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Highway 1 mit Kindern erleben (Roadtrip Kalifornien)

Während unseres Kalifornien Roadtrips sind wir selbstverständlich auch den Highway 1 mit unseren Kindern gefahren. Wir hatten schon sehr hohe Ansprüche an diese Strecke, trotzdem waren wir einfach nur sprachlos!

Nach unserer ersten Station in San Francisco ging es für uns ins Silicon Valley. In diesem Beitrag erzählen wir dir nun von unseren Besuchen in Monterey, dem 17-Mile Drive, Carmel-by-the-sea sowie unseren Highlights auf der Route 1, speziell im Big Sur, bis nach Santa Barbara.

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17-Mile Drive, Pebble Beach
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Kofferraumklappe - super praktisch!

Nachdem wir am Flughafen in San Francisco unseren Mietwagen geholt hatten, fuhren wir zu unserem Hotel in San Jose. Wir hatten uns für diesen Standort entschieden, da Mark sich das Silicon Valley anschauen wollte, und wir dort wesentlich günstiger wohnen konnten als in Monterey (dies hätte jedoch ideal gelegen). Wer also eine direkte Route plant, sucht sich am besten eine Unterkunft in Monterey oder Santa Cruz – das spart einiges an Fahrtzeit! Von San Jose nach Monterey waren wir knapp 2 Stunden unterwegs. Während der Fahrt kamen wir an vielen bewirtschafteten Feldern und Bauernhöfen vorbei. Dieses Gebiet wird auch die Salatschüssel Kaliforniens genannt. Zum ersten Mal sahen wir Felder voller Artischocken und stellten fest, dass man Knoblauchfelder schon aus einiger Entfernung riechen kann ;-).

Monterey am Highway 1 mit Kindern

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Auf Grund unserer längeren Anreise bis nach Monterey, stoppten wir erst einmal am Straßenrand und machten ein kleines Picknick am Strand. Der Strand in Monterey ist sehr schön. Wir haben wunderschöne Steine gefunden und einige Mutige waren auch im Wasser. Der Nebel verzog sich langsam – dennoch war es uns zum schwimmen viiiiel zu kalt!

Old Fishermans Wharf Monterey

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Die Kinder hatten leider überhaupt keine Lust, die historische Altstadt-Route zu entdecken und so hielten wir uns hauptsächlich am lebhaften Pier, dem Old Fishermans Wharf, auf. Süßigkeitengeschäfte reihen sich an Souvenier-Shops und dazwischen Fischrestaurants. Da wir langsam die große Sehnsucht nach Natur und wilder Küste verspürten, machten wir uns auf den Weg zum 17-Mile Drive.

Beliebte Ausflugsmöglichkeiten in Monterey sind außerdem: Das Monterey Bay Aquarium (eines der größten weltweit) und eine Whale Watching Tour. Tolle Tipps und Infos zu Kalifornien und speziell auch Monterey findet Ihr auf dieser Homepage.

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17-Mile Drive

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Von Monterey erreicht Ihr recht einfach das Pacific Grove Gate, den Eingang zur gebührenpflichtigen Privatstraße „17 Mile Drive“. Die Route führt an zahlreichen unglaublich imposanten Villen vorbei.

Das Gelände wird „umspielt“ von mehreren Golfplätzen. Unter anderem, dem weltberühmten Golfplatz am Pebble Beach. Bereits fünf Mal war dieser Golfplatz Austragungsort der U.S. Open.

Am Eingangstor gibt es eine Karte mit den Sehenswürdigkeiten. Die Küstenstrecke ist absolut sehenswert! Einige beliebte Fotospots, wie „The Lone Cypress“ sind ziemlich voll, unseres Erachtens aber aus gutem Grund. Es gibt genügend ruhigere Plätze, um ein gemütliches Picknick (gefüllte Kühlbox nicht vergessen) zu machen und die Natur zu genießen. Daher unsere Empfehlung: Nehmt euch Zeit, haltet auch an ruhigen Stellen, lauscht der Brandung und tief atmen! Der 17-Mile Drive riecht nämlich nach Kamille! Die „inneren Aussichtspunkte“ nach den „Ghost Trees“ könnt ihr euch (unserer Meinung nach) sparen und Richtung Carmel by the sea rausfahren.

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the lone cypress

Carmel-by-the-sea

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Wir starteten unsere Tour Richtung Süden mit unseren Kindern auf dem Highway 1 morgens in Carmel-by-the-sea. Klarer Vorteil des morgendlichen Besuches: Leere Straßen und Strände. Laut Reiseführer kann es dort, speziell am Wochenende, sehr voll werden. Wer nach der Fahrt auf dem 17-Mile Drive noch Zeit hat, kann diesen Richtung Carmel-by-the-sea verlassen und dieses süße Städtchen dann im Anschluss besuchen.

Am bezauberndsten fanden wir die engen, bewohnten Straßen. Es gibt hier weder Bürgersteige noch Briefkästen. Die Bewohner holen Ihre Post beim Postamt ab. Auch sonst gibt es hier ein paar schrullige Regeln: Straßenlampen und Leuchtreklamen sind verboten und wer hier mit High Heels laufen möchte, braucht eine Sondergenehmigung!

Die Innenstadt ist dann schon für Touristen ausgelegt, jedoch eher für die mit größerem Geldbeutel. Schick und sauber. Der Strand bietet tollen weißen Sand und wildes Meer. Allerdings surrten in und um das angespülte Schilf viele Fliegen – ist uns sonst nirgends so aufgefallen.

Highway 1 mit Kindern - Pacific Coast Highway PUR!

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Kurz noch ein paar praktische Hinweise, bevor es magisch auf dem Highway 1 mit euren Kindern wird: Achtet darauf, dass euer Wagen vollgetankt ist. Packt genügend Getränke und Verpflegung ein. Achtet auf eine passende Playlist (Wir haben die drei Fragezeichen Hörbücher über Spotify gehört – spielt ebenfalls in Kalifornien!)  und überprüft, dass alle Akkus geladen sind. Ihr werdet unendlich viele Fotos machen!!

Big Sur

Ich bekomme schon wieder Gänsehaut, wenn ich mir die Bilder dieses gigantischen Küsten-Highways anschaue! Ja, man kennt die Bilder. Im Vorfeld einer solchen Reise hat man unzählige gesehen und viel darüber gelesen. Aber dann tatsächlich diese Farben zu sehen. Den Wind zu spüren. Die Kraft der Natur. Leute, das ist der absolute Wahnsinn!!!

 

Bixby Creek Bridge

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Ich muss zugeben, dass ich im Vorfeld ein bisschen „Sorge“ hatte, an besonders tollen Aussichtspunkten ausversehen vorbei zu fahren. Also hatten wir mühselig Adressen fürs Navi rausgesucht. Tatsächlich ist es aber so, dass man ja eh nur gerade ausfährt (wer will denn schon umdrehen?), es gibt kein Abbiegen, lediglich Anhalten. Die Bixby Creek Bridge findet ihr auf Anhieb, ihr müsst ja drüber fahren😉.

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Partington Cove

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Eigentlich war der Halt an der Partington Cove auf dem Highway 1 mit unseren Kindern gar nicht geplant. Unser Gefühl sagte uns, dass wir bald an den McWay Falls sein müssten und da wir es plätschern hörten, entschlossen wir uns, auszusteigen. Was ein Glücksgriff! Im Nachhinein verrät mir das Internet, dass der Weg 1,6 Kilometer lang ist. Wir haben zwei verschiedene Wege bewandert.

Mittlerer Weg: Über eine Holzbrücke kommt ihr an einen Holztunnel, dann seid ihr am Aussichtspunkt Partington Cove. Noch besser (weil auch leerer) hat uns der „rechte Weg“, entlang des Flusses, gefallen. Dies war dann auch ein richtiger Abenteuerweg, wie ihn die Kids lieben. Alles recht zugewachsen, um den Weg zu erkennen, musste man sich schon richtig Mühe geben. Ihr kommt direkt am Steinstrand raus. Die Wellen schlagen mit einer gigantischen Kraft gegen die Felsen! Wir hätten stundenlang der Brandung zuschauen können. Bis dann die Welle kam, die uns in die Flucht getrieben hat 😉. Mark hats nicht ganz geschafft, er durfte dann mit nassen Schuhen weiterfahren.

McWay Fall

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Dieses Foto geisterte mir schon lange im Kopf herum. Ein Wasserfall, der auf einen paradiesischen Strand fällt, direkt am türkis-blauen Meer. Wahnsinn! Einziges Manko – der Strand ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Schade. Einerseits. Wenn man überlegt, wie wir Touristen jedoch immer die schönsten Plätze der Natur zumüllen und zerstören – besser so.

Der McWay Fall ist im Julia Pfeiffer Burns State Park. Gebührenpflichtig könnt ihr dort parken und auch einige Wanderungen unternehmen. Wir haben lediglich in der Parkbucht am Straßenrand gehalten und ein paar Fotos geschossen. Aber gut aufpassen: wir wären beinahe vorbeigefahren, da gar nicht so viele Autos (wie erwartet) dort parkten und wir von einem normalen (selbstverständlich trotzdem genialen) Küstenblick ausgingen.

Elephant Seal Vista Point

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Als letzten Stopp auf dem Highway 1 mit den Kindern hielten wir am Elephant Seal Vista Point in der Nähe von San Simeon. Seerobben, Seehunde, Seelöwen – alles schon gesehen und gehört. See-Elefanten? Das noch nicht. Die Hinweistafel erklärt uns, dass See-Elefanten die größten Robben der Welt sind. Die Bullen werden etwa doppelt so groß (über 5 Meter) als die Kuh und so ein Bulle wiegt etwa 2.800 Kilogramm. So sehen die übrigens auch aus😉. Den Namen Elefanten erhielten diese lustigen Tiere auf Grund Ihrer Nase – diese hängt bei den ausgewachsenen Bullen nämlich wie ein Rüssel über das Maul. Die Tiere liegen gemütlich in der Sonne, schütten mit einer Seitenflosse immer mal wieder Sand über sich oder bewegen sich mal ein paar Meter, bis sie sich wieder erschöpft in den Sand plumpsen lassen. In einiger Entfernung davor liegt der Strandmeister – der Boss – und beschützt seine Herde. Weitere sehr interessante Infos gibt’s auf der Website www.elephantseal.org. Dort erfahrt ihr auch, in welchem Monat Paarungszeiten sind und wann die Jungen geboren werden.

Santa Barbara

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Santa Barbara besuchten wir im Rahmen eines Tagesausfluges von Lompoc. Die Jungs wollten unbedingt Tretmobil fahren, und so erkundeten wir die Waterfront auf dem Rad (Kids müssen in Kalifornien auch hier Helme tragen und dürfen nicht lenken). Auf dem belebten Pier, dem Stearns Wharf,  gibt es sogar Parkmöglichkeiten. Viele Shops und Restaurants sind ebenfalls vorhanden. Uns hat der hintere Teil des Piers jedoch am Besten gefallen. Viele Angler saßen dort und wir genossen den Ausblick auf die Waterfront. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand (mir zu windig, aber die Jungs hüpften happy durch die Wellen), welcher wirklich sauber und recht leer war.

Santa Barbara zählt zu den teuersten Wohngegenden der USA. Speziell im Teil Montecito reihen sich die Park-ähnlichen Wohnanlagen aneinander. Wer langsam durch die Straßen fährt, kann immer mal wieder einen Blick auf die riesigen Einfahrten werfen und die Villen dahinter erahnen. Uns hat Santa Barbara sehr gut gefallen!

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Unsere Unterkunft in Lompoc

Grundsätzlich würden wir eine Übernachtung weiter im Norden (z.B. Morro Bay) empfehlen. Von unserer Unterkunft in Lompoc machten wir Ausflüge nach Santa Barbara (1h Fahrtzeit) und auf dem Weg nach L.A. relaxten wir am El Matador Beach in Malibu.

Unsere AirBnB Wohnung entpuppte sich als ganzes Haus, da der Besitzer -entgegen unserer Erwartung- nicht anwesend war und wir somit die untere Etage inklusive Garten für uns alleine hatten. Nett grüßende Nachbarn im Vorgarten, eine gut gefüllte amerikanische Küche und die ruhige Wohngegend: für uns war das amerikanische Wohnfeeling perfekt.

Unser Fazit zum Highway 1 mit Kindern:

Der Highway 1 gehört für uns definitiv zu den absoluten Highlights unserer bisherigen Reisen mit den Kids. Unglaublich! Atemberaubend schön! Mit Kindern? Funktioniert. Genügend Hörbücher für die Fahrt einplanen, Musik zum mitsingen und Verpflegung einpacken. Ich muss leider zugeben, dass die Fahrt auf der Route 1 nicht zu den Highlights für die Kids gehört (tsss…). Wellenhüpfen und Actionwanderungen gefallen den beiden besser als lange Autofahrten mit ständigen Stopps. Dennoch bitte nicht davon abhalten lassen! Die Wanderung des Partington Cove Trails hat beiden sehr gut gefallen.

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Parkbucht Partington Cove
See-Elefanten bei San Simeon
McWay Fall

Kurzübersicht unserer Rundreisen-Route durch Kalifornien mit Kindern:

Während unseres Kalifornien Roadtrips waren wir nur mit Handgepäck unterwegs. Hier findest du unsere Packliste für Handgepäck-Reisen mit Kindern.

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