10 ultimative Tipps für Island – Wissenswertes für eure Rundreise

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Ein Roadtrip durch Island – wir geben euch hier hilfreiche Tipps für die Planung eurer Island-Rundreise.

Welcher Mietwagen wird benötigt? Was sind DIE Highlights in Island? Soll ich mir wirklich den Koffer voll Essen packen, weil die Verpflegung so teuer ist? Wir haben zwei Monate auf Island verbracht und geben hier unsere Erfahrungen an euch weiter – für eine unvergessliche Reise!

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Island-Tipp Nr.1: Planung eures Island Roadtrips:

Tipps zur idealen Reisezeit für einen Island-Roadtrip mit Kindern:

Es gibt zwei wichtige Dinge vorab zu berücksichtigen:

Polarlichter: In den dunkleren Monaten habt ihr die Chance, Nordlichter am Himmel zu beobachten. Grob gesagt habt ihr ab September bis April die Möglichkeit, dieses Spektakel zu erleben.

Puffins: Die süßen Papageientaucher könnt ihr in den Monaten Mai bis August in Island beobachten. Denn die Puffins sind nur während der Brutzeit auf Island, danach leben sie auf dem Meer.

Natürlich kommt ihr im Sommer in den Genuss, dass die Tage wesentlich länger sind – ihr könnt also „mehr“ Sehenswürdigkeiten für einen Tag einplanen. Außerdem ist es bestimmt eine interessante Erfahrung, den Mitsommer zu erleben – wenn die Sonne einfach nicht untergeht. Im Sommer liegen die Temperaturen bei um die 15 Grad.

Im Winter gibt es außerdem die Problematik, dass die Straßen aufgrund der Wetterverhältnisse gesperrt sein können (unbedingt hier bei road.is vor Fahrtbeginn checken!) oder es einfach zu risikoreich wäre, weil ein Schneesturm draußen tobt.

Wir waren von Ende September bis Ende November in Island. Bis in den Oktober hatten wir unglaubliches Glück: die Sonne strahlte und wir hatten Temperaturen bis 10 Grad. Der November war dann schon kälter (0 Grad) und stürmisch. Grundsätzlich sei jedoch gesagt: durch den Golfstrom gibt es im Süden Islands einen recht milden Winter, im Norden kann es eisiger werden.

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Gullfoss im Oktober
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Gullfoss im November

Highlights in Island - was ihr UNBEDINGT sehen müsst

Texte über „die Highlights in Island, die ihr unbedingt sehen müsst“ sind immer subjektiv. Dennoch bietet Island einige Sehenswürdigkeiten, die ihr sonst eben nicht auf einem Fleck findet: Gletscher, Geysire, Vulkane und so tolle Wasserfälle! Und genau diese Besonderheiten gibt’s im Süden Islands. Unsere ultimativen Tipps in Island sind:

  • Geysir Strokkur
  • Wasserfälle Skogafoss, Seljalandsfoss, Gljúfurárfoss, Kvernufoss und Svartifoss
  • Jökulsarlon und Diamond Beach
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Geysir Strokkur
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Jökulsarlon
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Diamond Beach
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Svartifoss
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Skogafoss
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Seljalandsfoss
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Gljúfurárfoss
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Kvernufoss

Island: Einmal um die Insel - im Uhrzeigersinn oder andersrum??

Wir starteten im Uhrzeigersinn in den Norden Islands und sparten uns bewusst die „Highlights“ im Süden fürs Ende auf. Außerdem wollten wir so vermeiden, dass wir im Norden oder Osten Islands in dichtes Schneetreiben geraten, daher wählten wir hierfür den milderen Oktober.

Im Norden und Osten gibt es größere Fahrtstrecken mit „weniger“ Sehenswürdigkeiten. Die Wege sind doch etwas länger und ihr werdet viel Zeit im Auto verbringen. Also wäre es auch eine Möglichkeit, mit voller Power im Süden zu starten und gegen Ende eurer Reise den ruhigeren Norden zu besuchen.

Bezüglich der Richtung, in welche ihr euren Roadtrip in Island mit Kindern startet, gibt es unserer Meinung nach keine eindeutige Antwort, wie zum Beispiel für einen Roadtrip entlang des Highway 1 in Kalifornien (habt ihr noch nicht gemacht? Müsst ihr machen! Einfach genial! Und da gilt: von Nord nach Süd, dann fahrt ihr nämlich immer direkt an der Küste und habt keine Autos zwischen euch und dem Meer).

 

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Die ideale Reiseroute durch Island

Island ist nicht groß und sofern die Wetterverhältnisse passen, ist viel möglich. Da wir Island während der Weltreise mit unseren Kindern besucht haben, hatten wir richtig viel Zeit, um die Insel zu erkunden. Daher wollen wir uns gar nicht anmaßen, hier eine ideale Reiseroute für 2 oder 3 Wochen anzupreisen. Müssen wir aber auch nicht. Denn auf dem Reiseblog von „reisewut“ findet ihr so viele tolle Island-Reiseberichte und tolle Routenvorschläge, sodass ich mir die Arbeit sparen kann.

Reist ihr zum ersten Mal nach Island und habt nur 1-2 Wochen Zeit, empfehlen wir euch den Süden Islands (bis zum Diamond Beach) und eventuell noch einen Abstecher auf die Halbinsel Snefellsnes.

Unsere Island-Highlights haben wir für euch den einzelnen Regionen zugeordnet:

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Ich packe meinen Koffer für einen Island-Urlaub und nehme mit:

Seit Februar 2020 sind wir als Weltreise-Familie unterwegs. Mit Handgepäck (die Packliste findet ihr hier) und normalerweise nur für warme Gebiete ausgestattet. Nachdem wir ziemlich spontan einen Flug von Mailand nach Reykjavik gebucht hatten, deckten wir uns in Italien noch schnell mit Thermo-Unterwäsche ein, dicken Jacken, Mützen und Handschuhen.

Zwei Monate waren wir im Herbst mit Handgepäck in Island unterwegs – funktioniert ohne Probleme! Lediglich, als dann Ende November der Schnee fiel, vermisste ich ab und zu meine Schneehosen.

Viel wichtiger ist aber noch folgender Kleidungstipp für Island: packt auf jeden Fall Badesachen ein (ihr wollt ja in die Hot Pools) und Wanderschuhe! Die Kleidung fanden wir -selbst in den Second Hand Läden wie beim Roten Kreuz – immer noch ziemlich teuer, also lieber nicht vor Ort einkleiden.

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Skogafoss
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Reykjafoss

Island-Tipp Nr. 2: Geld und Preise in Island

Kreditkarte ist ausreichend

Während ich diesen Text schreibe, sind wir seit 8 Wochen in Island. Wir haben keine Ahnung, wie die isländische Währung aussieht, denn Bargeld haben wir noch nie gebraucht. Packt für eure Island Reise also unbedingt eure ec-Karte und die Kreditkarte ein (mit der DKB-Visakarte* könntet Ihr übrigens ohne Auslandsgebühr Bargeld abheben, falls Ihr dochmal weches benötigt), ihr könnt in Island überall bargeldlos bezahlen. Es besteht wirklich keine Notwendigkeit, Bargeld abzuheben. Wir haben mittlerweile hin und wieder unsere Zeit in den Unterkünften verlängert – dies konnten wir bequem per Paypal bezahlen. Island ist ein super digitales Land. Macht einfach mit!

Teures Island

Da wir Island während der Corona-Pandemie im Herbst 2020 bereisten, „profitierten“ wir vom fehlenden Tourismus. Nicht nur, weil wir alle Sehenswürdigkeiten für uns hatten. Die Preise für Unterkünfte und den Mietwagen (den haben wir wieder sehr günstig bei CHECK24* bekommen) waren auch wesentlich günstiger, als es wohl normalerweise der Fall ist.

Fast alle Wasserfälle und Nationalparks könnt ihr kostenfrei besuchen. An manchen Wasserfällen gibt es gebührenpflichtige Parkplätze und ganz selten müsst ihr Eintritt zahlen (z.B. am Vulkankrater Kerid).

Auf die Verpflegungskosten in Island gehen wir weiter unten genauer ein.

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Kvernufoss

Island-Tipp Nr.3: Natur in Island genießen

Polarlichter

Polarlichter könnt ihr nur in den dunkleren Monaten am Himmel erkennen. Im Sommer wird es in Island nie richtig dunkel und so sind die Nordlichter dann zwar auch da – aber ihr seht sie eben nicht. Je mehr Lichtverschmutzung sich in eurer Umgebung befindet, desto weniger gut könnt ihr die Polarlichter sehen. So die Theorie. Während unserer Zeit in Island haben wir meist in der kompletten Einöde gewohnt, fernab von Licht und Zivilisation. Die tollsten Polarlichter haben wir jedoch in Reykjavik gesehen – mitten über einer voll beleuchteten Straße…

Wie ihr die Polarlichter am besten fotografiert, kann ich euch leider nicht sagen, aber hier, bei den 5Reicherts, findet ihr hilfreiche Tipps! Im Sommer gibts das gegenteilige Phänomen zu beobachten – die Mitternachtssonne: Dank der Nähe zum Polarkreis wird es nie dunkel!

Zwischen zwei Kontinentalplatten...

Hatten wir uns das spannend vorgestellt: im Pingvellir Nationalpark könnt ihr zwischen der Nordamerikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatte spazierengehen! Das Ganze war dann aber doch eher unspektakulär. Spannend jedoch: ihr könnt in der Silfra Spalte zwischen den Kontinentalplatten schnorcheln und tauchen. Selbstverständlich im Trockenanzug, denn selbst im Sommer ist das Wasser eisig kalt. Belohnt werdet ihr aber mit glasklarem Wasser – übrigens taucht ihr dann nicht nur zwischen den Kontinentalplatten, sondern auch im geschmolzenen Gletscherwasser des Langjökull.

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Silfra Spalte im Pingvellir Nationalpark

Moos

Isländisches Moos – bisher war das für mich ein Begriff, den ich vom Hustensaft kannte. Isländisches Moos hilft aber nicht nur bei Erkältung – der Anblick ist auch total entschleunigend! Wunderschöne Landschaften haben wir überall entdeckt und so sehr das weiche Moos auch einladen mag, um dort Purzelbäume zu schlagen, gilt: Nicht über das Moos laufen! Das Moos benötigt ewig, um sich wieder von dem unbedachten Spaziergang darüber zu erholen. Bleibt also bitte auf den Wegen! Und ansonsten gilt natürlich das Gleiche wie überall: Nehmt euren Müll mit, achtet auf euch und andere, parkt nicht mitten in der Natur und geht keine waghalsigen Risiken für DAS Selfie ein!

Gletscher

11% der Landfläche Islands wird von Gletschern bedeckt. Den Großteil davon übernimmt ein einziger Gletscher, der Vatnajökull (Europas größter Gletscher außerhalb des Polargebietes) bedeckt alleine ganze 8% Islands unter sich und nebenbei auch einige der aktivsten Vulkansysteme des Landes.

An sich sind die Gletscher zwar richtig alt, so richtig groß wurden sie jedoch erst während der kleinen Eiszeit, die bis 1890 dauerte. Mittlerweile schmelzen auch die Gletscher Islands. Dies führt nicht nur zu einer Anhebung des Meeresspiegels – durch die geringere Last, die auf dem Land liegt, erhebt sich Island immer weiter aus dem Meer!

Ein sehr trauriges Beispiel für das Schmelzen der Gletscher ist der ehemalige „Okjökull“. Der Okjökull wurde 2014 für tot erklärt. Auf der Gedenktafel vor Ort steht diese Inschrift: „A letter tot he future: Ok ist the first icelandic glacier to lose its status as a glacier. In the next 200 years all our glaciers are expected to follow the same path. This monument is to acknowledge that we know what is happening and what needs to be done. Only you know if we did it“.

Weitere Infos über die Natur in Island findet ihr im Perlan Museum bei Reykjavik.

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Fjallsarlon

Vulkanische Aktivitäten und geothermale Energie

Island bezieht einen Großteil seiner Energie aus der Nutzung der Erdwärme. Fast alle Haushalte heizen durch Geothermie, in manchen Städten – wie Reykjavik – werden sogar einige Straßen durch die darunter verlegten Warmwasserrohre beheizt.

Vorsicht auch beim Aufdrehen des Wasserhahns! In vielen Haushalten fließt das schwefelhaltige Warmwasser durch die Rohre. Dreht ihr den Wasserhahn in Island auf „heiß“, dann fließt brühend heißes Wasser durch die Leitung. Ich hab mir einige Male fast die Hände beim Spülen verbrannt. Und ja, das heiße Wasser stinkt auch nach Schwefel. Nach dem Duschen verbreitet sich also ein Geruch von faulen Eiern im Haus…

Richtig sehenswert sind natürlich die Gebiete, in denen die Fumarole überall aus dem Boden aussteigen und das Wasser vor Hitze blubbert. Am eindrucksvollsten seht ihr die Fumarole in Nord-Island im geothermalen Gebiet Hverarönd. Das heißeste Wasser gibt’s in Deildartunguhver (West-Island), 100 Grad ist es heiß und blubbert bis auf Augenhöhe hoch! Und im Süden findet ihr den beeindruckenden Geysir Strokkur, der alle paar Minuten eine Fontäne in die Luft schießt.

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Sulforic Smoker
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Hverarönd / Hverir

Island-Tipp Nr. 4: Essen und Trinken in Island

Das leckerste Leitungswasser!

Das Leitungswasser in Island gilt als eines der besten der ganzen Welt. Völlig zu Recht!

Wichtig nur: Dreht den Wasserhahn eiskalt auf und lasst das Wasser erst kurz laufen. Je nach Region  (in manchen Gebieten wird das Wasser aufbereitet) stinkt das heiße und warme Wasser nämlich fürchterlich nach Schwefel – viel Spaß beim Duschen!

Wenn ihr nicht nur Leitungswasser trinken möchtet, probiert doch mal „Malt og Appelsin“: isländisches Malzbier mit Limo.

Fastfood in Island

Im Vorfeld unserer Islandreise hatte ich schon gelesen, dass es keinen McDonalds in Island gibt und so vermutet, dass Island eher kein Fast-Food-Land ist. Als wir jedoch mit unserem Mietwagen vom Flughafen Richtung Unterkunft fuhren, klebten hungrige Kinderaugen (ja, Marks natürlich auch!) an den Fensterscheiben: Fastfood-Ketten! Warum also kein McDonalds? Wie ihr sicher noch wisst, wurde Island durch die Finanzkrise der Jahre 2008-2011 besonders gebeutelt. Während dieser Krise wurden die McDonalds Importe (Fleisch, Verpackung, ja nahezu Alles kam aus Deutschland, für die Produktion im Land war der Umsatz einfach zu gering) zu teuer, der Franchisenehmer entschied sich, die Lizenz zurückzugeben und dafür eine eigene Fastfood Kette zu eröffnen: mit Produkten, die nicht teuer importiert werden müssen. Grundsätzlich sei aber gesagt: Fastfood-Ketten werdet ihr fast nur in Flughafennähe finden. Einzige Ausnahme ist da wohl Subways – die belegten Sandwiches haben wir überall gefunden.

Hot Dogs

Als deutsche, leidenschaftliche Fleischesser haben zumindest Mark und Jonas es im Ausland nicht leicht. Die besten Würstchen gibt’s einfach daheim. Etwas skeptisch waren wir also, als wir die ganzen Hot Dog Buden in Island sahen. Mit den dänischen Hot Dogs sind wir nämlich auch nicht warm geworden. Aber alle Sorgen umsonst: Der isländische Hot Dog ist wirklich lecker. Wer es richtig einheimisch mag, nimmt das Lamm-Würstchen…

Fermentierter Hai und schwarzgesengter Schafskopf

Schwarzgesengter Schafkopf, genannt Svið, ist eine isländische Spezialität. Heißt es. Obwohl Mark sonst vor nichts zurückschreckt, hat er weder den Schafskopf (dabei gibt’s den sogar im Supermarkt tiefgekühlt zu kaufen) noch fermentierten Hai (Hákarl) probiert. Ihr müsst euch also eine eigene Meinung bilden.

Was mittlerweile auch schon im deutschen Supermarkt angekommen ist und ihr getrost probieren könnt: Skyr. Irgendwas zwischen Joghurt und Quark, aber wirklich lecker.

Lebensmittelpreise im Supermarkt

Im Vorfeld unserer Reise las ich auf einigen Reiseblogs, dass man sich unbedingt den Koffer voll mit haltbaren Lebensmitteln stopfen sollte, da die Preise so hoch seien. Puh, war uns nicht möglich, da wir Island während unserer Langzeitreise besuchten und nur mit Handgepäck unterwegs waren.

Sehr gespannt waren wir also auf den ersten Besuch im Supermarkt. Und ehrlich – ich verstehe die Aufregung nicht. Während unserem Aufenthalt in Island haben wir uns komplett selbst versorgt. Kosten der Lebensmittel für uns Vier: (unsere Kinder waren damals 8 und 11 Jahre alt – also ordentliche Esser) in der Woche 150-200 Euro.

Die meisten Lebensmittel werden importiert – da es sich einfach nicht lohnt, für 360.000 Einwohner alles selbst zu produzieren. Dennoch: wir fanden die Preise oft vergleichbar mit den Preisen in Deutschland.

In den Discountern „Bonus“ oder „Kronan“ könnt ihr euch gut und vergleichsweise günstig mit Lebensmitteln versorgen. Fleisch ist teuer, Obst und Gemüse wird teils zwar auch in Gewächshäusern im Land angebaut, die meisten frischen Lebensmittel wiesen jedoch sehr südliche Herkunftsländer auf.

Hier ein paar Preisbeispiele (Stand 11.2020): Dose Kidneybohnen 0,60 Euro, 1kg Nudeln 1,20 Euro, 2kg Mehl 1,80 Euro, 450g Marmelade 1,70 Euro, 1kg Reis 2,45 Euro, 500g Kaffeepulver 5 Euro (günstige Sorte), 1kg Kartoffeln 1,84 Euro… Ich sehe bei diesen Preisen keinen Grund, weshalb ihr euch mit haltbaren Lebensmitteln den Koffer vollstopfen solltet. 

Überrascht haben uns die Öffnungszeiten der Supermärkte. Meist öffnen diese in Island erst um 10 oder 11 Uhr vormittags.

Alkohol in Island

Was tatsächlich teuer ist in Island: Alkohol! Diesen findet ihr auch nicht im Supermarkt (nur Light-Bier bis 2,5%), sondern in speziellen Läden.

Alkohol war lange auf Island verboten. Erst seit 1989 ist der Erwerb von Bier in Island erlaubt. Ob das mit der Regulierung des Alkoholkonsums geklappt hat? Angeblich wurde als Konsequenz früher viel selbst gebrannt und heutzutage gelten die Isländer als sehr trinkfest. Eigene Erfahrungen haben wir da nicht gemacht, aber an dieser Stelle möchte ich euch unbedingt das Buch „Wo Elfen noch helfen*“ empfehlen. Ich habe noch nie ein besseres „Reisebuch“ gelesen. Die Autorin erzählt auf äußerst charmante Art von ihren Erfahrungen mit den isländischen Nachtleben!

Restaurantbesuche

Hier können wir nur unser recherchiertes Wissen weitergeben, da wir während unserer Zeit in Island kein eines Mal im Restaurant waren. Nicht mal an einem Imbissstand – dies ist jedoch dem Umstand geschuldet, dass wir während der Corona Pandemie in Island waren und fast alles geschlossen hatte.

Die Preise in den Restaurants sollen sehr happig sein. Können wir uns auch gut vorstellen, denn die Lohnkosten sind in Island ziemlich hoch. Die Isländer gehören zu den Top-Verdienern – schaut euch auf diesem Link eine Aufstellung zum weltweiten Pro-Kopf-Einkommen an! Einen kleinen Eindruck von den Restaurantpreisen haben wir dennoch bekommen, als wir vereinzelt Lieferdienste bzw. Zimmerservice (am Vorabend unseres Abflugs) genutzt haben. Einen einfachen Cheeseburger gibt es selten für unter 15,- EUR.

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Island-Tipp Nr.5: Straßenverkehr in Island

Ring Road (Nationalstraße 1)

Die Ring Road führt auf etwa 1.350 km einmal um Island (Ausnahme sind die Westfjorde). Die Straße ist asphaltiert und meist in einem sehr guten Zustand. Viele der Haupt-Sehenswürdigkeiten Islands liegen an der Ring Road. Einige andere Highlights sind über die Nebenstraßen (welche immer echt gut beschildert sind!) erreichbar. Hier gilt es dann aber wirklich vorsichtig und langsam zu fahren! Zum einen sind dies Gravel Roads, sprich Schotterpisten mit teils nicht zu verachtenden Schlaglöchern, zum anderen tummeln sich gerne mal die Schafe auf der Straße.

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F-Road

Die Hochlandstraßen („F-Roads“) sind im Winter gesperrt. Wann der Winter beginnt, entscheidet bekanntlich die Natur. Daher sind die Schließungen (und Wiedereröffnungen) der Straßen schwer zu datieren. Eine aktuelle Übersicht, welche Straßen aktuell befahrbar sind, findet ihr unter road.is. Vor diesen teils mit ordentlichen Felsblöcken belagerten und mit besonders üblen Schlaglöchern versehenen Straßen hatten wir wirklich Respekt. Das ist nochmal ne ganz andere Kategorie, als die üblichen Schotterpisten, die ab und zu und mit dem richtigen Mietwagen tatsächlich mit den erlaubten 80 km/h befahren werden können. Für einige F-Roads sind Allradfahrzeuge vorgeschrieben – entsprechende Beschilderungen sind dann nicht zu übersehen. Die Polizei scheint das mittlerweile auch konsequenter zu überprüfen. Wichtig vor allem ist aber, mit der Mietwagenfirma zu klären, ob Euer Wagen F-Road-tauglich ist. Unseres letzten Mietwagen hatten wir wieder sehr günstig über CHECK24 * gebucht, und da wurde eine spezielle F-Road explizit ausgeschlossen. Alle anderen durften wir aber mit den 4×4 befahren.

Wetterbedingungen vor Fahrbeginn prüfen!

Ihr solltet immer die Wetterlage in Island im Blick behalten, denn diese kann innerhalb weniger Minuten brutal umschlagen. Das geht optimal über die Website en.vedur.is, die unser täglicher Begleiter war. Oft kann es sehr stürmisch werden und gerade in den Wintermonaten landen Touristen regelmäßig im Straßengraben. Übrigens nicht nur Touristen! Unsere Gastgeberin in Ost-Island erzählte uns lachend, dass jeder irgendwann mal im Graben landet. Aber die Einheimischen wissen wann die Nachbarn heimkommen und helfen sich eben gegenseitig.

Kreisverkehr

Der Kreisverkehr wird gerne genutzt in Island. Wichtig zu wissen: Die innere Spur hat Vorfahrt! Ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit angemessener Konzentration haben wir das nach den ersten Kreiseln auch ganz gut hinbekommen.

Auto mieten in Island

Ende September dachten wir uns noch, ein Allradfahrzeug sei nicht unbedingt nötig. Würden wir heute aber anders machen. Denn die ein oder andere Ruckelpiste befährt sich doch entspannter mit einem 4×4. Und so haben wir im Oktober dann den Golfklasse-Mietwagen in ein etwas teureres Allradfahrzeug getauscht. Diese Autos gibt es von allen bekannten Anbietern am Flughafen Kevlavik (an dem ihr vermutlich ankommen werdet). Neben den bekannten Adressen haben wir auch gute Erfahrungen mit „Icerental 4×4“ gemacht. Die Karren haben zwar alle schon um die 150.000km auf dem Tacho, die Autos, die wir hatten, waren dennoch in einem sicheren Zustand und dafür unschlagbar günstig, weil wir diese inklusive eines umfassenden Versicherungspakets über CHECK24* fast nachgeschmissen bekommen haben. Icerental 4×4 ist nicht direkt am Flughafen, bietet aber einen eigenen Shuttle-Service an, um zum 5 Autominuten entfernten Firmengelände zu kommen.

Tanken in Island

Am Anfang war Mark noch etwas ängstlich, irgendwo im Nirgendwo ohne Benzin stehenzubleiben. Daher tankten wir zu Beginn unseres Island-Roadtrips immer dann, wenn der Tank nur noch halbvoll war. Das ist aber wirklich die super-sicher-Variante. Gerade an der Ringstraße gibt es im Abstand von maximal 100 km immer wieder Zapfsäulen, die sich ausschließßlich (!) per Kreditkarte bedienen lassen (mit der VISA der DKB* geht das auch ohne Gebühren). Und falls die Abstände einmal größer sind, haben wir auch Schilder gesehen, die auf die nächste Tankstelle in 260km (!) hinweisen.

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Hörbücher für lange Autofahrten in Island

Ihr plant einen Roadtrip mit Kindern um ganz Island herum? Oder doch nur eine Teilstrecke? Ganz egal wie – ihr werdet einige Zeit im Auto verbringen. Also ladet euch am besten einige Hörbücher runter! Wir haben uns auf Island intensiv mit den nordischen Sagen beschäftigt und vieles über Vulkane und Wale gelernt.

Hier unsere liebsten Hörbücher für einen Island-Roadtrip (die weiteren Teile der Nordischen Sagen von Katharina Neuschäfer sind auch super!):

Island-Tipp Nr.6: Unterkünfte in Island

Gästehäuser / Guesthouses

In einem Gästehaus habt ihr ein eigenes Schlafzimmer (4 Bett-Zimmer sind kein Problem) und teilt euch die restlichen Räume wie Bad, Küche und Aufenthaltsraum mit den anderen Gästen.

Wir haben in einigen Gästehäusern übernachtet – einige sogar mit Hot Tub im Garten! – und waren immer total begeistert! Die Häuser waren jedes Mal super liebevoll eingerichtet, die Küchen top ausgestattet und alles sauber. Ganz klare Empfehlung also: Nutzt die Guesthouses in Island!

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Guesthouse
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Gemeinschaftsküche
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Traumblick

AirBnB, Booking und Hotels.com

Unsere Unterkünfte, auch die Gasthäuser, haben wir über AirBnB, Booking und Hotels.com gebucht. Wir vergleichen immer die Preise dieser Anbieter. Nach einigen Wochen in Island, und nachdem wir die Insel umrundet hatten, buchten wir nur noch günstige Unterkünfte mit Hot Tub. Es geht einfach nichts darüber, sich abends im heißen Pool aufzuwärmen und den wundervollen Sternenhimmel, die leuchtende Milchstraße und mit etwas Glück Nordlichter am Himmel zu beobachten!

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Island-Tipp Nr.7: Schwimmbäder in Island

Die Isländer gehen gerne baden. Das ganze Jahr über – im Freibad! Dank Erdwärme ist dies in Island kein Problem. So findet sich in fast jedem kleinen Örtchen auch ein schönes Freibad – das schönste Freibad in Island, welches wir besucht haben, war das in Hofsos (Nord-Island) – mit Blick direkt in den Fjord!

Naja, und von der „Blue Lagoon“ habt ihr ja sicher auch schon gehört. Das benachbarte Geothermalwerk leitet das „genutzte“ Wasser in diese Lagune, wo ihr dann in angenehmen Temperaturen um die 40 Grad baden könnt. Wenn euch die Blue Lagoon zu überlaufen (oder zu teuer) ist, gibt es noch zwei ähnliche Schwimmbäder: Die Secret Lagoon im Süden Islands und das Naturbad Myvatn im Norden Islands.

Natürliche Hot Pools findet ihr zudem immer wieder in der isländischen Natur. Gehört im Winter nur eine ordentliche Portion Willenskraft dazu, sich mitten in der Kälte umzuziehen! Bei „guidetoiceland“ findet ihr eine tolle Übersicht der tollsten Bade-Möglichkeiten und auch sonst super hilfreiche Infos für einen gelungenen Roadtrip rund um Island.

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Freibad Hofsos im Norden Islands

Hygieneregeln im Schwimmbad

Die Isländer legen großen Wert auf eine gute Körperhygiene vor dem Schwimmbadbesuch. Zum einen ist das eh nix Falsches, zum anderen werden die Schwimmbäder auch nicht gechlort. So werdet ihr in der Duschkabine meist einen Hinweiszettel finden, auf dem bildlich dargestellt ist, wo ihr euch bitte ordentlich waschen solltet. Was ich ebenfalls zum ersten Mal erlebte: Es gibt einen eigenen Abtrockenraum! Nach dem Schwimmbad-Besuch duscht ihr also wieder, geht dann in den Abtrockenraum und erst wenn ihr komplett trocken seid, geht’s weiter in den Ankleideraum (doof, wenn man sein Handtuch im Ankleideraum liegen hat…).

Im Eingangsbereich fanden wir übrigens Schilder, auf denen darauf hingewiesen wurde, dass man in Island strafbar macht, wenn man vor dem Schwimmen nicht duscht!

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Blue Lagoon

Island-Tipp Nr.8: Sprache in Island

Alleine schon die Straßenschilder sind eine Herausforderung für uns. Die Wörter sind einfach zu lang, enthalten zu viele Ypsilons und dann eben auch noch Buchstaben, mit denen wir wirklich nix anfangen können.

Die Isländer sind sehr stolz auf ihre Sprache. Diese hat sich nämlich – im Gegensatz zu fast allen anderen Sprachen der Welt – kaum verändert. Wer Isländisch kann, ist in der Lage, die alten Sagen zu lesen – ziemlich genial. Habt ihr euch schonmal an Alt-Deutsch gewagt? Super schwierig!

Und weil es sowieso zum guten Ton gehört, sollten ein paar Brocken Isländisch schon machbar sein. Gegrüßt wird meist mit „Hi“ oder „Godan Daginn“, Danke heißt „Takk“ und ihr verabschiedet euch mit „Bless“. Zu unserer Schande muss ich gestehen: mehr ist es nicht geworden.

Verständigen könnt ihr auch perfekt auf Englisch, die Isländer sprechen hervorragend Englisch! Einziges Problem: Lasst euch von einem Isländer mal ein Ausflugsziel empfehlen… Keine Ahnung, was ich ins Navi eingeben sollte. Schier unmöglich für mich, das Ausgesprochene in passende Buchstaben zu formen.

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Vulkan Grábrók
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Gufufoss

Island-Tipp Nr.9: Bauwerke in Island

Häuser in Island

Um die Wälder ist es in Island leider nicht so gut bestellt. Die Wikinger fällten seinerzeit ziemlich alle Bäume und so befindet sich Island noch in der Aufforstung. Dies erklärt dann auch gleich, warum die Häuser in Island mit Wellblech verkleidet sind und keine Schornsteine haben. Geheizt wird mit der Erdwärme und die Holzhäuser, die es gibt, wurden importiert. Durch das eher schroffe Wetter im Norden Europas sind die Holzhäuser einfach auch zu pflegebedürftig. Wellblechhäuser sind da einfacher und irgendwie machen die bunten Häuser auch mit den Charme der Insel aus!

Dennoch gibt es tolle Waldgebiete mit Grillmöglichkeiten mitten im Wald und schöne Spielplätze. Aber ehrlich: ihr fliegt ja nicht nach Island, um stundenlang durch einen Wald zu spazieren!

Kirchen

Noch nie haben wir so viele verschiedene Bauarten von christlichen Kirchen gesehen! Achtet auf eurem Roadtrip durch Island unbedingt darauf. Manchmal waren wir uns gar nicht sicher, ob es sich um eine Kirche oder nicht vielleicht doch ein anderes Bauwerk handelt!

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Reykjavik
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Hofsos
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Husavik
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Seydisfjördur

Island-Tipp Nr.10: Filme und Bücher zur Einstimmung auf Island

Filmtipps

Mit unseren Kindern (damals 8 und 11 Jahre) haben wir die ZDF-Weihnachtsproduktion aus den 90ern „Nonni und Manni*“ geschaut. Der Mehrteiler spielt in Island und zeigt das Leben aus dem Jahre 1848.

Wenn ihr mit Kindern nach Island reist, solltet ihr euch das „Island-Spezial“ der Sendung mit der Maus anschauen – hier ist der Link.

Desweiteren enthält der Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty*“ einige Szenen die in Island gedreht wurden. Auch wenn wir zu Beginn noch etwas skeptisch waren, so hat uns „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ dann doch echt gut gefallen. Egal ob Island oder nicht: Der Film weckt die Reiselust!

Weitere Filme, die in Island gedreht wurden, findet ihr in diesem Blogbeitrag von „Extremeiceland“.

Selten – nein, noch nie – habe ich solch einen gutgeschriebenen, sympathischen und unterhaltsamen Reisebericht gelesen!

Die Autorin Andrea Walter hat eine Weile in Island gearbeitet und gibt einen umfassenden Überblick der Besonderheiten Islands. Ich könnte hier seitenlange Zitate liefern.

Einfach lesen. Ehrlich lest dieses Buch!

Internetseite "Kinderweltreise"

Wir lieben die Internetseite „kinderweltreise“! Für jedes Land sind umfassende und einfach verständliche Infos zusammengefasst, abschließend könnt ihr drei Fragen beantworten und erhaltet dann einen Stempel in euren virtuellen Reisepass. Gehört bei uns ganz fest zum „Travelschooling“ während unserer Weltreise mit unseren beiden ursprünglich schulpflichtigen Kindern.

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Haifoss
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Diamond Beach

Abschließende Fakten über Island:

Da wir Island während der Corona-Pandemie im Herbst 2020 bereisten (hier findet ihr unser Tagebuch über das Reisen in Europa während Corona), erlebten wir Island auf eine ganz besondere Art: ohne Touristen. Wir hatten jeden Wasserfall und jedes Naturwunder für uns alleine. Und so wurde uns aber auch die Einsamkeit Islands extrem bewusst.

  • Einwohner Islands 364.000 (Stand 2020)
  • Davon leben etwa 200.000 Menschen im Hauptstadt-Gebiet, rund um Reykjavik
  • In Island gibt es noch die „Personennamen“: Der Nachname gibt den Vatersnamen mit dem Zusatz „son“ für Sohn oder „dottir“ für Tochter an. Ab und zu nimmt man auch den Namen der Mutter.
  • Laut wikipedia gibt es 500.000 Schafe auf Island

Wir könnten die Liste der interessanten Fakten über Island noch ewig weiterführen. Welche lustigen Fakten über Island kennt ihr? Hinterlasst uns gerne ein Kommentar!

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