Amerikanische Geschichte mit Kindern erleben – Travelschooling auf USA-Reisen

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Im Rahmen unserer Familien-Weltreise verbrachten wir sechs Monate in den USA. Wir reisten zunächst von der Ostküste an die Westküste und anschließend einmal die Ostküste entlang. Unsere Kinder gehen nicht in die Schule. Sie lernen unterwegs das, was uns auf Reisen begegnet und wir beschäftigen uns intensiv mit unseren jeweiligen Reiseländern. Im Vorfeld dieser USA-Reise suchte ich intensiv nach Lehrmaterial für die Kinder – so richtig fündig wurde ich jedoch nicht. In den USA erübrigte sich dies dann direkt. In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es viele Homeschooler. Dass unsere Kinder nicht in die Schule gehen, überraschte dort niemanden. Es gibt so viel Lehrmaterial, Bücher und spannende Museen in den USA. In diesem Blogbeitrag zeige ich euch ein Beispiel dafür, wie Travelschooling aussehen kann und gebe euch Reiseempfehlungen, wenn ihr die amerikanische Geschichte mit Kindern erleben wollt.

Homepage-Empfehlung: Einen Überblick über die relevanten Eckdaten eines jeden Landes findet ihr auf „kinderweltreise“ (Link).

Serien Empfehlung: In der Reihe „Es war einmal… Amerika“ (Amazon-Link)* wird die Geschichte Amerikas kindgerecht als Comic-Version von der Besiedlung, über Kriege, Ureinwohner und Goldrausch erzählt.

Wichtiger Hinweis: Wir sind weder Lehrer, Historiker, Geologen, Biologen oder etwas anderes in diese Richtung. Unsere Empfehlungen decken nicht die komplette amerikanische Geschichte ab. Dies sind lediglich die Teile, mit denen wir uns beschäftigten:

Der Wikinger Leif Eriksson - etwa im Jahr 1000

Normalerweise müssten wir mit Christoph Kolumbus starten. Tun wir aber nicht. Denn einer war früher in Amerika – allerdings nicht mit so weitreichenden Folgen wie Kolumbus und daher etwas in Vergessenheit geraten: Der Wikinger Leif Eriksson fuhr um das Jahr 1000 als erster Europäer nach Amerika.

Homepage-Empfehlung: Die Geschichte Leif Erikssons könnt ihr bei Geolino – Leif Eriksson entdeckt die neue Welt (Link) nachlesen.

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Statue Leif Erikssons in Reykjavik - Island

Der Entdecker Christoph Kolumbus - im Jahr 1492

Der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus gilt als Entdecker Amerikas. Ursprünglich suchte er den Weg nach Indien. Das Jahr 1492 ging offiziell als das Jahr der Entdeckung Amerikas in die Geschichtsbücher ein. Tatsächlich steuerte Kolumbus nur Inseln an und erst bei seiner vierten Reise betrat er das erste Mal amerikanisches Festland (in Honduras) – und stets ging er davon aus, den Weg nach Asien endlich gefunden zu haben. Zeitlebens war ihm nicht bewusst, wo er sich befand. Die umstrittene Bezeichnung „Indianer“ für die Ureinwohner Amerikas entstand aus der falschen Annahme, er sei in Indien gelandet.

Kinderbuch-Empfehlung: In „Der Schiffsjunge der Santa Maria“ (Amazon Link)* von Frank Schwieger könnt ihr die Geschichte der Überfahrt nach Amerika nachlesen.

Homepage-Empfehlung: Auf der Geolino-Seite könnt ihr die Geschichte Kolumbus nachlesen (Link).

Der Namensgeber Amerigo Vespucci

Der Italienier Amerigo Vespucci unternahm um 1500 mehrere Reisen auf dem amerikanischen Doppelkontintent. Auch er dachte zu Beginn, dass er sich in Asien befände, erkannte jedoch, dass dies ein Irrtum war und er einen neuen Kontinent entdeckt hatte. Diesen „neuen“ Kontinent hatte zwar Kolumbus schon vor ihm betreten, jedoch war dieser ja immer davon ausgegangen, dass es sich hierbei um Indien handelte.

Der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller gab dem neuen Kontinent im Jahr 1507 auf seiner Karte den Namen „Amerika“ – nach dem Entdecker Amerigo Vespucci.

Homepage-Empfehlung: Weitere Infos zu Amerigo Vespucci findet ihr bei „wasistwas“ (Link).

Die Besiedlung der USA

Die Ureinwohner Amerikas

Ganz sicher ist man sich nicht, wie die ersten Menschen nach Amerika kamen. Man geht davon aus, dass ein Teil der ersten Einwohner Amerikas während der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren über die Beringstraße – die Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska kamen. Der andere Teil der Einwohner erreichte den amerikanischen Kontinent wohl auf den Wasserweg. Viel weiß man nicht über diese erste Besiedlung. Erst durch die spätere „europäische“ Entdeckung Amerikas starteten auch die uns bekannten historischen Daten.

Homepage-Empfehlungen:

  • Eine kurze Zusammenfassung über die Geschichte der indigenen Völker Amerikas könnt ihr bei planetwissen (Link) nachlesen.
  • Auf der Webseite „Kinderzeitmaschine“ (Link) könnt ihr euch die wichtigsten Eckdaten der amerikanischen Geschichte anschauen.

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Buch-Empfehlung: Während unserer insgesamt sechsmonatigen USA-Reise haben wir die ersten beiden Bände der Winnetou Reihe (Amazon-Link)* gelesen (Kinder damals neun und 12 Jahre alt).

Auch wenn einige der Begriffe und Redewendungen heutzutage nicht mehr vertretbar sind, so haben uns die fiktiven Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand gut gefallen.

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Rio Pecos, der anschließend in den Rio Grande fließt - unter anderem Handlungsort der Winnetou Reihe

Kurzes Statement zu dem Begriff „Indianer“. Immer wieder liest man, dass der Begriff Indianer politisch nicht korrekt sei. Tatsächlich ist er ja auch faktisch völlig falsch. Auf unserer Reise durch die USA, vorbei an einigen Navajo- und anderen Gebieten der Ureinwohner, sind uns viele Verkaufsstände aufgefallen. Hier wird Schmuck und Ähnliches verkauft, gekennzeichnet oft mit einem Schild „Indian Trades“. Es sollte euch einfach bewusst sein, dass die Begriffe „Ureinwohner“ oder „Native Americans“ ebenfalls nur Sammelbezeichnungen sind.

Homepage-Empfehlung: In den USA gibt es über 500 verschiedene Stämme, einige interessante Informationen hierzu findet ihr bei planetwissen (Link).

Reise-Empfehlung: Bei einer Reise durch die USA werdet ihr auch viele Möglichkeiten haben, um euch vor Ort mit der Geschichte der indigenen Völker zu beschäftigen. Wir haben zum Beispiel im Capitol Reef und im Petrified Forest Nationalpark schön erhaltene Petroglyphen gesehen (in Stein gearbeitete Felsbilder) und im Mesa Verde Nationalpark konnten wir uns die Kliff-Wohnungen der Ureinwohner anschauen. Infos zu den Junior Ranger Programmen (ideales Travelschooling!) gibts in unserem Blogbeitrag zu den Nationalparks der USA.

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Petroglyphen Capitol Reef
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Cliff Dwellings Mesa Verde

St. Augustine (Florida) 1565

St. Augustine ist die älteste, durchgehend besiedelte und von Europäern gegründete Stadt der USA.

Die Siedlung wurde von den Spaniern 1565 gegründet. Es folgten viele Jahre der Kämpfe mit den Briten, Plünderungen durch Piraten (unter anderem durch Sir Francis Drake) und zwischenzeitlich fiel St. Augustine auch an die Briten.

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Die Festungsanlage Castillo de San Marcos

Jamestown (Virginia) - 1607

Jamestown ist die erste dauerhafte Siedlung der Briten in den USA. Zwar wurde 1585 schon in Roanoke die erste britische Siedlung gegründet, diese wurde aber bereits nach einem Jahr wieder aufgegeben und der zweite Versuch in Roanoke endete mit dem mysteriösen Verschwinden der Siedler.

Reise-Empfehlung: Sehr zu empfehlen ist das Jamestown Settlement Museum, welches euch in die Geschichte der ersten britischen Siedler mitnimmt. Im zugehörigen Freilichtmuseum könnt ihr euch die Schiffsnachbauten der ersten Siedler, ihre Dörfer und auch die Zeltstadt des Powahatan-Stammes anschauen. Überall warten Schauspieler darauf, für euch die Geschichte lebendig werden zu lassen und euch in die damaligen Gegebenheiten einzuführen.

In unserem Blogbeitrag zum Historischen Dreieck der USA erzählen wir euch mehr über Jamestown.

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Englischsprachige Buch-Empfehlung: Pocahontas, die Tochter des Häuptlings des Powahatan Stammes heiratete den britischen Siedler John Rolfe und bekam mit ihm ein Kind. Dies war ein bedeutender Schritt für das Zusammenleben der beiden Völker.

Mehr über die Geschichte Pocahontas erfahrt ihr im Museum in Jamestown oder auch in diesem kurzen Buch (Amazon-Link)*.

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Die Mayflower - Gründung Siedlung in Plymouth 1620

Mit dem Segelschiff Mayflower kamen die sogenannten Pilgerväter 1620 von Großbritannien in die USA und gründeten schließlich die Siedlung Plymouth in Massachusetts.

Homepage-Empfehlung: Weitergehende Informationen zur Mayflower findet ihr bei studysmarter (Link). Dort gibt es auch einen kleinen Test zu diesem Thema und weitere spannende Infos rund um die amerikanische Geschichte.

Die amerikanische Unabhängigkeit

Die amerikanische Revolution

Nach dem Siebenjährigen Krieg gegen Frankreich (1756-1763) hatte England finanzielle Schwierigkeiten. Diese versuchte man durch verschiedene Steuern zu kompensieren. Unter anderem wurde in den USA 1765 der „Stamp Act“ verabschiedet: auf jedes bedruckte Papier – von Zeitung bis Spielkarte – wurde die Steuer erhoben.

Die Diskussion zur Unabhägingkeit wurde zunehmend lauter. Amerikaner protestierten dagegen, Steuern zahlen zu müssen, ohne im Parlament vertreten zu sein: „No taxation without representation“.

Zwei bedeutende Vorfälle ereigneten sich dann in Boston: 1770 wurden beim „Boston Massacre“ fünf Zivilisten von britischen Soldaten getötet und 1773 kam es zur „Boston Tea Party“: als Ureinwohner verkleidete Reolutionäre stürmten in den Bostoner Hafen und versenkten drei volle Ladungen Tee im Wasser.

Youtube-Empfehlung: Passend zur amerikanischen Unabhängigkeit gibt es den englischsprachigen Youtube Kanal „libertykids“ (Link). Hier könnt ihr euch die Zeichentrickserie zur amerikanischen Geschichte mit euren Kindern anschauen.

Online-Spiel-Empfehlung: In dem Online-Spiel „For Crown or Colony“ (auch als App – Link zur Seite) nehmt ihr die Rolle eines Lehrlings zu Zeiten der Boston Tea Party ein und erlebt so die damalige Lage.

Unabhängigkeit der USA - 1776

Am 4. Juli 1776 erklärten die britischen Kolonien ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Mutterland.

Reise-Empfehlung:

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Englischsprachige Buch-Empfehlung: Alle Hintergründe und umfassende Informationen zur Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung bekommt ihr im Buch „What is the Declaration of Indepence“ (Amazon-Link)*.

Wir können euch diese Buchreihe sehr ans Herz legen. Es gibt ein umfassendes Angebot an verschiedenen Themen. Die Inhalte sind gut recherchiert und kindgerecht erklärt.

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Independence Hall
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Liberty Bell

Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg

Mit der Erklärung der Unabhängigkeit wurde auf amerikanischem Boden gegen das Mutterland England für die Freiheit gekämpft.

Ab 1778 wurden die Amerikaner durch die Franzosen unterstützt, die letzendlich auch eine sehr wichtige Rolle bei der am Ende entscheidenden Belagerung von Yorktown im Jahr 1781 in der Chesapeake Bay spielten.

Reise-Empfehlung: Im American Revolution Museum in Yorktown (Virginia) gibts viele Hintergrundinfos zum Unabhängigkeitskrieg – schaut euch hier unsere Tipps für das Historische Dreieck in Virginia an.

Musik-Empfehlung: Das Musical Hamilton (Amazon-Link zur Musik)* erzählt die Geschichte der Amerikanischen Unabhängigkeit und des ersten amerikanischen Finanzministers Alexander Hamilton. Lehrreich und absolut genial gemacht. Wir haben die Lieder über Spotify gehört. Alternativ könnt ihr euch das Musical anschauen (z.B. am Broadway oder auf Disney+).

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Battle of Yorktown- National History Museum Washington D.C.

The Constitution - 1788

In der Philadelphia Convention wurde 1787 die amerikanische Verfassung verabschiedet und ein Jahr später ratifiziert. 1789 wurde George Washington der erste amerikanische Präsident.

Die bis heute geltende Gewaltenteilung „checks and balances“, die Funktion des Präsidenten und auch die auf die Verfassung folgende Bill of Rights wurden in diesem Rahmen verfasst.

Reise-Empfehlung: Eine umfangreiche und gut gelungene Ausstellung gibt das National Constitution Museum in Philadelphia.

Englischsprachige Buch-Empfehlung: Außerdem können wir euch aus der bereits empfohlenen englischsprachigen Buchreihe „Who HQ“ (Amazon-Link)* den Titel „What is the Constitution“ (Amazon Link)* empfehlen.

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Constitution Museum Philadelphia

Thomas Jefferson - 3. amerikanischer Präsident

Thomas Jefferson gilt als Verfasser der Amerikansichen Unabhängigkeitserklärung und er war der 3. amerikanische Präsident (1801 – 1809). Ein wichtiges Ereignis seiner Amtszeit war der Kauf des französischen Gebietes Louisiana. Daraufhin folgend startete die „Lewis und Clark Expedition“ zur Erforschung des neues Gebietes bis hin zum Pazifik.

Reise-Empfehlung: Wenn ihr die amerikanische Geschichte während einer USA-Reise erleben wollt, empfehlen wir euch Jeffersons Monticello. Bei verschiedenen Führungen über Jeffersons Landsitz in Virginia erfahrt ihr alles über den 3. Präsidenten der USA, seine Einstellung zur Sklavenhaltung und dem Leben der Sklaven an diesem Ort. Zudem könnt ihr euch im Garten von Monticello an der Pflanzenvielfalt erfreuen, welche durch Lewis & Clark zusammengetragen wurde.

Homepage-Empfehlung: Umfassende Informationen findet ihr auch auf der Homepage von Monticello. Klickt euch unbedingt durch das Menü (Link).

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Monticello...
jefferson amerikanische geschichte
...Jeffersons Landsitz

Sklaverei in den USA

Der atlantische Dreieckshandel bezeichnet den Sklavenhandel: Die Schiffe starteten beladen mit Waren (Waffen, Tuch usw.) in Europa, tauschten in Afrika diese Waren gegen Sklaven, brachten die Sklaven mit den Schiffen nach Amerika auf die Plantagen und fuhren von dort voll beladen mit Rum, Baumwolle und Zuckerrohr zurück nach Europa.

Im Süden Amerikas gibt es viele Plantagen, die ihr besichtigen könnt, um mehr über die damaligen Zustände und das Leben auf den Plantagen zu erfahren.

Reise-Empfehlung: Besonders empfehlen können wir euch die eindrucksvolle Oak Alley Plantation und die sehr informative Sklavenausstellung im Whitney Museum – beide Ziele sind gut von New Orleans aus erreichbar.

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Englischsprachige Buch-Empfehlung: Im Buch „The Underground Railroad“ (Amazon-Link)* erfahrt ihr mehr über das Leben als Sklave, die Flucht aus diesem qualvollen Leben und bekommt erste Infos über wichtige Personen dieser Fluchtbewegung.

Homepage-Empfehlung: Auf der Nationalpark Service Homepage könnt ihr euch den Junior Ranger zum Thema Underground Raildroad runterladen (Link).

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Oak Alley Plantation Louisiana

Der Goldrausch in den USA

Während der Goldräusche verließen viele Menschen ihre Arbeitsplätze und machten sich auf die Suche nach dem großen Goldglück.

Reise-Empfehlung: Es gibt mehrere Ghost-Towns in den USA, in denen ihr diesen Teil der amerikanischen Geschichte mit Kindern erleben könnt. Am besten hat uns die Geisterstadt Bodie in Kalifornien gefallen, in der Westernstadt Tombstone in Arizona fühlt ihr euch dank verkleideter Touristen und Angestellter tatsächlich wie in einer echten Westernstadt.

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Bodie in Kalifornien

Der Sezessionskrieg 1861-1865

Die Sklavenfrage spaltete Amerika. Während der Süden von der Sklavenhaltung auf den Plantagen lebte, verbreitete sich im industriellen Norden immer mehr der Abolotionismus (Sklavengegner). Als im Jahr 1860 der Sklavengegner Abraham Lincoln als 16. Präsident der USA gewählt wurde, spitzte sich die Lage zu und die meisten der Südstaaten traten aus der Union aus.

Homepage-Empfehlung: Auf planetwissen könnt ihr euch genauer zum Amerikanischen Bürgerkrieg einlesen (Link).

Youtube-Empfehlung: Eine schnelle Zusammenfassung gibts im Youtube-Video von MrWissen2Go (Link).

Reise-Empfehlung: Sehr informativ ist das National History Museum in Washington D.C. – hier bekommt ihr mit eurem Nachwuchs einen guten Überblick über die amerikanische Geschichte.

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Lincoln Memorial - Washington D.C.

Die Prohibition 1920-1933

Unter dem Druck der Enthaltungsbewegung – an der viele Ehefrauen beteiligt waren, die den massiven Alkoholkonsum ihrer Ehemänner nicht mehr ertrugen – trat 1920 das „Noble Experiment“ – das Verbot von Alkohol in Kraft. Das illegale Brennen von Alkohol (Moonshiners), die geheimen Bars (Speakeasys) und der Aufstieg der Mafiabosse wie Al Capone führten dazu, dass die Kriminalitätsrate stieg und nach einigen Jahren die Prohibition wieder aufgehoben wurde – beziehungsweise zu den heutigen Alkohol-Regeln und Unterscheidungen in „dry states“ und „wet states“ führte.

Reise-Empfehlung: Das Prohibitionsmuseum in Savannah ist sehr informativ und verdeutlicht viele dieser Zusammenhänge.

Wirtschaftskrise in den 30er Jahren

Mit dem Börsencrash im Jahr 1929 begann die Weltwirtschaftskrise. Herbert Hoover ließ in 1931-1935 den Hoover Dam bauen. Unzählige, verzweifelte Arbeiter stürmten in die Wüste Nevadas in Hoffnung auf Arbeit.

Der spätere Präsident Franklin D. Roosevelt (1933-1945) reagierte in den USA mit dem „New Deal“ – einer Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen.

Reise-Empfehlung: Ein Besuch des Hoover Dams lässt sich gut mit einem Aufenthalt in Las Vegas verbinden. Tipps hierzu gibts im Blogbeitrag „Las Vegas mit Kindern„.

Youtube-Empfehlung: In der ZDFinfo Doku bekommt ihr wichtige Infos zum Hoover Dam und der Bedeutung dieses Bauwerkes (Link).

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Hoover Dam Nevada / Arizona

Die Mondlandung 1969

Die Mondlandung der Appollo 11 am 20.07.1969 war nicht nur ein großer Schritt für die Menschheit. Es war ein großer Schritt für die Amerikaner, die sich im Kalten Krieg mit der Sowjetunion und in einem Machtkampf um den Weltraum befanden.

Reise-Empfehlung: Im Space Center Houston gibt es eine geschichtlich gute Ausstellung dazu. Überhaupt ist ein Besuch in einem der Space Center bei einer USA-Reise mit Kindern empfehlenswert. Wir fanden die Ausstellung in Houston umfangreicher und informativer, das Kennedy Space Center in Florida war dafür wesentlich unterhaltsamer und punktet somit bei unseren Kindern.

Weitere Tipps, zum Erlernen des Themas „Weltraum“ haben wir in diesem Blogbeitrag für euch zusammengefasst.

Ronald Reagan - 40. amerikanischer Präsident

Der ehemalige Schauspieler war von 1981-1989 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Wirklich? Warum erscheint hier Reagan? Was ist mit Washington, Lincoln und Roosevelt? Ronald Reagan nehme ich hier stellvertretend für all die anderen Präsidenten der USA auf, um euch eine tolle Sache der USA vorzustellen: „The presidential library“.

Reise-Empfehlung: Viele der ehemaligen Präsidenten der USA erhalten ihre eigene Library. Ein Museum, welches sich mit dem Leben und der Persönlichkeit des Präsidenten auseinandersetzt, sowie den wirtschaftlichen und politischen Besonderheiten der Präsidentschaftszeit. Wir haben uns bei Los Angeles die Ronald Reagan Library angeschaut (Highlight dort ist die ehemalige Airforce One, die ihr betreten könnt!). Wir empfehlen euch unbedingt zu prüfen, ob eine dieser presidential librarys auf eurer Reiseroute durch die USA liegt! Auf dieser Homepage findet ihr eine Übersicht der Librarys und auch umfassendes Online-Infomaterial zu den jeweiligen Präsidenten (Link).

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Air Force One (Kalifornien)

9/11 - Die Terroranschläge

Am 11. September 2001 wurden vier Flugzeuge von Terroristen entführt: Zwei Flugzeuge flogen in die beiden Zwillingstürme des World Trade Centers, ein Flugzeug flog in das Pentagon und auf Flug 93 versuchten die Passagiere das Cockpit zu stürmen. Das Flugzeug stürzte schließlich auf einem Feld in Pennsylvania ab.

Reise-Empfehlungen:

  • Im 9/11 Memorial Museum in New York City erfahrt ihr alles über das World Trade Center, angefangen mit der Bauphase bis hin zu den Terroranschlägen. Auch die weiteren Anschläge und die Jagd auf Bin Laden wird thematisiert. Ihr müsst euch eine eigene Meinung bildern, ab welchem Alter ihr das Museum mit euren Kindern besuchen wollt. Unseren New York Reisebericht gibt es hier.

  • Auf dem Absturzfeld in Pennsylvania befindet sich das Flight 93 Memorial. Im Museum erfahrt ihr Hintergründe, anschließend könnt ihr über das Memorial laufen und die Eindrücke verarbeiten.

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Englischsprachige Buchempfehlung: Mittlerweile sollte klar sein, dass wir diese Buchreihe lieben. In dem Buch über die Twin Towers (Amazon-Link)* werden die Anschläge – ähnlich wie im Museum – beginnend mit der Bauphase bis zur Jagd auf Bin Laden – thematisiert.

Zusätzlich haben wir uns die damalige Tagesschau und eine Doku zu diesem Thema angeschaut. Den Spielfilm mit Nicolas Cage können wir als Vorbereitung nicht unbedingt empfehlen, da es zu wenig Hintergrund-Informationen gibt.

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9/11 Memorial in New York City

Unser Fazit zum "Erleben der amerikanischen Geschichte mit Kindern"

Vor dem Start unserer „großen“ Amerika-Reise hatten wir die USA schon während kurzerer Urlaube besucht. Wir hatten so viele Fragen: Woher kommt dieser Nationalstolz? Was hat es mit dieser Waffenvernarrtheit zu tun? Sind die USA wirklich das „Land of the free“? Nach unserer insgesamt sechsmonatigen Reise haben wir nicht nur die meisten Fragen beantwortet bekommen, wir haben es auch gefühlt.

Lauthals haben wir „I am proud to be an American“ oder auch die Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“ gesungen. Wir haben live beim Baseball und American Football gejubelt, mit Amerikanern über Trump und Corona-Politik gesprochen. Auf unseren Reisen in den USA haben wir Amish People in Kutschen gesehen, waren bei Mormonen einkaufen und haben die strenggläubigen Juden auf dem Weg zur Synagoge getroffen. Wir haben Klischess bestätigt bekommen und unvorstellbare Freiheit neben unfassbarer Ungleichheit gespürt. Wir haben so viel gelernt und begriffen.

Ihr könnt eine Bildungsreise in die USA planen. Informative Museen heraussuchen, eine passende Route. Nehmt euch aber auf jeden Fall zwischendrin die Zeit, das Land kennenzulernen. Wir verbrachten eine unvergessliche Zeit in den ländlichen Regionen Ohios. Fernab von irgendwelchen Attraktionen. Ursprünglich nur als Durchfahrt geplant. Mit unserem Wohnmobil standen wir bei Bauernhof-Havest Host Anbietern (klick hier für die Tipps zur Wohnmobilreise in den USA) und bekamen einen tiefgehenden Einblick in das Leben der Menschen. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir hierfür Zeit hatten. Es ist unmöglich NICHT mit den Amerikanern ins Gespräch zu kommen. Ihr werdet bei einer Reise durch die USA so viel Unplanbares erleben, lasst euch drauf ein!

Durch meinem Kopf schweben schon die nächsten Ideen für die USA. Ich möchte die nördliche Grenze zu Kanada bereisen und mich mehr mit den „Indianerkriegen“ beschäftigen. Wir wollen nach Hawaii, Pearl Harbor besuchen und den Zweiten Weltkrieg intensiver aus amerikanischer Sicht beleuchten. Und selbstverständlich fehlt mir noch ein Städtetrip nach Boston! Ihr seht – in den USA gibt es so viel zu lernen und entdecken!

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