

Bridalveil Fall

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Der Weg vom Bridalveil Fall hat den Jungs wohl am Besten gefallen: Sie liefen einfach neben dem Wanderweg in den Ausläufern des Wasserfalles. Da wir mit den Kindern in den Sommermonaten im Yosemite Nationalpark waren, zeigten sich die Wasserfälle nicht mehr in Ihrer ganzen Pracht, trotzdem ein toller Anblick! War auch gar nicht einfach, ein Foto vom Bridalveil Fall zu machen. Wie ein Brautschleier (daher ja auch der Name) fliegt das Wasser im Wind und erfrischt alle Umstehenden.

Yosemite Valley

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Der große Vorteil des Sommers (außer, dass alle Straßen geöffnet sind) im Yosemite Nationalpark ist, dass man sich fast überall erfrischen kann! Statt langen Wanderungen verbrachten wir die Nachmittage am Fluss. Selbstverständlich gibt es sehr beliebte Plätze, an denen es sehr trubelig zugeht. Aber einfach ein paar Schritte weiter durch den Wald, und schon hast du eine traumhafte Stelle ganz für dich allein! Der Sand blinkt immer wieder golden auf. Wer genau hinschaut, findet haufenweise kleine Goldpartikel im Sand. Total schön! Das Wasser ist trotzdem eiskalt. Die Jungs haben jedoch offensichtlich überhaupt kein Kälteempfinden und tobten fröhlich im Merced River. Unglaublich viele ließen sich in Schlauchbooten über das Wasser treiben. An verschiedenen Stellen kannst du diese ausleihen. Mich würde ja echt interessieren, wie die alle wieder zurückkommen?!?

Half Dome Village

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Übernachten im Yosemite Nationalpark sowohl mit Kindern als auch ohne gar nicht so einfach. Wer einen Aufenthalt plant, muss schnell sein. Teilweise öffnen sich nur kurz Zeitfenster, um einen Camper Stellplatz zu reservieren. Da wir mit einem Mietwagen unterwegs waren, mussten wir uns erstmal einen Überblick der Übernachtungsmöglichkeiten verschaffen. Beinahe hätten wir die Übernachtung auf Grund der Preise sein lassen, aber in einer Facebook Westküstengruppe wurde mir dringend geraten, UNBEDINGT im Valley zu übernachten. Anders könne man die Schönheit der Natur nicht genießen und wäre viel zu genervt über die Staus ins Tal. Dieser Tipp war tatsächlich Gold wert!

Zwei Nächte verbrachten wir im Half Dome Village. Ein Holzgestell mit fester Plane darüber, 4 Feldbetten mit Wolldecken und einem bärensicheren Schrank zur Essensaufbewahrung vor der Tür. Julian (7) meinte, es würde aussehen wie eine Militärstation. Ich hatte echte Orientierungsprobleme (sieht alles gleich aus) und in der ersten Nacht wachten wir alle frierend auf (im Juli). ABER: Selten haben wir uns so wohlgefühlt! Im Tal zu sitzen, wenn es langsam dämmert und die Berge zu bewundern – deswegen sind die Zelte so schweineteuer! Es gibt auf dem Platz eine Dusch- und Toilettenhütte (echt sauber!) und im Shop könnt ihr euch mit Verpflegung eindecken. Wem die Preise der Zeltstadt zu teuer sind, der deckt sich vielleicht einfach mit einem Zelt und Schlafsäcken ein.

Auto und Busfahren im Yosemite Nationalpark mit Kindern:

Im Valley ist einiges los. Gerade im Sommer ist der Park echt voll und da staut es sich natürlich auch überall. Wir fuhren viele Strecken mit dem kostenfreien Shuttle Bus. Der Bus hat meist eine eigene Verkehrsspur, somit stehst du nicht im Stau und sparst dir die Parkplatzsuche. Nachteil: Nicht immer kriegst du auch den nächsten Bus. An den Haltestellen war teilweise so viel los, dass wir dort echt lange warten mussten. Das nächste Mal würden wir uns fürs Valley Fahrräder leihen, ist vermutlich die entspannteste Art und Weise, um im Tal herumzufahren.

Tioga Pass

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Der Tioga Pass ist gewöhnlich von Mai/Juni bis Oktober/November geöffnet. Da wir in den Sommerferien unseren Kalifornien Roadtrip machten, war klar, dass wir diese Strecke fahren müssen! Infos zu den Straßenöffnungen findet ihr hier.

Warum wir so wenige Bilder von der Tioga Pass Road haben, obwohl doch hier so eine spektakuläre Aussicht ist??? Weil ich zitternd auf dem Beifahrersitz saß und mich krampfhaft an meinem Sitz festhalten musste… Ja, Hammer Aussicht – ich glaube, Mark hatte Tränen der Rührung in den Augen. Ich bin ja echt ein Angsthase und hatte schon auf dem Highway 1 mit der Höhe und den Abgründen neben mir zu kämpfen. Aber die Tioga Pass Road hat das ja echt nochmal getoppt! Ein ewig tiefer und steiler Abgrund direkt neben mir und dazwischen eine einfache Leitplanke oder auch GAR NICHTS! Die Videos unseres Roadtrips mit Originalvertonung hören sich ungefähr so an „MARK! Fahr langsam! Pass auf! Mark!“. An dieser Stelle: Sorry Mark, du hast das echt toll gemacht!

Jetzt aber nochmal kurz zum Pass: Wunderschöne Gegend! Ihr solltet auf jeden Fall viel Zeit mitbringen. Wir konnten keine Wanderung unternehmen, da wir im Anschluss noch am Monolake und in der Geisterstadt Bodie vorbeifuhren, auf dem Weg zum Lake Tahoe. Wahnsinn einfach auch nach diesen sonnigen Tagen im Yosemite Valley plötzlich vor den schneebedeckten Bergen zu stehen!

Unser Fazit zu Yosemite Nationalpark mit Kindern:

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Glacier Point

Häufig standen wir einfach staunend vor dieser atemberaubenden Kulisse. Wie ein Postkartenbild. Immer wieder dachte ich „Das kann doch nicht echt sein, das sieht aus wie eine Kulisse!“. Ja, Berge haben wir auch in Europa. Aber diese Kombination, die Kalifornien bietet: Diese Natur, diese Berge, Wasserfälle, Küste, Strände, Mammutbäume, Wüste und Städte. Das gibt’s so halt echt nur hier. Und definitiv gehört der Yosemite Nationalpark zu einem Kalifornien Roadtrip!

Die Jungs (10 und 7 Jahre) haben den Aufenthalt hier total genossen. Von der Übernachtung im Zelt bis hin zum Baden im Fluss. Leicht unterschwellig immer die Mischung zwischen Angst und dem Wunsch, einen Bären zu sehen (haben wir nicht). Übrigens gibt’s eine Folge der Drei Fragezeichen, die im Yosemite Nationalpark spielt! Dank unseres Spotify-Abos haben wir während des Roadtrips durch Kalifornien fast jede Folge gehört😉.

Bleibt noch die Frage: Zu welcher Jahreszeit den Yosemite Nationalpark besuchen? Jede Jahreszeit bietet Vorteile. Wir waren im Sommer (Juli) dort. Die Yosemite Falls trugen noch Wasser. Im Winter sprudelt es jedoch wesentlich imposanter und überall an den Bergen. Die Straßen zum Glacier Point und die Tioga Pass Road sind im Sommer geöffnet, dafür ist der Nationalpark aber auch sehr voll und es ist zu heiß für größere Wanderungen. Also: Einfach einmal im Sommer (nicht am Wochenende!) und einmal im Frühjahr kommen!

Kurzübersicht unserer Rundreise-Route durch Kalifornien mit Kindern:

Während unserer knapp 4 Wochen in Kalifornien waren wir nur mit Handgepäck unterwegs. Kannst du dir nicht vorstellen? Konnten wir früher auch nicht. Schau dir hier doch unsere Packliste an und lass dich inspirieren!

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