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San Diego mit Kindern

Während unseres Roadtrips von San Francisco über den Pacific Coast Highway endete für uns der „Strandurlaub“ mit Kindern in San Diego. Danach ging es über Palm Springs weiter in die Nationalparks Sequoia und Yosemite.

Auf dem Weg nach San Diego müsst ihr von L.A. kommend unbedingt einen der tollen Strände aus unserem L.A. Beitrag besuchen! In San Diego haben wir den Flugzeugträger USS Midway ausgiebig besucht, Pizza in Little Italy gegessen, Seehunde in La Jolla beobachtet und viel über die Geschichte Kaliforniens gelernt!

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Kommend von L.A. erreichten wir mittags den Hafen San Diegos. Auf die USS Midway hatten sich besonders Mark und Jonas (10 Jahre) mega gefreut.

Die Ticketpreise sind nicht ohne, jedoch empfanden wir den Preis am Ende als gerechtfertigt. Wir waren 4 Stunden auf dem Flugzeugträger und haben nicht den obersten Teil besucht. Im Preis enthalten sind Audioguides, auch auf Deutsch und sogar mit extra kürzeren und spannenden Erklärungen für Kinder. Jonas hörte sich total interessiert jede Audiodatei auf dem Deck an. Super interessant: Wenn ein Pilot über den Schleudersitz rausgeschleudert wurde, war er danach 2cm kleiner. Für immer! Solch eine Belastung war das für die Bandscheibe!

In verschiedene Hubschrauber kann man auch einsteigen. Es gibt kostenpflichtige Flugsimulatoren und immer wieder Videos (auf Englisch).
Die Brücke haben wir dann ausgelassen. Hier hätte man anstehen müssen, Jonas wollte auf Grund seiner Höhenangst eh nicht hoch und eigentlich waren wir schon recht overload. Unbedingt besuchen, wenn Ihr in San Diego mit Euren Kindern unterwegs seid!

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Little Italy in San Diego mit Kindern

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Während Jonas und Mark sich alle Audiodateien auf der USS Midway anhörten, erklärte mir Julian in aller Ausführlichkeit, wie sehr er italienisches Essen liebt. Morgens, mittags und abends könnte er es essen. Am liebsten Pizza sowie Nudeln mit Pesto und Parmesan. Sehr praktisch, dass Little Italy in Hafennähe, direkt hinter dem Waterfront Park, liegt. So war klar, dass es Pizza zum Abendessen geben würde.

Über das Eingangstor betritt man die Welt der italienischen Speisen. Nobel-Italiener neben bezahlbaren Pizzarestaurants. Unglaublich, wieviel hier los war!! Wir aßen bei Filippi´s Pizza Grotto. Das Essen war lecker (kein dünner, italienischer Pizzateig, wie Juli ihn sich gewünscht hätte – dafür riesig und sehr sättigend). Spannend ist der Eingang: Über den Shop geht es in das dahintergelegene Restaurant. Von außen sah es klein aus, endlose Sitzplätze versteckten sich hinten!

Tipp: Recht früh essen gehen, gegen Abend wurde es richtig voll in Little italy. Überall standen die Menschen in Warteschlangen vor den Restaurants! Anstehen muss ja nicht unbedingt sein, wenn Ihr San Diego mit Euren Kindern genießen wollt.

Mount Soledad National Veterans Memorial

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Grundsätzlich hat man hier sicherlich einen tollen Ausblick. Wir hatten vormittags im Juli jedoch lediglich eine graue Nebelbank unter uns. Dennoch fanden wir die Veteranen Gedenkstätte sehr bewegend. Auf kleinen Marmortafeln sind Bilder und Informationen zu den Veteranen dargestellt. Die Kinder liefen lesend die Wege entlang, um zu entdecken, in welchen Kriegen die Veteranen gedient hatten und in welchen Positionen. Wie so oft, stellten wir fest, dass der Besuch solcher Gedenkstätten viele Fragen in den Kinderköpfen aufwirft. Speziell Jonas (10) bohrte so tief, dass wir -gerade bei den Bürgerkriegsfragen- das Handy zückten und erstmal googeln mussten. Zudem konnten wir nach dem Besuch auf der USS Midway nochmal die verschiedenen Bereiche wie Air Force und Navy in der Army thematisieren.

La Jolla

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Vormittags kamen wir in La Jolla an und ergatterten schnell einen kostenfreien Parkplatz am Seitenstreifen. Gegen Nachmittag stauten sich die Autos in Strandnähe auf der Suche nach Parkplätzen.

Wir spazierten an den Stränden vom „childrens pool“ bis zu der „cave“ . Da die Strände recht schmal sind, ist es natürlich auch schnell voll. Spannend ist in La Jolla auch etwas ganz anderes: Seerobben und Seelöwen liegen dort direkt am Strand und sonnen sich. Im Wasser kann man die Tiere beim Hüpfen und Toben beobachten. Mark hat sogar eine Gruppe Delfine gesehen! An einem Strandabschnitt lagen Seelöwen mit Ihren Babys, der Bulle lag schützend davor. Julian entdeckte in diesem Urlaub seine „Leidenschaft“ , Tiere zu beobachten. In einer Seelenruhe saß er dort und beobachtete die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung.

Wer mit seinen Kindern in der Umgebung San Diegos sportlich etwas machen möchte, hat vielleicht Spaß mit einem Kajak durch die Höhle zu fahren.
Auch hier entdeckten wir, wie bisher überall auf unserem Roadtrip durch Kalifornien, so viele teure Autos. Julian hatte einen riesen Spaß die Lamborghinis, Maseratis, Ferraris usw. zu unterscheiden. In La Jolla saßen die dazugehörigen Fahrer relaxt in den Restaurants und genossen die Sonne und das entspannte Leben vor Ort.

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Old Town in San Diego

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Um die kostenfreie, touristische Attraktion „Old Town San Diego Historic Park“ besuchen zu können, muss erstmal geparkt werden. Zwar gibt es viele ausgeschilderte Parkplätze, meist jedoch unverschämt teuer. Wir hatten Glück und ergatterten einen der kostenfreien Parkplätze für Old Town Besucher.

Das Gelände ist eine Mischung aus Freilichtmuseum und Souvenir Shops. Lediglich eine Handvoll der Gebäude wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut, dennoch hat man -gerade bei der Einrichtung- versucht, authentisch zu bleiben. Das Gerichtsgebäude mit Gefängnis und Bürgermeisterbüro sowie das Wells-Fargo-Museum haben uns am Besten gefallen. Im letzteren haben wir geübt, unsere Namen zu morsen und die verschiedenen Bärte der ehemaligen Bankdirektoren “anprobiert“.

Was wir leider (da unwissend) hier verpasst haben: An der Juan Street gibt es einen Mormonen Tempel inklusive Besucherzentrum. Außerdem stehen im Heritage County Park sechs vornehme viktorianische Häuser aus den 1880/1890 er Jahren!

 

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Mexikanisch Essen in San Diego mit Kindern

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Von der Old Town kommt man prima zu Fuß zum Café Coyote. Auf dem Weg dorthin wird man durch die vielen mexikanischen Souvenir-Shops schon passend eingestimmt: Sombreros, Calaveras (Totenköpfe) und immer wieder blickt uns die Malerin Frida Kahlo entgegen (mexikanische Malerin, die sich meist selbst porträtierte). Hier spürt man die Nähe zu Mexiko nicht nur an der prallen Sonne!

Das Café Coyote ist ein echt großer Komplex. Beim Vorbeilaufen könnt ihr schon bei der Zubereitung der Tortillas zuschauen. Die werden hier nämlich wirklich frisch gemacht. Das Essen war lecker – absolutes Highlight jedoch ist das frittierte Eis!

Fort Rosecrans National Cemetry

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Auf dem Weg zu dem Leuchtturm Point Loma fährt man quasi durch den Friedhof der Veteranen. Ein sehr ehrvolles Gelände für die verstorbenen Helden Amerikas. Ein Ort, der Ruhe ausstrahlt. Ein wunderschöner Platz, der dennoch ein unglaublich bedrückendes Gefühl hinterlässt. Viel zu viele Grabsteine, die sich zu beiden Seiten der Straße endlos erstrecken….

Point Loma

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Point Loma: America the Beautiful Pass

Für uns war der Besuch Point Lomas die erste Station, an der wir die Jahreskarte America the beautiful kaufen konnten. Einfach bei der Einfahrt erklären, dass ihr den Pass haben möchtet, unterschreiben, zahlen und in allen weiteren Parks bei der Einfahrt vorzeigen (mit Ausweis). Wir nutzten den Pass noch für folgende Stationen: Joshua Tree National Park, Sequoia-Kings Canyon National Park, Yosemite National Park. Ab einem Besuch von 3 oder mehr Nationalparks kann sich die Jahreskarte lohnen, einfach mal auf der Website „usparkpass“ vorher prüfen.

Point Loma: Juan Rodriguez Cabrillo

In San Diego hatten wir mit unseren Kindern bisher schon so viel über die US Army, Weltkriege und Bürgerkriege gesprochen. Heute kam noch ein ganz anderes Thema hinzu: Die Erforschung der kalifornischen Küste! Der portugiesische Seefahrer Juan Rodriguez Cabrillo startete unter spanischer Flagge seine Expedition zur Erkundung der Nordküste Neu-Spanies (heute Kalifornien). Im Jahr 1542 ging Cabrillo bei Point Lima an Land und erklärte das Land zum Besitz der spanischen Krone. Heute steht sein Denkmal an der Spitze der Landzunge. Im Visitor Center gibt es eine interaktive Ausstellung über die Seefahrt und das Leben Cabrillos.

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Old Point Loma Lighthouse

Der Leuchtturm (Mitte des 19. Jahrhunderts) war nur knapp 40 Jahre in Betrieb. Auf Grund der erhöhten Lage schien das Licht über dem Nebel und konnte so von den wesentlich tiefer fahrenden Schiffen gar nicht gesehen werden. Die Räume des Leuchtturmes sind eingerichtet, sodass man sich ein wenig das Leben als Leuchtturmwärter vorstellen kann. Im daneben liegenden Gebäude ist ein Leuchtturmlinse ausgestellt und die Nutzung beschrieben.

Marinebasis der US Navy

In San Diego befindet sich die Marinebasis der Pazifikflotte der US Navy. Vom Point Loma Gelände kann man die Zerstörer und Kommandoschiffe beim Ein- und Ausfahren beobachten. Hubschrauber starten regelmäßig und zu unserem absoluten Glück konnten wir sogar ein U-Boot sichten!

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Gaslamp Quarter

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Das Gaslamp Quarter in San Diego ist eher für seine lebhaften Nächte als für seine schmucken Gebäude bekannt. Da wir abends um 9 im Bett liegen, können wir über die Partymeile nichts sagen, tagsüber gibt’s auf jeden Fall leckeres Essen und man kann tolle, verschnörkelte Häuser knipsen.

Unsere Unterkunft: Howard Johnson by Wyndham

Unsere Unterkunft, das Howard Johnson by Wyndham San Diego, liegt an der State University. Fußläufig ist nichts zu erreichen. Die Fahrtzeiten betrugen in etwa immer eine halbe Stunde (La Jolla, Point Loma oder USS Midway). Wir waren meistens alleine im Pool (sauber) und das Frühstück ist ein kleiner Snack (süße Backwaren und Müsli). Für unsere Zwecke völlig ausreichend. Einzig dieses „Plastik-Mentalität“, wie in den meisten Hotels dort, hat uns sehr gestört. Teller, Besteck, Becher alles in Papp- oder Plastikbehältern. Leider ist wegwerfen günstiger als spülen…Wir verbrachten 3 Nächte dort.

Unser Fazit zu San Diego mit Kindern:

San Diego ist absolut traumhaft! Eine tolle Großstadt mit Flair. Mexikanisch trifft glänzende Hochhäuser, umgeben von malerischen Stränden und dazu noch geschichtliche Bedeutsamkeit. Unser Aufenthalt in San Diego war ein grandioser Geschichtsunterricht für und mit unseren Kindern. Wir saßen an Denkmälern und Stränden und diskutierten über Kriege und Eroberungen. Danke hier an Google und die vielen Geschichtsvideos, die unsere Wissenslücken ausgebügelt haben😉. San Diego darf in keinem Roadtrip entlang der Westküste fehlen!

Unsere Highlights? Eigentlich alles… Nur Oldtown war uns zu sehr Shop und zu wenig Historie.

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Was man noch in San Diego erleben kann:

Wie immer könnte man ja noch so viel mehr erleben. Mögliche Ausflugsziele in San Diego mit Kindern wären unter anderem noch:

  • Balboa Park
  • Coronado
  • Maritime Museum
  • Mission Bay
  • San Diego Zoo
  • SeaWorld

Wir haben bewusst auf einen Zoo- und Sealife_Besuch verzichtet. Die Kinder hatten großen Spaß dabei, die freilebenden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Bei meiner Recherche im Nachgang der Reise (voll ärgerlich) bin ich auf den Mormonentempel“San Diego California Tempel“ bei La Jolla gestoßen. Schaut euch mal die Bilder im Internet an. Leider weiß ich nichts über die Besucherregelungen dort – aber das Gebäude – Wahnsinn!!

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