San Francisco mit Kindern – von Alcatraz bis zur Golden Gate Bridge

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Hügelige Straßen, ratternde Cable Cars, Nebel und Freiheit. Die Hippie-Stadt im Herzen des Golden State mit Ihrem entspannten Flair und den lächelnden Gesichtern empfing uns als Start- und Endpunkt unserer Rundreise durch Kalifornien.

Dank Jetlag spazierten wir ganz alleine über die kurvige Lombard Street – bis sich im Cable Car Museum einer von uns dem Schlafbedürfnis hingab. Wir genossen strahlend blauen Himmel an der Golden Gate Bridge und fuhren mit den Cable Cars. Selbstverständlich besuchten wir auch Highlights für Kinder in San Francisco wie den Golden Gate Park mit seinen Spielplätzen, schaukelten anschließend noch mit Blick auf die Painted Ladies und beobachteten Robben und ein buntes Treiben am Fishermans Wharf

Unsere Top 8 Sehenswürdigkeiten in San Francisco mit Kindern findet Ihr in diesem Reisebericht, tatsächlich sind sogar 37 Attraktionen erwähnt und außerdem auch unsere Erfahrungen zu einem Besuch auf der Gefängnisinsel Alcatraz mit Kindern.

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Unsere Top 8 Sehenswürdigkeiten in San Francisco:

1.) Lombard Street

Dank Jetlag waren wir an unserem ersten Tag in Kalifornien alle früh wach. Sobald es hell wurde, sind wir dann auch schon zur Lombard Street losgelaufen. Hier schon unsere ersten beiden Tipps: Nutzt den Jetlag für ansonsten „überlaufene“ Sehenswürdigkeiten San Franciscos mit euren Kindern und versucht, möglichst viel fußläufig zu erkunden. Natürlich haben die Kids schlimm geschimpft: die Wege sind eben alle sehr hügelig, da können ein paar Minuten echt anstrengend sein. Aber unterwegs werdet ihr schon so viele großartige Häuser sehen und erhaltet einen guten Überblick! Wir waren ganz allein an der Lombard Street und nur vereinzelt fuhr mal ein Auto die Straße hinunter.

Die Lombard Street gilt als eine der kurvenreichsten Straßen der Welt. Auf ungefähr 145 Meter hat die Straße zehn Kurven (wenn man die Ein- und Ausfahrt mitzählt) bei einem Gefälle von 27%. Für Fußgänger verläuft seitlich ein Weg. Auf dem Weg kommt Ihr an einem Tennisplatz vorbei (George Sterlin Park). Sofern Ihr einen Abstecher hierhin macht, könnt Ihr schon das erste Mal auf die Golden Gate Bridge blicken. Die Filbert Street in der näheren Umgebung ist übrigens noch steiler (Steigung fast 32%)!

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2.) Fishermans Wharf und Pier 39

Nach unserem Besuch an der Lombard Street liefen wir zum Fishermans Wharf. Diese Station gehört auf jeden Fall zu eurer Sightseeingtour, wenn ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten San Franciscos erkundet. Mark erhielt sein Fisch-Frühstück und wir anderen aßen leckeres Sauerteig Brot. Eine besondere Spezialität ist die Clam Chowder (Muschelsuppe) am Fishermans Wharf. Diese wird in einem Sauerteigbrot serviert. Bei der Bäckerei Boudin (am Pier 39) könnt ihr frühstücken (ohne Fisch). Es gibt dort Sauerteigbrot in vielen verschiedenen Formen: Als Schildkröte, Krokodil und auch in echt großen Varianten! Also auch ohne Hunger mal kurz reinschauen.

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Wir haben es sehr genossen, uns in Ruhe die Boote am Fishermans Wharf anzuschauen, in aller Ruhe am Pier entlang zu laufen und die Seelöwen am Ende des Pier 39 zu beobachten. Ein Fischer nahm gerade seinen Fisch aus und warf die Fischreste ins Wasser. Julian (damals acht Jahre alt) hätte den Möwen stundenlang dabei zuschauen können, wie sie sich um das Fressen stritten. Morgens hatten die Shops am Pier noch alle zu, für uns die perfekte Stimmung am verschlafenen Hafen. Am nächsten Tag waren wir nach unserem Alcatraz Besuch nachmittags am Pier: Wenn alle Shops und Restaurants geöffnet haben, ist hier richtig Halligalli. Wer keine Alcatraz Tickets hat, kann hier zumindest einen Blick auf die Gefängnisinsel werfen.

Der Spaziergang entlang des Fisherman´s Wharfs zum Ferry Building am Embarcadero Plaza dauert etwa 45 Minuten, hier gibt es auch einen Spielplatz, an dem oft kleine, bunte Papageien in den Bäumen sitzen. Nun befindet ihr euch im Financial District – oft auch als Must-See in San Francisco genannt.

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Seelöwen
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Ferry Arch

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3.) Golden Gate Bridge - die besten Aussichtspunkte

Aussichtspunkt Golden Gate Bridge - Fort Point

Nachdem wir morgens ja nur einen kleinen Blick auf die Golden Gate Bridge geworfen hatten, wollten wir DIE Sehenswürdigkeit in San Francisco mit unseren Kindern jetzt endlich aus der Nähe sehen. Mit einem Uber (das klappt wie gewohnt ganz super, schnell und einfach!) fuhren wir zum Aussichtspunkt Fort Point. Das Museum in der Befestigungsanlage haben wir uns nicht angeschaut (hatte nicht auf), aber wir hatten einen tollen – komplett nebelfreien – Blick auf die Golden Gate Bridge!

Alternativ fährt der Bus 28 zwischen Lombard Street und Golden Gate Bridge. Vom Busausstieg Golden Gate Br Tunnel/Merchant Rd sind es noch ein paar Minuten zu Fuß bis zum Aussichtspunkt.

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Fotografiert von Jonas
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Sausalito (als Startpunkt für die besten Golden Gate Bridge Aussichtspunkte)

Zeitlich mogeln wir die weiteren schönsten Aussichtspunkte auf die Golden Gate Bridge hier jetzt einfach mal ein. Denn erst an unserem letzten Tag der Kalifornien Rundreise haben wir Sausalito mit seinen süßen Hausbooten und den beeindruckenden Villen in den Hügeln besucht und sind im Anschluss die Panoramaroute oberhalb der Golden Gate Bridge gefahren.

Mir hat Sausalito unheimlich gut gefallen – hier würde ich gerne irgendwann ein paar Tage verbringen, um die Atmosphäre richtig aufzunehmen.

Nach Sausalito kommt ihr ohne Auto mit der Fähre (allerdings war am Fährableger richtig viel los) oder mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge und anschließend mit der Fähre wieder zurück (erklärt dann auch, warum am Fährableger so viel los war). Wir haben uns dagegen entschieden: Zu viel Andrang auf der Brücke und zu windig.

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Panoramaroute Golden Gate Bridge

Wir starten die Panoramaroute Golden Gate Bridge am Fort Baker. Von dort ist die Route zu den schönsten Aussichtspunkten auf die Golden Gate Bridge ausgeschildert. Es gibt genügend Haltebuchten, um mal schnell oder auch länger die Aussicht auf eine der Top Sehenswürdigkeiten San Franciscos zu genießen und natürlich ein Paar Bilder dieser wundervollen Brücke und der dahinterliegenden Skyline zu schießen.

Für alle, die San Francisco mit Kindern erkunden: Nach dem zweiten Aussichtspunkt („schon wieder?!“) war dann der Spaß für die Hälfte unserer Familie schon vorbei. Wir haben die Kids im Auto sitzen und Hörbuch hören lassen und sind abwechselnd ausgestiegen.

Am Slackers Hill sind wir gemeinsam auf den Berg gelaufen – echt anstrengend – es geht nämlich richtig steil hoch! Uns war es dann auch ein bisschen peinlich, dass zwei Jogger mit Ihren Hunden einfach so an uns vorbeigejoggt sind. Einfach so. Als wäre da gar kein Berg…. Die Aussicht auf die Golden Gate Bridge von dieser Seite, mit der Skyline San Franciscos im Hintergrund, hat uns am besten gefallen!

Wer auf seiner Route keine Zeit für den Sequoia Nationalpark hat, kann hier eventuell einen Besuch der Muir Woods einplanen, um einmal zwischen den großen Mammutbäumen spazieren zugehen (keine Erfahrungswerte von unserer Seite).

Zum Schluss fuhren wir dann noch mit dem Auto über die Golden Gate Bridge. In dieser Richtung wird auch die Maut fällig, der Mietwagenanbieter verweist euch bestimmt schon bei Abholung auf die Abrechnungsform. Ansonsten einfach mal nachfragen. Bei unserer Buchung über CHECK24 (Link zu CHECK24)* wurden wir rechtzeitig über die Mautgebühren informiert.

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Slackers Hill

Fakten zur Golden Gate Bridge

  • Nach 4 Jahren Bauzeit wurde 1937 die Brücke eröffnet, mit einer Gesamtlänge von 2.737m und den höchsten Pfeilern (227 Meter über dem Meeresspiegel), war sie damals die längste Brücke der Welt.
  • Die Einfahrt zur Bucht erhielt den Namen „The Golden Gate“ während des Goldrausches in Kalifornien.
  • Täglich sind dort ca. 60 Arbeiter (Elektriker, Maler etc.) beschäftigt, um die Brücke in Stand zu halten. Die Kosten hierfür werden von der Maut gedeckt (stadteinwärts mautpflichtig).
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Battery Spencer

4.) Cable Cars

 Cable Cars gehören zu San Francisco wie die Golden Gate Bridge. Im Vorfeld hatte ich groß angekündigt „Ich fahr mit keinem Cable Car“, denn lange anzustehen liegt mir nicht so.

Da wir aber während unserem San Francisco Urlaub jeden Tag vor Sonnenaufgang wach waren, hatten wir das Glück, an der Drehstation am Union Square ohne langes Anstehen ein Cable Car zu erwischen. Als richtiges „Verkehrsmittel“ möchten wir das hier nicht verbuchen, als Touristenattraktion natürlich schon!

Im kostenfreien Cable Car Museum gibt es einiges zur Geschichte der Kabelbahn zu erfahren, am tollsten jedoch: Man blickt von der Galerie auf die motorbetriebenen Räder, welche die Stahlseile bewegen. Wenn ihr mit Kindern in San Francisco seid, gehört die Fahrt mit dem Cable Car auf jeden Fall auf euren Programmplan.

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5.) Painted Ladies

Bevor wir die nächste bekannte Sehenswürdigkeit in San Francisco besuchten, machten wir einen Abstecher in den Golden Gate Park

Fun Fact: Der Golden Gate State Park gehört zu den größten Stadtparks der Welt und ist sogar größer als der Central Park in New York City. Trotzdem könnt ihr euch hier entspannt fortbewegen: Ihr erreicht den Golden Gate Park einfach per Bus (Link zum Trip-Planer), vor Ort fährt ein kostenloser Shuttle zu den verschiedenen Attraktionen.

Zwar ist der Golden Gate Park kein Must-See, für den Städtetrip mit Kindern in San Francisco jedoch eine hervorragende Möglichkeit, um sich mal wieder richtig austoben und in aller Ruhe auf dem Spielplatz rennen zu können. Richtig toll fanden wir den Koret Childrens Playground

Nachdem wir den Golden Gate Park erkundet hatten, fuhren wir mit dem Bus zurück Richtung Innenstadt und stiegen an der Station „Mcallister St. & Pierce St.“ aus, von wo aus die Painted Ladies perfekt zu erreichen sind. Die Gegend rund um den Alamo Square Park gefiel uns total gut – viele zauberhafte Häuschen umrunden den Park mit Blick auf die Skyline! Im Park gibt es ebenfalls einen Spielplatz und viel Platz um ein gemütliches Picknick zumachen. Den Alamo Square Park solltet ihr unbedingt bei eurer Reiseplanung für San Francisco berücksichtigen – auch ohne Kinder wirklich sehenswert!

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bunte-villen-mit-verzierungen-und-tuermchen-im-alamo-square-in-san-francisco

6.) Chinatown in San Francisco mit Kindern

Hinter dem berühmten Dragon Gate, das Chinatown vom Finanzdistrikt trennt, taucht Ihr sofort in eine völlig andere Welt ein. Die Straßen sind vollgepackt mit bunten Souvenir- und kleinen Ramschläden, auf den Gehwegen sitzen Musiker mit traditionellen chinesischen Instrumenten, von denen wir viele noch nie zuvor gesehen hatten – ein bisschen laut, ein bisschen chaotisch und absolut faszinierend.

Chinatown hat uns gefallen, uns aber gleichzeitig auch ein klein wenig überfordert – was bei diesem vibrierenden Viertel völlig normal ist. Denn San Franciscos Chinatown zählt nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den größten chinesischen Siedlungen außerhalb Asiens. 

Ein echtes Highlight ist die kleine Golden Gate Fortune Cookie Company, wo Ihr zusehen könnt, wie Glückskekse noch von Hand gefaltet werden – und natürlich könnt Ihr Euch eigene, frisch gebackene Kekse mitnehmen.

Fun Fact: Bruce Lee wurde hier geboren.

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7.) Historische Straßenbahnen in San Francisco

Die Fortbewegung in San Francisco mit Kindern ist wirklich unkompliziert: Viele Attraktionen sind fußläufig miteinander kombinierbar, und zusätzlich bietet die Stadt ein gut ausgebautes Nahverkehrssystem. Mit der Muni – also U-Bahn bzw. Metro, Busse, Straßenbahnen und historischen Trams – könnt Ihr schnell und günstig durch die Stadt kommen.

Mit der App MuniMobile oder der Clipper-Card könnt Ihr Tickets bequem mobil kaufen und bei Einstieg direkt vorzeigen – wenn ihr bar zahlt, müsst ihr das Kleingeld passend geben.

Unsere liebsten Fortbewegungsmittel waren die historischen Straßenbahnen und Trams — nicht nur praktisch, sondern ein kleines Erlebnis für sich. Mit ihnen bewegt Ihr Euch entspannt durch verschiedene Stadtteile und erreicht viele Sehenswürdigkeiten, ohne Auto oder Taxi.

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8.) Besuch der Gefängnisinsel Alcatraz mit Kindern

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Eure Tickets für Alcatraz müssen im Vorfeld (in der Hauptsaison am besten: 3 Monate vorher, in der Nebensaison ist auch kurzfristig möglich), über die offizielle Seite, gekauft werden. Wir haben uns für die Early Bird Tour um 8:45 Uhr entschieden.

Klarer Vorteil der frühen Alcatraz-Tour: Sobald das erste Schiff anlegt, wird am Anleger einiges zur Insel erzählt. Wenn Ihr aber direkt nach oben zum Zellentrakt geht, findet ihr diesen noch ziemlich leer und alleine vor! Im Zellentrakt erhaltet Ihr einen Audioguide. Auch wenn ich gar kein großer Audioguide-Fan bin, der Alcatraz Audioguide ist weltklasse! Die Geschichten der Insassen, der Ausbruchsversuche – untermalt mit Stimmen und Schüssen – genial, aber nichts für eher ängstliche Kinder! Total überrascht hat uns die Außenanlage. Liebevoll gepflegt, toll bepflanzt, nistende Vögel und ein toller Blick auf die Golden Gate Bridge, sowie auf die Skyline San Franciscos.

Die Gefängnisinsel Alcatraz ist ein unbedingtes Must-See bei einem Urlaub in San Francisco mit Kindern! Jonas (damals zehn) hat es richtig gut gefallen, Julian (sieben) hatte irgendwann keine Lust mehr auf den Audioguide, langweilte sich trotzdem aber nicht.

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Reisetipps für San Francisco mit Kindern

Anreise San Francisco

Wir flogen mit einem günstigen Light-Tarif (unsere erste Handgepäck-Reise!) von London nach San Francisco. Mit dem Eurostar fuhren wir zuvor nach London, um zumindest diesen europäischen Flug vermeiden zu können. Für unsere Kalifornien Rundreise war San Francisco mit unseren Kindern der perfekte Start und Endpunkt, da wir über den Highway 1 bis nach San Diego fuhren und über den Yosemite Park wieder zurück in den Norden.

Vorteil bei einem Start des Roadtrips in dieser Stadt: In San Francisco benötigt ihr kein Auto, um die meisten Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Wir holten unseren Mietwagen erst mit dem Verlassen der Stadt. Gebucht haben wir wieder sehr günstig über CHECK24 (Link zu CHECK24)*. Somit mussten wir nicht mit Jetlag Auto fahren und sparten uns die teuren Parkgebühren.

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BART fahren - vom Flughafen SFO in die Stadt kommen

Vom Flughafen (SFO) gelangt Ihr mit der S-Bahn-ähnlichen Schnellbahn BART entspannt ins Stadtzentrum. Die Fahrt dauert etwa 25–30 Minuten und kostet je nach Ziel zwischen rund 9 und 12 USD.

Bezahlen könnt Ihr mit der Clipper Card (digital oder Plastik): Guthaben aufladen, beim Ein- und Aussteigen antippen — der richtige Fahrpreis wird automatisch abgezogen. Kinder unter 4 Jahren fahren kostenlos, für ältere Kinder konnten wir leider keine Vergünstigung für Touristen finden (die Youth Clipper Card muss vorab beantragt werden und richtet sich an Personen mit Wohnsitz in SFO).

Neu seit 2025: Ihr könnt auch einfach eure kontaktlose Kredit- oder Debitkarte oder Apple/Google Pay nutzen — dank „Tap and Ride“ braucht Ihr keine separate Karte oder App.

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Embarcadero Plaza

Mobiles Internet in den USA

Um in den USA gut mit mobilem Internet versorgt zu sein, habt ihr grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  • Entweder geht ihr möglichst zeitnah nach eurer Ankunft in den Vereinigten Staaten in einen Shop wie die von T-Mobile oder AT&T und besorgt euch eine lokale SIM-Karte. Bis dahin müsst ihr euch durch öffentliche Netzwerke hangeln.
  • Oder ihr kauft euch eine eSIM, die ihr direkt nach der Landung aktivieren könnt.

Lest hier unseren ausführlichen Guide zur besten eSIM für die USA. 

Wo in San Francisco mit Kindern übernachten?

San Francisco gilt in den klassischen Besucherbereichen als sicher, dennoch gibt es Ecken, die Ihr mit Kindern besser meidet: Tenderloin sowie Teile rund um das Civic Center und die untere Market Street.  Hier trefft ihr häufiger auf offene Drogenszenen und größere Ansammlungen von Obdachlosen. Wir haben im Hilton am Union Square (Booking.com-Link)* übernachtet, was von der Lage her super war, weil: nach Chinatown waren es etwa 15 Minuten, bis zum Fishermans Wharf 40 Minuten zu Fuß. Jedoch ist dies nah am Tenderloin und rund um den Union Square gibt es viel Obdachlosigkeit – auf dieses San Francisco Problem gehen wir gleich nochmal ein. Damit ihr euch wohler fühlt, hier unsere Recherche zu sicheren Vierteln in San Francisco mit Kindern und unserer Suche nach Hotels, die wir auch buchen würden:

Unsere Empfehlungen für Familien in San Francisco:

  • Fisherman’s Wharf & Russian Hill: zentral, lebhaft & ideal für Sightseeing

→ Wenn Ihr mitten im Geschehen wohnen möchtet, ist Fisherman’s Wharf perfekt: sicher, sehr familienfreundlich und mit Top-Anbindung zu vielen Sehenswürdigkeiten. Von hier seid Ihr zu Fuß an Pier 39, bei den Seelöwen und den Cable Cars. Russian Hill schließt direkt an und ist etwas ruhiger – mit wunderschönen Ausblicken und ebenso guter Anbindung. 

→ Hotelmpfehlungen: Gebhoben und perfekte Lage in Fishermans Wharf – Argonaut (Booking.com)*. Günstiger, aber mit sehr guten Bewertungen – La Casa Inn (Booking.com)*.

  • Presidio: Natur, Ruhe & die Golden Gate Bridge vor der Haustür

→ Das Presidio ist einer der entspanntesten Orte der Stadt: viel Grün, sichere Wege, Spielplätze, Strände und fantastische Aussichtspunkte.

→ Hotelempfehlungen: Etwas teurer sind Lodge at the Presidio oder Inn at the Presidio. Beide sind leider nicht bei Booking.com* vertreten, sondern müssen direkt über die Homepage gebucht werden. 

Die Obdachlosigkeit in San Francisco

Das hört sich alles nach einem wunderschönen Urlaub in einer traumhaften Stadt an. Tatsächlich gab es jedoch eine Sache, die mich immer noch beschäftigt und weshalb ich San Francisco mit gemischten Gefühlen betrachte: Die Obdachlosigkeit.

Selbstverständlich gibt es in jeder Großstadt Obdachlose. San Francisco scheint jedoch die Auffangstation für heimatlose Menschen zu sein. Ich erinnere mich, wie wir am Fishermans Wharf den Fischer beobachteten. Hinter uns lag ein Obdachloser und schlief. Erst auf den zweiten Blick konnte man unter dem hohen Deckenberg einen Menschen erkennen. In der Bahn rannte ein verwirrter Mann durch die Waggons, panisch – wie auf der Flucht – hin und her. Im Bus machte mir ein netter Mann Platz, damit ich mich setzen konnte. Danach unterhielt er sich mit einer Person die ich nicht sehen konnte. Ein „good morning“ vom Boden lies mich mitten in der Stadt nach unten schauen. Ich lächelte einen Obdachlosen an und grüßte zurück „good to see you smile“ war seine Antwort. Ich denke immer noch an ihn. An ihn und die vielen verloren Seelen, die in den Straßen San Franciscos leben. Niemand hat uns Angst gemacht oder ähnliches. Natürlich möchten die Menschen Geld, aber nicht aufdringlich.

Warum ich das schreibe? Damit auch ihr als auf die vielen Obdachlosen vorbereitet seid. Geholfen ist damit noch niemandem. Ich habe im Internet viele Hilfsmöglichkeiten gefunden, von Essensausteilungen über Duschbusse. Um zu erfahren, was den Menschen wirklich helfen würde und ob diese Hilfe gewünscht ist, dafür hätte ich mit ihnen reden müssen. Scheinbar habe ich aber doch weggeschaut…

San Francisco mit dem Wohnmobil

Wir selbst waren noch nie mit dem Camper in San Francisco. Alle unsere Urlaube mit dem Wohnmobil in Kalifornien beschränkten sich auf die südliche Region, ab dem Highway 1. Jedoch haben wir uns während unserer Roadtrips ein wenig umgehört, welcher Campingplatz bei San Francisco empfehlenswert ist. Immer wieder wurde als idealer Campingplatz der Anthony Chabot Family Campground empfohlen – schöne Lage im Wald, inklusive Wasserzugang und von der BART Castro Valley Station erreicht ihr San Francisco mit der Bahn. 

Die Road Bear Station befindet sich auch nicht weit von diesem Campingplatz bei San Francisco. Wir können euch die Road Bear Fahrzeuge auf jeden Fall empfehlen! Bei unserem Wohnmobil-Vermittler unseres Vertrauens erhaltet ihr eine individuelle Beratung und ein passendes Angebot – einfach hier bei der CamperOase* anfragen.

Unser Fazit: Lohnt sich San Francisco mit Kindern?

Der Städtetrip in San Francisco darf bei einem Roadtrip entlang der Westküste der USA natürlich nicht fehlen. Die Frage ist jetzt noch: Was müsst ihr gesehen haben?

Unsere persönlichen Highlights in San Francisco waren Alcatraz, die Panoramaroute mit Start in Sausalito sowie die Gegenden rund um den Alamo Square und Fishermans Wharf.

Leider konnten wir nicht alle Sehenswürdigkeiten in San Francisco erkunden. Auf unserer Bucket-List steht noch:

  • Aussicht vom Coit Tower über San Francisco genießen
  • Besuch des Wissenschaftsmuseums California Academy of Sciences
  • Fotospot Columbus Tower in der Nähe von Chinatown
  • Mission-District mit seinem lateinamerikanischen Flair
  • Bummel durch die Straßen in Haight-Ashbury und die Aussicht vom Mount Olympus 
  • Und wo wir eh mal wieder beim Thema Ausblicke über San Francisco sind: Twin Peaks

Wenn Ihr einen Urlaub in San Francisco mit Kindern plant, dann empfehlen wir euch, vorher mit den Kindern die Folge „Das erste Mal USA – San Francisco und Los Angeles“ aus der ZDF-Mediathek zu schauen. Wir finden die Reihe total super zur Vorbereitung!

Erzählt uns in den Kommentaren von euren Highlights in San Francisco!

→ Unsere komplette Kalifornien Rundreise mit dem Mietwagen zum Nachfahren (ganz am Ende dieses San Francisco Reiseberichts findet ihr eine genaue Aufschlüsselung mit den einzelnen Stationen)

Einen schnellen Überblick der San Francisco Sehenswürdigkeiten findet ihr in unserem YouTube Video:

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Mehr Informationen

Kurzübersicht unserer Rundreisen-Route durch Kalifornien mit Kindern:

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Alcatraz
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Clam Chowder - Muschelsuppe
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Finanzdistrict
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Blick vom Gefängnishof Alcatraz
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hübsche Feuerleitern
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Auf unserem Familien-Reiseblog berichten wir über unsere selbstgeplanten und eigen finanzierten Reisen. Auch bei dem Artikel zu den Sehenswürdigkeiten in San Francisco mit Kindern handelt es sich nicht um einen beauftragten oder bezahlten Blogpost.

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  • Beitrag zuletzt geändert am:3. Dezember 2025